The Clone Wars

df964c749e0051bb29e04d4d3fb284c3Zahlreiche Star Wars Abenteuer durften bereits bestritten werden auf diversen Konsolen. Irgendwie scheint der Hype um Star Wars nicht abzuklingen, selbst nach Jahrzehnten nicht. Activision versucht sich nun in einem weiteren Lego Star Wars Abenteuer, um hierbei ein wenig Abwechslung mit Witz zu vereinbaren. Ob ihnen dies gelungen ist erfahrt ihr bei uns.

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Kenner des Star Wars Saga dürften wohl vertraut mit der Story sein und man durchlebt quasi die Abenteuer des Filmes. Bei der Lego Version von Star Wars selber wird allerdings nicht auf die Ernsthaftigkeit jeglicher Situationen gesetzt, sondern diese werden eher witzig dargestellt. Beispielsweise wird die Liebe von Anakin und Padme nicht großartig geheim gehalten, wie sie eigentlich im Film dargestellt wird, sondern diese gehen eher sehr offen damit um, so dass diese selbst in extremen Situationen miteinander turteln und es scheinbar keinen interessiert, dass dies bereits der Weg zur dunklen Seite der Macht für Anakin Skywalker zu scheinen mag.

Zu Beginn des Spieles findet man sich in der Arena wieder, wo bereits Obi-Wan Kenobi gefangen genommen wurde. Diese Szene dürfte wohl bekannt sein unter den Star Wars Fans unter der Spielergemeinde. In den Zuschauerrängen tummeln sich lauter Lego-animierter Figuren, welche jubelnd mit Eis eine spannende Hinrichtung der Jedis erwarten.

Anscheinend spielt hierbei die leckere Süßspeise eine große Rolle, denn selbst in den VIP-Rängen wird diese dort verspeist und spielt selbst im weitern Spielverlauf noch die ein oder andere kleine Nebenrolle.
Witzig ist die Idee in jedem Falle, obwohl dies die Dramatik der eigentlichen Situation ein wenig ins lächerliche zieht. Aber ich denke wohl, dass gerade dies von den Entwicklern auch so gewollt wurde. Es ist einfach eine andere Art den Spielern wieder Star Wars im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen.

Die Umgebung, sowie die Charaktere selber, sind logischerweise in einem Lego ähnlichem Stil gehalten und jegliche Objekte, welche man vernichtet, enden in einer Vielzahl von kleinen Bausteinen, welche es aufzusammeln gilt. Dazu aber später mehr.
Gerade in der Anfangsequenz gilt es größere Tiere zu erlegen. Um dies erst einmal bewerkstelligen zu können muss man sich zum Beispiel auf die Beine konzentrieren, welche als Bausteine dargestellt wurden. Wundervoll ist es hier einfach zu betrachten, dass die Beine in Bausteine zerfallen, sobald man diese vom Körper des Feindes abgetrennt hat.
Die Zwischensequenzen selber sind auch Widerrum witzig gestaltet. Eine Sprachausgabe gibt es nicht. So unterhalten sich die kleinen Männchen eher mit Gestiken und witzigem Gebrumme. Erinnert vielleicht schon ein wenig an die Sims Reihe, obwohl diese, für ihren unverständlichen Akzent wohl eher auch unverständlich klingen.

Da die Sprachausgabe wohl eher wegfällt agieren die einzelnen Charaktere in den Sequenzen selber ein wenig übertrieben, damit man die einzelnen Situationen auch verstehen kann. Gerade diese extremen Darstellungen lassen diese Zwischenparts in humorvolle Momente verwandeln. Man kann sich also gemütlich nach getaner Arbeit zurücklehnen und diese einfach voll und ganz genießen.
Nach der einführenden Sequenz landet man in einem Raumschiff, welches wohl als Basis dienen soll, von dem aus jegliche Missionen gestartet werden. Dort kann man sich anfangs nur in der Kommandostation austoben und sich seine Missionskonsole mit Legosteinen zusammen bauen. Ist dies geschehen, so kann man sich seine nächsten Ziele anschauen und auswählen. Bei gewissen Missionen schaltet man nach und nach weitere Charaktere frei, mit denen man in diversen Missionen und auch auf dem Kommandoschiff selber ihre Fähigkeiten nutzen kann. So schlüpfen kleinere Charaktere, wie zum Beispiel Yoda, durch enge Gassen und können dort gewisse Dinge frei schalten oder aufsammeln.

Nach erfolgreich bestandenen Missionen erhält man gewisse goldene Legosteine, mit denen man auf seinem Kommandoschiff selber weitere Areale frei schaltet. So hat man bereits nach den ersten Missionen die Möglichkeit das Schiff außerhalb der Brücke zu erkunden.

Nun zu den Bausteinen selber, welche man während seiner Abenteuer einsammeln kann. Diese werden nach jeder Mission auf einem Konto gesammelt und dienen quasi als eine Art Währung auf dem Kommandoschiff. Dort findet man an diversen Stellen rote Legosteine, welche stets eine andere Bedeutung haben.
Hier kann man beispielsweise 125.000 eingesammelte Legosteinchen investieren, um einen Detektor für rote Steine zu erwerben. Dies ist einer der vielen roten Steine, welche jeweils eine andere Funktion nach dem Kauf mit sich bringen können. Dies soll neben den einzelnen Missionen während der Story ein Ansporn darstellen, um noch mehr Steine einzusammeln.

