Austerlitz

e9c22967bfe01e71ab1dfc5ff920d5a2Nach den relativ friedlichen Jahren 1803 und 1804 unterzeichneten im April 1805 Großbritannien und Russland einen Vertrag zur Besetzung der Niederlande und der Schweiz. Österreich trat der Allianz bei, nachdem Genua von Frankreich annektiert und Napoleon zum König Italiens ausgerufen worden war. Napoleon bereitete die Invasion Englands vor und hatte dazu Invasionstruppen von 150.000 Mann bei Boulogne versammelt.

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Angesichts der drohenden Übermacht von Großbritannien, Russland und Österreich beabsichtigte Napoleon, die Großmächte einzeln zu schlagen. Die mangelnde Abstimmung zwischen den Koalierten lieferte ihm dazu Gelegenheit: Österreich und Russland hatten bei ihren Aufmarschplänen die unterschiedlichen Kalender in Österreich und Russland ignoriert, sodass die Österreicher nach Bayern vorpreschten. In großer Eile wurde die französische “Grande Armee” vom Ärmelkanal abgezogen und nach Westen geworfen. Der erste Schlag traf mit einer Blitzkampagne die Österreicher in Ulm (25. September – 20. Oktober 1805), wo General Karl Mack von Leiberich gezwungen wurde, mit seiner gesamten Armee von 70.000 Mann zu kapitulieren. Damit stand Napoleon der Weg nach Wien offen: Nach kleineren Scharmützeln entlang der Donau gelang seinen Truppen am 13. November die kampflose Einnahme Wiens. Von Italien rückten weitere französische Truppen heran. Napoleon verfolgte die zurückweichenden Russen in Richtung Brünn, da er eine Entscheidungsschlacht erzwingen wollte, bevor sich die überlegenen Feindkräfte vereinen konnten. Insbesondere einen sich abzeichnenden Kriegseintritt Preußens wollte Napoleon vermeiden. Deshalb lockte er die Russen und Österreicher durch geschickte Vortäuschung eigener Schwäche in die Schlacht von Austerlitz.
(Quelle Wiki)

HPS Games versucht in Austerlitz diese historischen Schlachten auf unseren Pc zu bringen. Dazu entdecken wir im Spiel gleich die Schlacht von 1805, deren Sieg Napoleon den Weg nach Wien freimacht. 30 unterschiedliche Karten und Aufstellungen runden den Detailreichtum der auszuwählenden Spielfelder ab. Natürlich ist die eigentliche Entscheidungschlacht bei Austerlitz mit Russen und den Österreichern dabei und ein hypothetischer Angriff gegen die Seemacht England.

Das Interface ist wie üblich auf das notwendigste beschränkt, aber leicht und übersichtlich bedienbar. Die Einheiten bilden in der Regel Batallione ab und sie tragen dazu  ihre historischen Namen.
Die rundenbasierenden Züge bilden 15 Minuten einer Schlacht ab. Die Einheiten werden entweder im 2D oder 3D Modus dargestellt.
Wo ich, der Übersichtlichkeit schuldend, immer die Natosymbole wähle.

Die Karten haben verschiedene Zoomlevel, die man leicht nutzen kann, um sich einen besseren Überblick über die Schlachtreihen zu verschaffen. Man sollte sie auch nutzen. Schnell kommt eine Kavallerieattacke in die Flanke zum ungünstigsten Zeitpunkt. Oder die AI schickt plötzlich Reserven in den Kampf, die man vorher nicht orten konnte.

Für jedes Szenario, dass ich anspiele, kann ich zudem einen Balancelevel wählen oder eine FOG of War Situation herstellen, die mich vor ungeahnte Herausforderungen stellt,
da mich plötzlich Einheiten anfallen, mit deren Erscheinen ich gar nicht gerechnet habe. Dabei kann ich unter verschiedenen Formationen wählen. Ich kann zum Beispiel eine reine Schützenreihe aufstellen, ein Quadrat bilden oder ein Linie formieren, ganz nach Geschmack. Sobald die unterschiedlichen Einheiten in Schussweite sind, beginnen die Einheiten sich zu beschiessen. Artilleriesalven unterstützen die Einheiten, ganz wie gewünscht. Kavallerieineheiten können defensiv stehende Infanterieeinheiten durch einen
Frontalangriff sprengen oder gegnerische Reserven binden. Kleine Animation vom Aufeinandertreffen der Schlachtreihen simulieren den eigentlichen Kampf. In der linken Sidebar werden wie gewohnt die Eigenschaften der Einheiten angezeigt. Unter anderen die Stärke der Einheit, den Ermüdungslevel und die Bewegungspunkte.
Das Ergebnis eines Kampfes wird durch die Eigenschaften des Führers, der Moral, Müdigkeit, der Versorgung, der eingeschlagenen Formation und natürlich vom Terrain bestimmt

Einheitenführer sind in diesem Spiel sehr wichtig.. Sie bestimmen maßgeblich über den Ausgang des Kampfes. Ihre Eigenschaften erhöhen den Kampfwert der Truppen und sorgen für den Zusammenhalt in kritischen Situationen. Wobei man immer die Kommandoreichweite des Truppführers in Auge behandeln sollte. Man kann schnell den Überblick verlieren und die Einheit bricht zusammen, da der Kommandeur nicht in der Nähe ist. Die A.I. ermöglicht es, eigene Truppenteile dem Computer zu überlassen. Dadurch kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und Randoperationen oder Täuschungsmanöver gezielt dirigieren lassen.

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Post Author: monty_fzpbwyem

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