Warhammer 40.000 Space Marine

e519d0589de8871b58d49e16c121a1b2Relic Entertainment hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass diese ein würdiges Spiel zum Warhammer Universum kreieren können. Mit Dawn of War konnten sich Spieler erstmals in ein Strategie-Abenteuer stürzen und ihr strategisches Geschick beweisen. Mit Warhammer 40.000 Space Marine versucht das kanadische Entwicklerteam nun mehr Action an die heimischen Konsolen zu bringen. Ob diese an die Erfolge des Strategie-Epos anknüpfen können erfahrt ihr bei uns.

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Die Menschheit befindet sich am Rande der Auslöschung

Warhammer 40.000 Space Marine führt den Spieler tief in das Warhammer Universum hinein, in welcher sich die Menschheit in einem bereits ewig andauernden Krieg befindet.

 

Die Fabrikwelt Graia steht nun eine Invasion von Orks bevor und die Produktionsstädte dort ist zu Wichtig, um diesen Planeten einfach aufgeben zu können.

Um also einen Verlust an wichtigem Kriegsmaterial präventiv entgegen zu kommen wurde eine Spezialeinheit, die Ultra Space Marines, damit beauftragt diesen Planeten bei gewissen Schlüsselpositionen vor den Invasoren zu verteidigen, bis Verstärkung der imperialen Armee eintrifft.

 

Getreu dem Motto „Nur im Tod endet der Dienst“ schlüpft man nun in die Rolle von Captain Titus, welcher mit einem recht überschaubaren Trupp von Space Marines versucht auf dem Planeten zu landen, um sich dort um die ungeladenen Gäste zu kümmern.

 

Mit einer Hollywoodreifen Introsequenz wird dem Spieler diese Geschichte kurz geschildert und man wird sich ziemlich schnell ein Bild davon machen können, welche Zustände bereits jetzt schon, kurz nach der Invasion selber, auf dem Planeten herrschen.

Die Infrastruktur des Planeten ist nur noch zu erahnen und man sieht bereits viele zerstörte Abschnitte, wo man sich nur noch durch Ruinen voran kämpfen kann.

 

Wer steigt nicht gerne in ein Abenteuer ein, wo das Überleben der Menschheit davon abhängt, ob man erfolgreich seine Mission erreicht oder nicht. Aber gerade dies deutet auf die Zustände im 41. Jahrhundert hin, in welcher sich die Menschheit befindet.
Orks, überall sind nur Orks

Bereits der Weg auf die Planetenoberfläche selber erweist sich Schwieriger als erwartet. Überall stößt man auf gegnerische Flugzeuge, welche die Marines durch Beschuss versuchen vom landen abzuhalten.

Da der Protagonist Captain Titus nicht gerne Däumchen dreht, greift dieser selber ins Geschehen ein und entscheidet sich dafür einfach ein Invasoren-Raumschiff zur Landung zu bewegen und stürzt sich mit einem waghalsigen Sprung aus dem Landeschiff in die ungewisse Tiefe und erreicht sein vorgesehenes Ziel, ein Invasoren-Raumschiff.

 

Dort angekommen übernimmt der Spieler erstmals das Spielgeschehen und bekommt nur die nötigsten Informationen in Form eines kurzen Text-Tutorials.

Man versucht mit dieser recht kurz ausfallenden Einführung in das Spiel wohl den Spieler nicht davon abzuhalten, sich direkt gegen Massen an Gegnern zu stürzen. Hierbei bekommt man einen relativ schnellen Eindruck davon, auf wie viel Action das Spiel aufgebaut ist und tatsächlich basiert. Gerade die ersten Nahkampfaktionen erinnern sehr stark an das Gameplay von God of War, wobei die Interaktionen mit den einzelnen Gegnern weitaus nicht so Detaillieb dargestellt werden, wie bei dem 3rd Person Epos selber.

 
Im Krieg gibt es keine unschuldigen Opfer

Warhammer 40.000 Space Marine wird aus der 3rd-Person Perspektive gespielt und ist eine Mischung aus brachialem Nahkämpfen und weniger taktischen Fernkampfmöglichkeiten.

Gerade der Nahkampf erinnert sehr stark an das Epos God of War, da man gerade hier weniger auf die subtile Art des Tötens zurückgreifen wird.

Mit gefühlter Lässigkeit stürzt sich der Protagonist in die Nahkämpfe als ob es keinen Morgen mehr geben würde. Vielleicht ist dieser Eindruck nicht so verkehrt in Hinblick darauf, was auf der Oberfläche noch auf den Spieler warten wird.

Geschützt wird der Ultra Space Marine von einem Schutzschild, welcher zur Sonderausstattung von dem prächtig wirkenden Anzug gehört. Ist der Schutzschild erstmal angeschlagen wird jeglicher Schaden von der Lebensenergie selber abgezogen.

Wird es den Spieler an manchen Stellen zu brisant, so sollte man für eine gewisse Zeit in Deckung gehen, denn dann erholt sich erst der besagte Schutzschild wieder und man kann sich erneut in seinen nächsten Kampf stürzen.

Ist die Lebensenergie selber erst einmal angeschlagen sollte man sich nicht gleich aus dem Kampf zurückziehen, da man nicht in den Genuss von einem Medipack kommen wird.

