Need for Speed: The Run

2bf03dda15bc2e9e0fb79f98e5370c59Die Need for Speed Reihe hat bereits in den 90er Jahren erstmals ihre Wurzeln in den Rennspiel-Himmel geschlagen und Electronic Arts sorgte seitdem in regelmäßigen Abständen für diverse Nachfolgertitel.

Need for Speed: The Run ist nun der aktuellste Titel der in letzter Zeit nicht mehr so erfolgreichen Rennspiel-Reihe. Ob der aktuelle Titel wieder an alte Erfolge anknüpfen kann oder nicht, dass erfahrt ihr bei uns.

usk_12

In dem aktuellsten Teil der Need for Speed Reihe schlüpft man in die Rolle des Protagonisten „Jack Rourke“.
Dieser selber stellt einen der besten Fahrer an der Westküste Amerikas dar und hat aufgrund seiner Arroganz sowie Überheblichkeit einen großen Schuldenberg aufgebaut, welchem er wohl seit geraumer Zeit nicht mehr gewachsen ist. Dementsprechend haben einige Personen eine gewisse Abneigung gegen ihn aufgebracht, welche sogar so weit reicht, dass auf Jack ein Kopfgeld ausgesetzt wurde.
 
Soweit zu der einleitenden Story über den Protagonisten selber. Bereits die erste Zwischensequenz thematisiert das Problem der Schulden und man findet sich gefesselt in einem Auto wieder, welches sich gerade auf dem Weg in die Müllpresse befindet.
Natürlich schafft man es sich aus dieser brenzlichen Situation zu befreien und versucht mithilfe des nächstgelegenen Autos zu fliehen.
 
Ohne ein Tutorial befindet man sich nun hinter dem Steuer eines Sportwagens und versucht nun seinen Kidnappern zu entkommen. Komischerweise weiß man allerdings sofort, welche Taste für das Gas steht und versucht nun in einer action geladenen Verfolgungsjagd, in welcher man nicht nur abgedrängt wird, sondern auch beschossen wird, zu entkommen.
 
Nach der sehr rasanten Einleitung knüpft Jack bereits erste Kontakte mit einer alten Freundin, Sam, welche ihm versucht zu helfen. Natürlich auch nur unter einer Bedingung, wenn man für diese Dame ein Rennen mit dem Namen „The Run“ gewinnt. Sie investiert quasi in ihn und verspricht ihm dafür einen Anteil an der Gewinnsumme, um seine Schuldner besänftigen zu können.
Welche Wahl hat der Spieler wohl an dieser Stelle? Natürlich keine! Man muss also der Dame vertrauen und sich direkt in den nächsten Wagen setzen, da das Rennen schon bald beginnen wird.
 
Zumindest hat man an dieser Stelle im Spiel nicht die Qual der Wahl sich nach Rennen umschauen zu müssen. Daher spielt sich die Story eher geradlinig ab, da es zu keiner Zeit eine Auswahlmöglichkeit geben wird. Aber man möchte nicht direkt zu Beginn eines Spieles über eventuell fehlende Auswahlmöglichkeiten klagen.
 
Die Zwischensequenzen selber sind wirklich gut inszeniert und besitzen teilweise sogar einen Kinoreifen Charme. Aber man muss dazu sagen, dass es bei aktuellen Spielen fast sowieso schon eine Norm ist, solche Sequenzen möglichst actionreich zu inszenieren, um die Spielergemeinde überhaupt noch begeistern zu können.
 
Logischerweise befindet man sich die komplette Zeit des Spieles hinter dem Steuer des ausgewählten Fahrzeuges. Allerdings fällt die Auswahl der Kameraführung selber recht rar aus, da man sich nur zwischen drei Ansichten entscheiden kann.
Neben der klassischen Außenansicht hat man nur noch die Wahl zwischen einer Stoßstangen- und Motorhaubenansicht. Ganz weg fällt, komischerweise, die Cockpitansicht selber, welche vielleicht für mehr Realismus hätte sorgen können. Gerade bei einer Rennsimulation finde ich es Wichtig, gerade eine solche Ansicht anzubieten, da gerade hierbei viele Details im Cockpit selber für mehr Feeling sorgen können.
Fraglich ist dies zudem, da solche Ansichtsmöglichkeiten bereits in älteren Teilen der Reihe zur Auswahl standen und keine Neuerung dargestellt hätten.
 
Neben der Spielansicht selber stellt die Physik einer Rennsimulation einen erheblichen Teil des Spielspaßes dar.
Hierbei kommt ziemlich schnell das Gefühl auf, dass die Autos eine übernatürliche Bodennähe pflegen und kaum an Halt verlieren, fast so als würde man sich auf Schienen bewegen. Bodenwellen rücken hierbei stark in den Hintergrund, welche eine Einschränkung auf das Fahrverhalten hätten haben können. Selbst vereiste oder sandige Streckenabschnitte finden kaum eine einschränkende Beachtung.
Lediglich beim driften in scharfen Kurven kann das Auto selber ausscheren, was zu einer enormen Einbuße der Geschwindigkeit enden wird. Dieses Problem kann man jedoch recht schnell lösen, da man bereits nach kurzer Zeit ein Gefühl für solche Kurven entwickeln wird.
 
Damit die einzelnen Streckenabschnitte nicht anspruchslos und langweilig erscheinen durchfährt man auf dem Weg nach New York viele unterschiedliche Etappen. Diese führen den Spieler durch Städte, eisige oder sandige Abschnitte sowie durch schön inszenierte Berglandschaften mit dem ein oder anderen tiefen Abgrund, in welchem man abdriften könnte.
 
