Conflict of Heroes: Awakening the Bear!

61mHq86jRYL._AC_UL320_SR226,320_Conflict of Heroes: Awakening the Bear! ist die Adaption des gleichnamigen und vielfach ausgezeichnetem Brettspieles.
Conflict of Heroes ist Strategiespiel auf taktischer Spielebene im Rundenmodus und spielt sich in den Anfängen des Russlandfeldzuges im 2.Weltkrieg.

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Der Massstab des Spielfeldes dürfte auf ca 50x50m Hexes basieren und die Spieleinheiten sind von Zügen abwärts zu einzelnen Soldaten bzw Fahrzeugen.
Es wird im Spiel zwischen Kampf-/Manövereinheiten und Unterstützungseinheiten unterschieden und es gibt eine große Anzahl an verschiedensten Einheiten von welchen es dann noch mls viele verschiedene Typen gibt. Im Grunde genommen gibt es Infantriezüge, Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Fahrzeuge, Maschinengewehr- und Werfergruppen, Artillerie on map sowie off map, PaK, und vieles vieles mehr. Diese Einheiten sind dann noch sehr fein abgestuft, wie zum Beispiel bei den Panzern (jede Panzer Subtype hat geringfügig andere Werte ja nach tasächlichem Panzerschutz und Bewaffnung des Panzers).

Die Landkarte ist wie bei allen heutigen Strategiespielen in ein paar grundsätzliche Typen (offen, bewaldet, sumpfig,……) eingeteilt, wobei es aber noch feinere Abstufungen gibt (Getreidefelder eignen sich gut um Infantrie zu verstecken..ist aber denoch ein offenes Panzergelände). Eines muss man aber auch im Auge behalten, das Gelände ist 3D und und oftmals mit Bunkern, Feldbefestigungen sowie Wehrhindernissen (Drahtverhaue, spanische Reiter, Minenfelder) versehen. Daraus ergibt sich, dass Aufklärung des Feldes sehr wichtig ist….möglichtst viel sehen ohne gesehen zu werden bzw ohne das man dem Feind die Möglichkeit von billigen Kills zu bieten….dies ist aber einfacher gesagt als getan. Auch der Feind nutzt das Gelände so gut er nur kann!

Das spielt funktioniert im Grunde nach den klassischen IGOUGO Regeln (zuerst bewegt sich der eine dann der andere).
Zu Beginn jedes Turns hat jede Einheit seine eigenen AP Punkte (Action Points), diese werden durch Bewegung (Änderung der Front im gleichen Feld, Bewegung in andere Felder, Angriffe, Eingraben, Verstecken, etc) aufgebraucht. In diesem Spiel ist die Spielrunde daraufaufgebaut, dass zuerst der eine dann der andere Spieler eine Aktion mit jeweils einer Einheit macht bis alle APs aufgebraucht sind, bzw ein Spieler einen oder mehrere Züge aussetzt. Dadurch sind beide Seiten massiv beschäftigt, man muss aber auch sagen, dass man die tatsächliche Rundenanzahl dadurch aus den Augen verliert. Eine Auswirkung daraus ist, dass man zwar extrem gut online aber kein PBEM spielen kann.
Bis man die Grundregeln des Spieles beherrscht ist so mancher Kampf ein Glücksfall. EinKampf wird aus etlichen Spielfaktoren berechnet (Reichweite, Sichtbarkeit, Schutz,etc) einige davon wie die richtige Aufstellungsrichtung der eigenen Einheit (Front muss zum Feind stehen) erlernt man auf die harte Tour.
Im Kampf sieht man, dass ein Brettspiel der Ursprung ist, alles wird gewürfelt…daher ist es oftmals ein bischen Glückssache, obwohl die Ausnutzung von diversen Bonus und Malus gebenden Dingen das Würfeln in die für einen besseren Richtung bringen kann.