Die Regeneration dieser Energieleiste selber funktioniert nur, in dem man mit seinen Gegnern interagiert und Exekutionen vollzieht.

Töten wie am Fließband

Da man sich eigentlich in einem permanenten Kampfzustand befindet hätte man sowieso keine Zeit sich selber zu verarzten. Daher haben die Entwickler wohl versucht Abhilfe zu schaffen und die Regeneration mit dem Kampf selber verknüpft.

Führt man somit Exekutionen an einzelnen Gegnern durch, so steigt die Gesundheit wieder. Im Grunde genommen scheint dieses Problem gut gelöst zu sein, um vielleicht langweiligen Parts ohne Kämpfen entgegen zu wirken, doch dennoch stößt man gerade bei dieser Möglichkeit öfters auf ein anderes Problem. Denn bei dieser Aktion folgt gleich ein automatisierter Videoablauf, welcher dem Kampf selber nette Animationen bieten soll.

 

Die Animationen selber werden hierbei zwar sehr anschaulich dargestellt, allerdings ist man zu dieser Zeit noch angreifbar und kommt des Öfteren bei solchen Aktionen mit weniger Lebensenergie hinaus als man es sich eigentlich gewünscht hätte.

Da die Gegner in Massen auftauchen wird man wohl eher selten in den Genuss kommen sich mit einem in eine ruhige Ecke zu verziehen und diesen dort in aller Ruhe hinzurichten.

 

Eine Frage kommt einem direkt in den Sinn, warum haben die Entwickler eine solche Regenerationsmöglichkeit in das Spiel integriert, wenn es doch so viele Nachteile mit sich bringt. Man ist permanent unter Dauerbeschuss und muss sich mit Massen herum plagen, wobei man früher oder später wieder Energie benötigen wird, aber nicht wirklich immer in den Genuss kommen kann.

Teamplay fällt mager aus

Im Warhammer Universum agieren die Ultra Space Marines in kleineren Teams, um die Effizienz der Mission so hoch wie möglich zu halten.

Soweit zumindest in der Theorie, die Praxis im Spielgeschehen selber fällt meist dann doch etwas anders aus. Man kann als Oberhaupt des Teams zum Beispiel leider keine Befehle erteilen, um erfolgreicher aus gewissen Situationen heraus zu kommen. Viel lieber irren diese irgendwo auf dem Schlachtfeld umher, so dass man quasi auf sich selber gestellt ist inmitten von Massen an gegnerischen Orks. Man bekommt zudem auch nicht wirklich Deckung der Teammitglieder, es wird somit eher zu einer One-Man-Show.

Vielleicht erwarte ich von einem Spezialtrupp gerade mehr Spieltiefe, da eigentlich alle im selben Boot sitzen. Falls man in solchen Situationen dann doch nicht lebend aus dem Kampf hinausgehen sollte erklingen nur rechthaberische Sprüche wie „Nur im Tod endet der Dienst“, bevor die Sequenz erneut geladen wird.

 

Soweit zu der künstlichen Intelligenz in den eigenen Reihen, wie sieht es allerdings mit dem gegnerischem Taktgefühl aus? Ein kleiner Trost dürfte hierbei vielleicht sein, dass auf der anderen Seite ebenso mit wegen Taktik agiert wird.

Somit stürzen sich die Massen an Orks lediglich geradlinig in den Kampf ohne Angst vor Verlusten. Selber die Fernkämpfer agieren weder aus einer Deckung heraus, noch kennen diese die Bedeutung von Hinterhalten oder ähnliches. Punkten tun die Orks lediglich mit ihrer Überzahl, dass war es dann auch schon.

Greift man Gegner aus der Ferne an, so kennen diese lediglich nur einen Ausfallsschritt, um dem Kugelhagel des Spielers aus dem Weg zu gehen. Ob das mit dem mangelnden Überlebenswillen dieser Rasse zu tun hat weiß ich allerdings nicht. Fakt ist aber, dass über diese Bewegung hinaus keinerlei anderer Interaktionen zu erwarten sind.

Vielleicht wollte man hiermit lediglich die brachiale Vorgehensweise der Orks besser charakterisieren, aber leider wurde zu diesem Thema seitens der Entwickler keine Stellung genommen.

Kampagne beendet.. was nun?

Bis zu 16 Spieler können sich nun in dem Mehrspieler-Part austoben, welcher allerdings sehr beschränkt mitgeliefert wurde. Es gibt nur zwei verschiedene Modi, welche klassischer nicht hätten sein können. Neben der üblichen Deathmatch Variante versucht man die Spieler noch mit einer Eroberung bei Laune zu halten. Bei diesem geht es lediglich darum gewisse Knotenpunkte zu erobern oder zu halten.

 

Natürlich kann man sich bei dem Multiplayer-Part nicht nur auf die Seiten der Space Marines schlagen, sondern auch auf diese der Chaos-Gegenspieler.

Jede Rasse beinhaltet drei verschiedene Klassen, welche Nahkampfexperten, Spezialisten für die schweren Geschütze sowie Allrounder sind.

Via Erfahrungssystem steigt man nach diversen Matches im Rang auf und verbessert somit gleichzeitig noch seine Fertigkeiten. Beispielsweise regeneriert sich somit das eigene Schutzschild schneller, was sehr hilfreich sein könnte.

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