Assassin’s Creed III

AC3_PS3_D1.indd3 Jahre nach dem zweiten Teil erscheint rechtzeitig zum Jahresende der lang erwartete dritte Teil der Assassin’s Creed Reihe. In dem folgenden Testbericht erfahrt ihr, wie sich das Spiel weiterentwickelt hat und ob sich ein Kauf lohnt.
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Wir springen ein wenig weiter in der Zeit, hin zum 18. Jahrhundert. Assassins Creed spielt über einen Zeitraum von 30 Jahren aufgeteilt in wichtige Schlüsselereignisse in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Natürlich geht es auch in diesem Teil um den Kampf der Templer gegen die Assassinen. Bevor ihr euch jedoch ins Getümmel stürzen könnt, spielt ihr ein Tutorial, in dem noch einmal alle Tasten erklärt werden. Dies ist besonders für Neueinsteiger wichtig. Hier schlüpft ihr wieder in die Rolle des altbekannten Desmond Miles, auf dessen genetischen Erinnerungen das Spiel basiert. In den ersten Missionen schlüpft ihr in die Haut von Haytham Kenway. Dieser ist nicht wie gewohnt ein Assassine, sondern gehört den Templern an. In seiner Haut macht ihr erste Bekanntschaften mit der Kolonie in Boston und bekommt einen guten Einstieg in die Story geliefert. Nach ein paar Spielsequenzen wechselt dann euer Charakter. Ihr steuert nun den Sohn Haythams, Connor Kenway. Seine Mutter war eine Ureinwohnerin und so lebt Connor in einem kleinen Dorf im Wald und hat schon früh das Jagen gelernt.  Eure Aufgabe besteht nun darin, euch zum Assassinen ausbilden zu lassen und die Pläne eures Vaters zu durchkreuzen. Zu viel sollte hier nicht verraten werden, denn die Story ist aufwendig inszeniert und wirklich spannend. Leider steigt ihr erst nach einigen Spielstunden ins Hauptgeschehen ein. Vorher werden euch alle Charaktere vorgestellt und viel drum herum erzählt.

Nachdem Enzio die ersten beiden Teile dominiert hat, bieten die neuen Charaktere eine willkommene Abwechslung. Und auch die liebevoll gestalteten Städte und die beiden Wildnis Areas bieten neue Herausforderungen. Zusätzlich zu eurer Hauptstory gibt es Massen an Nebenmissionen, die alle sehr abwechslungsreich und interesaant gestaltet sind. Zum einen könnt ihr in der Wildnis Tiere jagen oder ihr Sammelt in der Stadt veroren gegangene Notizen. Nur bei den Nebenmissionen können schon mal ein paar Stunden drauf gehen. Bei den Hauptmissionen hat sich nicht viel geändert. Ihr müsst Leute belauschen, Wachen ausschalten oder unbemerkt bestimmte Ziele erreichen. Hier lag und liegt immernoch eine Schwachstelle des Spiels. Die “Schleich-Missionen” rauben dem Spieler oftmals den Nerv, aber dazu später mehr.

Grafisch macht das Spiel wirklich einiges her. Durch das Motion Capture (menschliche Bewegungen werden erfasst und ins Spiel übertragen) sehen die Bewegungen der Figuren sehr flüssig und real aus. Außerdem sind die Städte sehr liebevoll gestaltet und auch die Abschnitte auf hoher See sind mehr als ansehnlich. Neben euren spielbaren Charakteren sind auch einige berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel George Washington, ins Spiel integriert. Die weitläufigen Areale der Steppe oder der Winterlandschaft sind ebenfalls gut gestaltet. Connor versinkt geradezu im Schnee und hinterlässt seine Spuren und auch der Nebel ist super dargestellt.
Kleine abzüge gibt es trotzdem. Wenn ihr auf einem Aussichtspunkt sitzt, seht ihr in der Ferne schonmal Objekte die nicht scharf dargestellt werden. Neben der Grafik sticht vor allem die Sprachausgabe heraus. Viele der Synchronsprecher sind sehr bekannt und dürften euch sofort auffallen. Haythem besitzt zum Beispiel die Stimme unseres neusten James Bonds und die zweite Hauptfigur Connor teilt sich seine Stimme mit Freddy Price Jr. Nicht nur deswegen macht es Spaß den Gesprächen eurer Charakter zu lauschen. Dies ist ein absoluter Pluspunkt des Spiels.

Kommen wir nun zum nächsten Hauptpunkt des Spiels; der Steuerung. Die Kampf Engine wurde noch einmal überarbeitet und ist leicht zu erlernen. Im Kampf könnt ihr Schläge abwehren, aber auch ordentlich austeilen. Komplizierter wird es allerdings, wenn ihr tiefer ins Menü müsst. Um Fallen auszuwählen oder aber Notizen durchzulesen braucht es doch schon einige Handgriffe und um bestimmte Routen einzustellen benötigt es fast schon einer seperaten Anleitung. Hier hätte man noch Abhilfe schaffen können. Nun zum zweiten Problem der Steuerung. Diese bezieht sich auf die vorher erwähnten Schleich Missionen. Beim Belauschen von Wachen müsst ihr ständig in einem vorgegebenen Radius um die Personen bleiben und dürft nicht entdeckt werden. Leider ist dies vor allem beim Laufen nicht immer einfach. Denn es passiert schon sehr oft, dass ihr auf dinge klettert, an denen ihr eigentlich vorbei laufen wolltet oder in Richtungen springt, die nicht geplant waren. Dies führt häufig dazu dass ihr entdeckt werdet und nervt nach einiger Zeit tierisch. Daran ist die Kamera nicht immer unschuldig, weil ihr oftmals nicht das ganze Gebiet im Überblick habt. Ansonsten könnt ihr die Kamera natürlich frei bewegen und auch durch einen einfachen Knopfdruck hinter euch zentrieren.

Neben der Kampagne, die natürlich den Hauptteil des Spiels ausmacht, gibt es auch noch einen Mehrspielermodus. Dieser beinhaltet 16 verschiedene Figuren, die ihr beliebig anpassen könnt. In acht verschiedenen Spielmodi tretet ihr auf 7 spielbaren Karten gegeneinander an. Dabei bringen vor allem die unterschiedlichen Wetterbedingungen immer wieder Abwechslung. Auch im Mehrspielermodus könnt ihr eine Menge Spaß haben, jedoch ist natürlich das Hauptaugenmerk auf die Kampagne gelegt. Diese ist auch nicht zu kurz geraten und durch die unzähligen Nebenmissionen kommt auch einiges an Spieldauer zusammen.

Der letzte Teil der Reihe weiß durchaus zu überzeugen und bringt mit vielen neuen Charakteren und neuen Ideen wieder mehr Abwechslung ins Spiel. Die vielen positiven Aspekte bringen einen würdigen Abschluss zustande und wird vielen Fans der Serie noch ein letztes mal Spaß und Abenteuer bringen.

 

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3

 

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