Da es sich um ein illegales Straßenrennen handelt ist man nicht nur mit seinen illegalen Rennkollegen alleine auf dem Asphalt, sondern muss diese mit normalen Bürgern teilen, welche mit handelsüblichen Boliden die Straßen teilweise versperren. Somit ist es ein fahrerische Geschick diesen bei hoher Geschwindigkeit auszuweichen, gerade auf den Gegenverkehr muss man in vielen Kurven acht nehmen, da man sonst relativ schnell in eine Kollision geraten könnte.
 
Was wäre ein Need for Speed Teil ohne die liebe Polizei? Genau diese findet auch wieder im aktuellen Teil ein Zuhause. Zwar wird man nicht ständig durch diese Belästigt, allerdings werden diese in manchen Streckenabschnitten eine große Rolle spielen.
In diesen Etappen gilt es dann nicht nur, den Cops zu entkommen, welche versuchen den Spieler auszubremsen oder gar von der Straße abzudrängen, sondern errichten auch Straßensperren, welche ein schwieriges Hindernis darstellen sollen.
 
Fraglich ist an dieser Stelle allerdings, warum diese lediglich gegen den Protagonisten agieren und sämtliche illegale Mitfahrer förmlich ignorieren. Hierbei hätte man sich vielleicht ein wenig mehr von der KI versprechen können, so dass es zu mehr Realismus hätte kommen können, wenn alle illegalen Fahrer gleichermaßen behandelt werden würden.
 
Neben der recht ansehnlichen Umgebung, welche man auf seinem Weg durchfährt, ist man allerdings an vorgefertigte Routen gebunden. Man kann kaum selbst erkundete Abkürzungen nehmen, um einen gewissen Vorteil im Rennen zu bekommen.
Sollte man jedoch trotzdem so dreist sein und auf eine Abkürzung zurückgreifen, so wird man sogleich damit bestraft, dass man zum letzten Checkpoint zurückversetzt wird und das Rennen von dort aus erneut wiederholen muss. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad durchfährt man allerdings weniger Checkpoints, was vielleicht zu gewissen Frustmomenten führen kann.
 
Sollte man während des Rennens von der Strecke abkommen und beispielsweise in einem Graben landen oder mit entgegenkommenden Autos kollidieren, so muss man ebenso vom letzten Checkpoint starten. Dies sorgt wenigstens für eine weitere Stufe der Realität, da man ein Auto fährt, welches nicht unzerstörbar erscheint.
Lustig erscheint dem Spieler allerdings das eigene Auto, wenn man gewisse Etappen leicht zerbeult und mit zersprungenen Scheiben gewinnt. Denn bereits in der nächsten Etappe ist dies wieder völlig repariert und erscheint Fabrikneu auf dem Asphalt. Das grenzt wohl doch schon eher an ein Wunder!
 
Viel lästiger wird dem Spieler allerdings früher oder später der Ladebildschirm werden, wenn man des Öfteren an seine Grenzen stößt und gewisse Abschnitte das ein oder andere Mal wiederholen muss. Diese fallen teilweise ungewöhnlich lang aus und können zudem für weitere Frustmomente sorgen.
Der nächste anzusprechende Knapppunkt ist die Spielzeit des Einzelspielermodus selber. Obwohl dem Spieler die zu absolvierenden 3000Km recht viel erscheinen lassen, fallen diese bei einer Spielzeit von drei bis vier Stunden mehr als zu knapp aus.
Obwohl diese 3000km recht idyllisch und abwechslungsreich dargestellt werden, fehlt dennoch ebenso die gewisse Abwechslung der Rennarten selber.
 
Neben der klassischen Aufholjagd, in der es nur darum geht Plätze im Ranking gut zu machen findet man sich auch in Abschnitten wieder, wo man gegen die Zeit selber fahren muss. Hierbei gilt es lediglich die Checkpoint in einer gewissen Zeit zu erreichen.
 
Eine Mischung dieser beiden Rennvarianten stellt dann eine Art Kampfrennen dar. Hierbei tritt man gegen einen anderen Fahrer an, welchen man in einer vorgegebenen Zeit überholen muss. Gelingt dies dem Spieler nicht, so wird man mit einem längeren Ladebildschirm und einer Wiederholung dieser Sequenz bestraft.
 
Im Onlinemodus muss sich der Spieler mit vorgefertigten Rennen zufrieden stellen, welche durch eine ebenso kleine Auswahl an zu fahrenden Autos relativ stark beschränkt ist. Lediglich besitzt man ein Wahlrecht nach jeder Runde, welches Event in der nächsten Etappe gefahren werden soll.
Jedes Event tritt in der Regel mit drei bis fünf Strecken auf, welche gefahren werden müssen. Mitinbegriffen kann man sich auch für Muscle-Car-, Exoten-Sprint Rennen und Underground-Wettbewerbe entscheiden.
 
Damit jegliche Events nicht nur zur reinen Routine werden gibt es eine Auswahl an Herausforderungen, welche es zu schaffen gilt, um an mehr Erfahrungspunkte zu kommen. Die gewonnenen Punkte werden sofort mit dem Rangsystem verknüpft, mit welchem man logischerweise aufsteigen wird, wenn man eine gewisse Anzahl von Punkten erreicht hat.
 
Das Rangsystem selber knüpft an dem des Einzelspielermodus an. Durch das Aufsteigen kann man auf immer mehr Zusätze zurückgreifen, wie zum Beispiel Super Nitro oder die Möglichkeit den Windschatten des Vordermannes auszunutzen.
Allerdings werden die Rangsysteme im Einzelspieler- , sowie im Mehrspielermodus getrennt gehalten. So kann man auf keinerlei Solo-Erfolge Online bauen. Dafür steigt man jedoch schneller im Rang Online auf.

 

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3

154 total views, 0 views today

Print Friendly, PDF & Email

Post Author: Admin

Schreibe einen Kommentar