Durch dieses Würfeln kann es passieren, dass man eine Einheit “plötzlich wie aus heiterem Himmel” verliert, eine andere Einheit durch Trommelfeuer marschiert und fast keinen Kratzer abbekommt. Zum Glück kommen solche Extremfälle aber selten vor….aber man sollte sich auf schnelle massive Verluste (zumeist durch feindliches MG, PaK oder Feldartilleriefeuer) gefasst machen. 
Um aber doch nicht immer von glücklichen Würfen abhängig zu sein gibt es Action Cards (werden hier Command Action Points genannt wenn sie jede Runde wieder zur Verfügung stehen; wenn sie nur einmalig zur Verfügung stehen sind es Actioncards). Diese Karten geben einem entweder zusätzlich APs, Zugvorteile, verhindern Gegenfeuer, simulieren Unterstützungsfeuer, halten Gegnerische Truppen nieder (= vernichten APs einer feindlichen Einheit) oder können auch zusätzliche Truppen bringen.
Das Spiel kann man in einer frei beweglichen 3D Karte oder in einer klassischen 2D Karte spielen, beides hat seine Vorteile…zumindest sollte man manchmal hin und herschlaten, da man in 3D oftmals nicht den vollen Überblick bewahrt (ist das Waldstück nun ein leicht bewaldetes und daher leicht zu durchquerendes Teil oder ist es ein richtiger Urwald??)Für ein Strategiespiel ist die 3D Qualität zwar ausreichend, aber für die Hardwareresourcen die das Spiel braucht kann ich mir hier schon mehr vorstellen und wünschen!
Auch alle Einheiten sind in 3D gut simuliert und auch animiert – manches mal aber auch sehr gut getarnt. In der 2D Ansicht sind die Einheiten als Tabletopspielecounter ersichtlich, hier gibt es auch keine überraschungen…man sieht alle sichtbaren Einheiten auf einen Blick.

Wie auch das Brettspiel ist die PC-Umsetzung auf ein schnelles Spiel aufgebaut – für kleine Szenarien braucht man 20 Minuten für die großen Szenarien können es schon 2 Stunden sein. Man darf aber durch die Spieldauer nicht auf die Tiefe des Spieles schließen – dass Spiel hat eine extreme Tiefe, welche man aber meist zu spät (durch massive taktische Fehler) bemerkt.
Man lernt bzw man erlernt ansichlogische und klare Dinge, wie zum Beispiel, dass man Infantrie nicht über das freie Feld auf MG Stellungen hetzen soll (zumindest nicht, wenn man die Truppen braucht). Man lernt auch, das ein Panzer nicht immer dafür geeignet ist eine PaK Stellung aufzureiben. Man muss das Gelände nutzen wo es immer nur geht….und wenn das Gelände nicht ausreicht muss man die Actioncards zu seinen Gunsten optimal eisetzen……trotzdem wird man bei einigen Szenarien und Spielbegegnungen ein klein wenig Glück brauchen.

Die AI ist zu Beginn ein würdiger Gegner, sobald man sich im Spiel aber auskennt fängt man an einige Fehler der Grundeinstellung der AI auszunutzen. Man kann aber die AI Skripts selbst vergeben und sich so einen härteren Gegner schaffen. Zumindest scheint die AI meist taktisch sinnvoll vorzugehen (sie wartet auf Unterstützungseinheiten und liebt Flankenschutz und Deckungsfeuer).
Für mich ist das Spiel aber derzeit mein liebstes schnelles Internetspiel (wäre als App für meinen IPad ein Wahnsinn 😀 ) erst gegen menschliche Gegner zeigt sich für mich die Tiefe dieses taktischen Spiels. Leider findet man zu wenige verschiedene Gegner, und deswegen spielt man immer wieder mit den Bekannten Namen des Forums (zumindest entstehen so neue Bekanntschaften und Freundschaften)

Dem Spiel ist auch ein Editor beigefügt mit dem man sehr vieles anstellen kann….ich bin voller Hoffnung, dass (so wie bei AT) viele neue herausfordernde Szenarien entstehen werden.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Recommended Requirements
  • OS: Windows XP SP3, Vista, 7
  • CPU: 2GHz Dual Core
  • RAM: 2GB
  • Video/Graphics: 1GB DirectX 9.0c Dedicated Video Card

 

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Post Author: Admin

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