Portal 2

833be18641b42959851a66ef26f38d65Ein First-Person Geschicklichkeitsspiel versucht die Gamergemeinde zu erfreuen und Electronic Arts startet dem zweiten Teil von Portal wieder voll durch.
Kann das Spiel Spielspaß und knifflige Rätsel miteinander verschmelzen, so dass dies eine Abwechslung zu dem Ballerdschungel darstellt? Dass erfahrt ihr bei uns!

 

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Portal 2 ist nicht nur ein tristes Geschicklichkeitsspiel ohne jegliche Hintergrundgeschichte, sondern man schlüpft zu Beginn des Spieles in die Rolle eines Testsubjekts.
Man erfährt anfangs nicht wirklich, warum man sich dort auf hält oder was das Ziel dieser Forschungseinrichtung ist. Man bekommt lediglich erst einmal vorgeschrieben, wie man sich in seinem Raum zu bewegen hat und bekommt kleine Instruktionen über die Steuerung bevor man darum gebeten wird, sich auf dem Bett niederzulassen.
Nach einem sehr langen Winterschlaf erwacht man in demselben Zimmer, welches allerdings nun verwüstet und heruntergekommen wirkt. Das deutet schon darauf hin, dass man eine sehr lange Zeit in einen Schlafzustand versetzt worden ist.

Geweckt wird man von einem sehr redseligen, aber durchaus sympathisch wirkenden Roboter namens „Wheatley“. Dieser versucht einem die derzeitige Lage in der Forschungseinrichtung ein wenig zu erläutern und das alles ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Dies wird dem Spieler aber auf eine lustige Art und Weise von ihm geschildert und er verhilft dem Spieler erst einmal zur Flucht aus dem sehr bedrängend wirkenden Raum und ist fortan euer ständiger Begleiter.

Physikalisch legt Portal 2 quasi eine Meisterleistung hin. In typischer Portal-Manier lenkt man Wasserstrahlen um, welche sich daraufhin völlig realistisch Verhalten
Wenn man beispielsweise die Wasserstrahlen als Mittel zum Zweck verwenden möchte, kann man diese bequem auf feindlich gesinnte Roboter lenken, welche einem das Weiterkommen erschweren wollen. Diese fliegen dann in physikalischem Perfektionismus quer durch den Raum, von dem Winkel ausgehend, in dem der Wasserstrahl auf diese trifft. Alles andere als unkontrolliertes umher fliegen mit anderen Worten.
Dieser Realismus steigert den Spielspaß in jeder Weise und es macht Spaß mit seinen Portalen herum zu experimentieren, um in das nächste Level zu gelangen.

Mit dem eigenen Kampf der eigenen Logik gegen die physikalischen Gesetze wird der Spieler in Portal 2 vielleicht das ein oder andere Mal an seine geglaubten Grenzen stoßen. Doch selbst die kniffligsten Rätsel können meist durch logisches Denken und der gewissen Geduld doch gemeistert werden.
Doch wer möchte sich schon an ein Geschicklichkeitsspiel heran wagen, wo jegliche Lösungswege quasi auf dem Präsentierteller dargeboten werden?
Allerdings gibt es immer wieder Abschnitte in Portal 2 wo man sich vielleicht den einen oder anderen Lösungsansatz in Form eines Tipps hätte wünschen können.

Vielleicht hätte man dies durch eine zeitliche Vorgabe in das Spiel integrieren können, wodurch man nach einer gewissen Zeit auf eine Hilfe hätte zugreifen können, aber nicht müssen. Das wäre vielleicht noch eine sinnvolle Funktion gewesen, um frustrierende Momente nicht auf dem Gipfel enden zu lassen. Schlussendlich kann man jedoch behaupten, dass man ohne Hilfe auch stets selber an sein Ziel gekommen ist.

Wunderschön inszeniert wurden die Testkammern selber, in denen man sich den größten Teil des Spieles bewegt. Allerdings wurde auch für die gewisse Abwechslung gesorgt, denn man bewegt sich nicht nur in den tristen Sonnenabweisenden Gemäuern, sondern bewegt sich gelegentlich ebenso durch freie Areale. Flucht- und Geschicklichkeitssequenzen sowie diverse Bosskämpfe runden die Abwechslung zudem noch ab, der Spieler kann sich somit auf einiges gefasst machen und natürlich auch freuen!

