Assassin’s Creed Brotherhood

25f3cac68e07f108bfc2eeb79e89cdf6Gespannt wartet die Fangemeinde der Assassin’s Creed Reihe auf den dritten Teil der Reihe. Mit „Assassin’s Creed Brotherhood“ erscheint nun die Fortsetzung zum zweiten Teil. Handelt es hierbei nur um eine halbherzige Fortsetzung oder doch um ein komplett neues Abenteuer, welches an die alten anschließt?

 

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Etwas schwierig dürfte der Einstieg in die Storyline für Neueinsteiger sein, welche nicht in den Genuss der Vorgänger kommen konnten oder nicht wollten.
Kurz und knapp erzählt tobt seit Jahrhunderten ein Krieg zwischen den Assassinen und den Templern, wobei letztere an der Unterjochung der Menschheit interessiert sind. Dieser Krieg reicht sogar bis in die Gegenwart, in welche dieser Teil der Serie selbst hinlangt.
Man schlüpft in die Rolle eines gewissen Desmond Miles, wessen Vorfahren zu den Assassinen gehörten. Somit ist der Protagonist des Spieles einer der letzten bis in die Gegenwart überlebenden Menschen, welche Assassinen als Vorfahren haben.
Daher findet sich Desmond mehr oder weniger ungewollt in einem Krieg zwischen Assassinen und Templern wider.
 
„Willkommen in der wirklichen Welt!“
Eines der bekanntesten Zitate aus dem Blockbuster „The Matrix“ dürfte an dieser Stelle wohl am besten angebracht sein. Denn das Spiel selber befasst sich nicht nur mit der Gegenwart, sondern auch mit der Vergangenheit. Besser gesagt mit den Erinnerungen der Vorfahren vom Protagonisten Desmond.
Dieser hat die Möglichkeit mithilfe einer Maschine, dem „Animus“, die Erinnerungen seiner Vorfahren erneut zu erleben. Man befindet sich somit in einer Computer generierten Welt, wie man es beispielsweise aus der Matrix kennt.
Glücklicherweise handelt es sich bei Assassin’s Creed Brotherhood nicht nur um ein überteuertes Add-On, sondern es hat viele Elemente eines eigenständigen Nachfolgers. Zwar basiert die Story auf dem zweiten Teil der Serie, allerdings gibt es viele Neuerung, die neben dem Abschluss zur Storyline auch für viel Ansehen sorgen.
Als Beispiel nehmen wir mal den übernommenen kauf von Immobilien aus dem zweiten Teil der Reihe. Diese Option wurde ein wenig aufgewertet, indem man zu den gewerblichen Gebäuden nun auch die Möglichkeit hat auf Wahrzeichen Roms zurückzugreifen.
Wunderbar inszeniert wurde hierbei, dass man nicht wahllos Gebäude einfach kaufen kann, sondern man auch auf den Einflussbereich der Templer zu achten hat. So kann man keinerlei Gebäude in gegnerischem Einflussgebiet erlangen. Um dennoch an diese herankommen zu können muss man erst die Macht über dieses Territorium erlangen. Dies geschieht einfach durch die Abfackelung des Turmes, welcher in diesem Sektor für Ruhe und Ordnung sorgen soll. Allerdings muss man sich vorerst den Hauptmann des Turmes zur gemühte führen, bevor man sich an die Vernichtung heranwagen kann.
Auch die Eroberung einzelner Territorien wurde mit Abwechslung gekennzeichnet. So wandert der Hauptmann von dem ersten Turm träumend vor den sicheren Mauern umher, damit man leichtes Spiel hat. Wobei der zweite Hauptmann des nächsten Turmes sich inmitten seiner Gemäuer aufhalten könnte. Beide Arten haben allerdings eines gemeinsam, beim geringsten Anzeichen von Gefahr verbarrikadieren sich diese und lassen sich eine längere Zeit nicht mehr blicken.
 
Nun kommen wir zu einem weiteren sehr wichtigen Thema bei Assassin’s Creed Brotherhood, der KI!
Überall patrouillieren Wachen, man versucht durch diese stets ungemerkt durch die Dörfer zu schleichen. Den Schatten und die Menschenmengen dienen dem Spieler als Verbündeten. Soweit so gut! Allerdings kann man nicht ständig ohne feindlichen Kontakt durch die Gegend stapfen, sondern man muss auch des Öfteren auf das Geschick im Kampf von Ezio zurückgreifen. Dies wurde auch vielseitig gestaltet, so ist es dem Spieler möglich einfach seine Gegner auf offener Straße zu erledigen und eine Spur der Verwüstung übrig zu lassen. Nur leider ist das nicht das Ziel der Assassinen, da diese eher aus dem Verborgenen agieren.
Somit greift man eher auf die leisen Waffen zurück, versucht also gegebenenfalls lautlos die Wachen zu erledigen. Nun sollte man darauf bedacht sein, seine Spuren auch zu verwischen, damit kein Alarm ausgelöst wird. Daher kann man Leichen auch verstecken.
Kommt man allerdings nicht auf diese Option zurück und eine gegnerische Wache ertappt einen, kann man natürlich im Schatten untertauchen. Jetzt bewegt sich die Wache von seiner natürlichen Route weg und untersucht das Gebiet, wo diese den Protagonisten zuletzt gesichtet hat, löst womöglich auch Alarm durch die tote Wache aus, geht dennoch relativ schnell wieder zurück zu seinem Posten, wenn er den Spieler nicht entdeckt hat. Gerade an dieser Stelle im Spiel hätte man den Wachen mehr Intelligenz beifügen müssen, dass diese das Gebiet genauer untersuchen, als direkt in Desinteresse an dieser Situation zu verfallen.
Man kann ebenso mit der Bevölkerung agieren, indem man diese beispielsweise festhält und schlagen kann. Wenn man diese dann allerdings wieder frei lässt laufen diese einfach nur verstört weg, alarmieren dennoch keinerlei sich in der Nähe befindlichen Wachen. Wieso man gerade an solchen Stellen auf derartige Interaktionen zwischen der Bevölkerung und den Wachen verzichtet bleibt mir schlicht ein Rätsel.
 
Mehr Potential bietet jedenfalls der Mehrspielermodus. Bei einem Modus schlüpft man in die Rolle eines Assassinen, welcher die Aufgabe gestellt bekommt einen anderen Spieler zu Jagen und zur Strecke zu bringen. Der Standort des zu jagenden Spielers wird stets auf der Karte angezeigt, was die Jagd ein wenig vereinfachen sollte. Während man sich allerdings auf der Beutetour befindet muss man ach auf seine Umgebung haben, denn ein anderer Spieler hat womöglich die Aufgabe euch zu eliminieren. Gerade dieses Katz und Maus feeling macht diesen Modus besonders reizvoll!
 
Der andere Modus ist eher ein wenig verschlossener, denn man befindet sich auf der Karte, inzwischen von großen Menschenmengen, welche als NPC dargestellt werden. Nun könnt ihr euch frei umher bewegen und versuchen die anderen Mitspieler zu identifizieren und zu ermorden, um an Punkte zu gelangen. Sehr schön ist es, dass man sich möglichst wie die NPC’s verhalten muss, um nicht großartig aufzufallen. Sollte man dennoch entdeckt werden, kann man seinen Kontrahenten entweder betäuben, um die Flucht zu ergreifen, oder man begibt sich sofort in die Umgebung und versucht im Schatten unterzutauchen.
 

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