Assassin’s Creed: Revelations

1be7e95413439521f775eb49663279ebEin Jahr ist vergangen und Ubisoft veröffentlicht gewohnheitsgemäß den nächsten Teil der Assassin‘s Creed Serie. Kann sich Revelations im Gegensatz zu seinem gelungenen Vorgänger Brotherhood noch einmal steigern oder bietet der neueste Ableger der Serie um den Assassinen Ezio nur aufgewärmte Kost? Kann die spannende Geschichte auf hohem Niveau weiter gesponnen werden? Die Fragen hierauf gibt es, wie gewohnt, in unserem ausführlichen Testbericht.

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Die packende Geschichte geht weiter

Assassin‘s Creed: Revelations setzt geschichtlich direkt nach dem Abschluss von Assassin‘s Creed: Brootherhood an. Dem Kenner der Serie fällt als erstes auf, dass sich die Protagonisten vom Aussehen her doch stark vom bisher gewohnten Erscheinungsbild unterscheiden. Dies baut direkt zu Beginn eine hohe Spannung auf. Wie ist es zu diesen Veränderungen gekommen? Was hat das alles zu bedeuten? Im Laufe der etwa 16-stündigen Spielzeit werden die einen oder anderen Hinweise gegeben, auf die in diesem Test aber nicht näher eingegangen werden soll.

Der gealterte Ezio ist weiterhin bestrebt die Geheimnisse aufzudecken, die hinter dem Krieg zwischen den Assassinen und Templern steht. Das Spiel beginnt in einer digitalen Welt, dem Animus, in dem Desmond im Koma gefangen ist. Im Laufe des Abenteuers bietet die Insel immer neue Zugänge zu Erinnerungen, die in Vergessenheit geraten sind. In Laufe des Abenteuers muss sich der Spieler also die Erinnerung von Desmond erarbeiten. Das bietet dem Entwickler erzähltechnisch durch Zeitsprünge eine besonders gute Möglichkeit die Geschichte spannend weiterzuführen. So werden auch einige ältere Erzählstränge aus vorhergegangenen Teilen wieder aufgenommen und weitergeführt, z.B. die Geschichte um Altair.

Die größte Zeit verbringt der Spieler jedoch in Gestalt von Ezio, der in Konstantinopel einige Abenteuer zu bestehen hat bis der Abspann über den Bildschirm flimmert. 

Gewohnte spielerische Qualitäten

Im neuesten Ableger der Assassin‘s Creed Serie fühlt sich der Spieler sofort heimisch. Ezio bewegt sich gewohnt elegant durch die Spielwelt. Es muss auch hier wieder geklettert, geschlichen, gesprungen und getötet werden. Innovationen halten sich in Grenzen, sind aber auch nicht unbedingt notwendig. Trotzdem gibt es die eine oder andere Kleinigkeit, die ihr Debut feiert. So kann Ezio im neuesten Ableger einen Greifhaken einsetzen um sich auf besonders hohe Mauervorsprünge zu ziehen.

Hauptsächlich geht es darum fünf Schlüssel in seinen Besitz zu bringen, der den Zugang zu einem mächtigen Artefakt ermöglichen soll durch welches der Bruderschaftskrieg ein Ende finden könnte. Auf dem Weg zu diesem Ziel muss Ezio Aufträge erledigen und Stadtviertel in Konstantinopel erobern. In Revelations kommt hier eine kleine Neuerung zum tragen. So sind die Anführer der von Templern besetzen Gebiete nun nicht mehr direkt bekannt und müssen erst einmal entdeckt werden. Diese Neuerung sorgt für etwas mehr Spannung im Spielverlauf. Ist ein Anführer gefallen, wird der Stadtteil von den Assassinen übernommen und es können neue Assassinen rekrutiert werden. Diese wiederum können bei Bedarf in den eigentlichen Missionen zur Unterstützung herbeigerufen werden.

Kontern um zu gewinnen
Auch beim Kampfsystem bleibt es bei altbewährtem. Es bringt keine Vorteile den Gegner (der oft in der zahlenmäßigen Übermacht erscheint) mit Schlägen einzudecken. Vielmehr kommt es auf richtiges Timing für den Konterangriff an. Im Spielverlauf stellt sich dies folgendermaßen dar: Man verhält sich passiv, bis der Gegner zu einem Angriff ansetzt und setzt dann zu einem Konter an. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gehen diese Konter leider viel zu leicht von der Hand, was den einzelnen Kämpfen viel Dramatik nimmt. Egal wie groß die Übermacht auch scheint: Ezio kommt so mit jeder Gegnerhorde zurecht. Dadurch wird leider auch oft der Reiz genommen sich schleichend fortzubewegen und den Gegner lautlos zu töten.
Spielerische Neuerungen werden in Assassin‘s Creed: Revelation zudem durch den Einsatz von Bomben geboten. Die Sprengkörper können durch verschiedene Materialien zusammengesetzt werden, die die Eigenschaften bestimmen. Manche Bomben explodieren so z.B. nicht direkt nach dem Aufprall sondern zeitverzögert. Andere Bomben sollen nur für notwendige Ablenkung unter den Gegnern sorgen, indem sie möglichst laut explodieren. 
Leider sind die Kämpfe mit der eingangs erwähnten Vorgehensweise so einfach zu bestehen, dass sich der Einsatz der Bomben nur in den seltensten Fällen lohnt. Hier hätte man sich gewünscht, dass dieses interessante spielerische Mittel mehr in den Vordergrund gerückt worden wäre.

Technik auf gewohnt hohem Niveau
Auch auf der technischen Seite hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel getan, aber das war auch nicht notwendig! Die Umgebung ist auf vergleichbarem Niveau des Vorgängers mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Die verschiedenen Stadtteile wirken sehr plastisch und werden durch herumlaufende Menschen bewohnt. So wirkt Konstantinopel sehr glaubwürdig. Etwas verbessert wirken hingegen die Gesichtstexturen der Protagonisten.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3

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