Begleitet wird man in seinem Abenteuer durch einen charismatischen Roboter „Wheatley“. Dieser weiß ganz genau, wie man mit Situationskomik umgehen muss und sorgt neben der rätselhaften Atmosphäre für die gewisse Abwechslung.
Besonders bei dem hacken von Türen ist Wheatley schüchtern angehaucht und bittet den Spieler stets darum, sich umzudrehen, wenn er eine solche Aktion vorhat. Dieser Bitte sollte man an diesen Stellen auch entgegen kommen, da er es wirklich ernst meint und vorher keinen Finger krümmt, um das voranschreiten zu an gewissen Stellen zu ermöglichen.
Das Abenteuer mit dem lustigen Roboter wird stets durch humorvolle Kommentare abgerundet und lockert die Situation im Allgemeinen doch sehr auf.
Besonders in der deutschen Version dürfte euch die Stimme sehr bekannt vorkommen, denn der Synchronsprecher von Brad Pitt hat sich seiner Rolle angenommen und verkörpert ihn in dem Abenteuer von Portal 2. Vielleicht macht auch gerade diese, aus vielen Filmen vertraute Stimme, so Charismatisch und verleit ihm zusätzlich einen humorvollen Touch.

Neben Wheatley stößt man in Portal 2 auch auf einen weiteren Computer mit dem Namen GlaDOS. Dieser wird durch eine weibliche Stimme verkörpert und führt den Spieler schon kurz nach Beginn durch die Laborkomplexe.

Man merkt allerdings direkt von Anfang an, dass die Stimmung zwischen Protagonist und dem Computer ein wenig angespannt ist. Durch diverse Kommentare versucht dieser den Spieler ein wenig zu demoralisieren, in dem dieser beispielsweise auf das Übergewicht der Hauptperson anspricht. Da man in Portal 2 eine Frau spielt dürfte wohl schnell klar sein, dass gerade die Frauenwelt nicht sehr angetan sein wird von solchen Sprüchen.

Was geschieht nach der Kampagne? Ist man gezwungen erneut ins Abenteuer zu steigen, oder ist ein Mehrspielervergnügen bei einem Geschicklichkeitsspiel überhaupt möglich, werden sich sicherlich einige Spieler fragen. Gerade an dieser Stelle kann ich nur versichern, dass der Multiplayer Part einiges für die Spieler zu bieten hat. Denn Mittels des kooperativen Modus kann man in die Rolle der Roboter P-Body und Atlas schlüpfen und sich durch die durchtüftelten Areale kämpfen.
Via Splitscreen oder Online kann man sich dann in ein neues Abenteuer mit Freunden oder Fremden stürzen und sich in den 20 separaten Levels förmlich austoben.

Im kooperativen Modus spielt die Zusammenarbeit eine große Rolle, denn die Rätsel wurden komplexer aufgebaut und an gewissen Stellen ist das richtige Timing für den Erfolg enorm wichtig und ausschlaggebend.
Agiert man nicht über Headset oder ähnliches stoßen vielleicht einige Gamer an ihre persönlichen Grenzen, aber das Gestensystem versucht gerade diese Spieler aufzufangen. So kann man bequem gewisse Stellen mit einem Symbol markieren, um seinem Mitspieler anzuzeigen auf was er sich konzentrieren soll. Beispielsweise um einen Würfel an der Stelle zu fangen oder das er einen Schalter dort umzulegen hat. Gerade diese optische Unterstützung verhilft vielen Mehrspielerpartien zu dem gewünschten Erfolg.

Mit der Zeit kann man immer mehr Gesten in diesem Modus Freischalten, so dass man früher oder später sogar die Möglichkeit bekommt, mit seinem Partner eine beruhigende Runde Schnick-Schnack-Schnuck zu spielen. Vielleicht wurde dies aber auch in das Spiel integriert, um Streitigkeiten der Rätsel an gewissen Stellen entgegen zu kommen, wenn beide Spieler eine Sache erledigen wollen und sich keiner dafür bereit stellt den „lästigen Part“ zu übernehmen. Jedenfalls auch eine sinnvolle Funktion, gerade wenn man sich nicht immer mit seinem Mitspieler auf einer Wellenlänge bewegt.

Wundervoll integriert wurde auch der Gegenspieler GlaDOS in den Mehrspieler. Dieser versucht stets seine Kommentare abzulassen, um Spieler gegeneinander aufzuhetzen und merkt stets an, dass nur einer der beiden etwas zu dem Erfolg beitragen würde.

 

 

Systemvoraussetzungen

 

  • PS III

 

 

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Post Author: Admin

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