Während der einzelnen Missionen stößt man immer auf Situationen, in denen man auf die Fähigkeiten mehrerer Charaktere zurückgreifen muss. So startet man stets in einem kleinen Trupp und kann beliebig die Steuerung zwischen den einzelnen Charakteren wechseln, um Schalter umzusetzen, höher springen oder Gegenstände mit der Macht bewegen zu können. Daher kann man keine Missionen mit nur einem Charakter erfolgreich bewerkstelligen, sondern muss stets auf die Fähigkeiten jeglicher Leute zurückgreifen, mit denen man die Mission angetreten hat.
Wunderbar geregelt wurde auch der Mehrspielerspaß. Man ist selbst in der Kampagne selber nicht nur auf sich alleine gestellt. Zu jeder Zeit im Spiel hat man die Möglichkeit einen weiteren Spieler mit einem zweiten Controller anzumelden um mit ins Abenteuer einsteigen zu können.

Befinden sich beide Spieler gerade nebeneinander, so spielt man auf einem Bildschirm. Man kann aber ebenso bequem das Sichtfenster verlassen, so dass sich der Bildschirm in einen Splitscreen verwandelt. Dies wirkt allerdings dennoch nicht unübersichtlich, weil gerade der Splitscreen variabel erscheint. Bewegt man sich also rechts aus dem Bildschirm, so erscheint man auf einem separaten Bildschirm auf der rechten Seite. Je nach Aufenthalt der beiden Spieler verschiebt sich dieser so, dass auf einmal einem Spieler der obere Teil des Bildschirmes dient.

Gerade dieser variable Splitscreen ist lustig gestaltet und setzt sich ein wenig von der Konkurrenz ab, wo es nur einen feststehenden gibt.
An gewissen Parts des Spieles gelangt man ebenso genau auf Stellen, in denen es zwei Lösungswege gibt. Beispielsweise läuft ein Bösewicht durch die eine Tür, während ein anderer Roboter versucht, mit einem Gegenstand durch die andere Tür zu verschwinden. Gerade mit zwei Spielern und der Funktion des Splitscreens dürfte dies kein Problem darstellen. So schlägt jeder Spieler einen eigenen Weg ein, so dass die Story beider Spieler quasi parallel nebeneinander verläuft, ohne dass man sich über den Weg laufen kann.

Sollte einer der beiden Spieler an einer solchen Stelle schneller mit seinem Part fertig sein, so wird dieser automatisch zum anderen Spieler verfrachtet und hilft diesem bei seinem Part an Ort und Stelle weiter aus.
Durchlebt man solche Parts des Spieles ohne einen weiteren Freund, so muss man zuerst den einen Weg erfolgreich einschlagen, bevor man sich dann um die alternative Route kümmern kann.
An manchen Stellen gelangt man ebenso in Situationen, wo bei dem einen Weg erst ein Schalter umgesetzt werden muss, bevor man bei dem anderen Weg weiterkommen kann. Dieser kann jedoch auch hinter einem Kraftfeld versteckt sein, welcher Widerrum der Charakter auf der anderen Route erst deaktivieren muss.
Gerade solche Momente bereichern das Spiel und sorgen für die gewisse Abwechslung.

Neben den normalen Missionen hat man ebenso die Möglichkeit auf Schlachten zurück zu greifen, in denen es darum geht mit seiner Streitmacht gegnerische Gebäude zu vernichten und seine gleichzeitig zu verteidigen.
Mit diesem Modus wurden strategische Elemente in das Spiel integriert. Man muss nun, ausgehend von seinen Stützpunkten, vorrücken und die gegnerischen Stellungen attackieren und ausschalten. Hierbei hat man die Möglichkeit diverse Gebäude zu erstellen, welche mit eingesammelten Legosteinen erbaut werden können. Diese fallen allerdings auch sehr vielseitig aus, denn neben Verteidigungsgebäuden kann man Luftunterstützung anfordern. Mit dieser Funktion schafft man schwere Geschütze wie Panzer auf die Karte und kann sich mit diesen Fortbewegen. Manche gegnerische Gebäude sind somit in silberner oder goldener Farbe unterlegt, so dass man, um diese zu vernichten, auf gewisse Einheiten zurückgreifen muss. Neben den Fahrzeugen kann man zudem Baracken errichten, welche Divisionen produzieren. Diese kann man im Spiel mit einem Klonkrieger zu seinen Zielen dirigieren, so dass diese bequem für den Spieler die Arbeit verrichten können.

Gerade dieser Spielmodus sorgt für die gewisse Abwechslung neben den standardmäßigen Missionen und bringt strategische Elemente in die Lego Schlacht mit ein.
Zu bemängeln hat man jedoch in gewissem Maß die fehlende Spieltiefe gerade im Umgang mit der Macht selber, welche in der Star Wars Saga stets eine große Rolle gespielt hat. Man kann zwar fröhlich mit seinem Lichtschwer umher wirbeln, kann allerdings nur Dinge mit der Macht verschieben oder auf Gegner schleudern. An keiner Stelle hat man eine Funktion über weitere Jedifähigkeiten, wie zum Beispiel der Kraft der Blitze oder ähnlicher. Warum gerade bei diesem Element an Tiefe gespart wurde kann ich mir leider nicht beantworten.

Neben der doch sehr lustig und detailreich strukturierten Umgebungen und der gut ausfallenden Grafik spielt die musikalische Untermalung eine große Rolle. Wie in diversen anderen Titeln wird diese prunkvoll in das Spiel integriert und passt zu jeglichen Situationen. Selbst auf dem Kommandoraumschiff wird man im Aufzug selber mit lustigen Klängen des Imperiums belohnt.
Auch die Soundeffekte selber wurden gut in das Spiel integriert, so dass man neben den typischen Lichtschwertgeräuschen mit Explosionen und Lasergewehrgeräuschen in seinen Schlachten Soundtechnisch stets an Star Wars erinnert wird.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • PS III

 

 

 

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Post Author: Admin

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