Unity of Command: Black Turn

9455e46bf97a1130234d134b06e081deSeit Dienstag den 10.12.2013 gibt es das nächste Addon für Unity of Command. Pünktlich wie die letzten Jahre bringt AGEod/Matrix/Slitherine auch diesmal kurz vor Weihnachten den nächsten Teil des „Großen Vaterländischen Krieges“ – in diesem Fall genauer den Beginn des Krieges, der unter „Fall Barbarossa“ bekannt wurde. Zwischen Weihnachtsmarkt, Weihnachtsfeier und dem Versuch die passenden Geschenke zu finden, ist Black Turn genau das Richtige um den Kopf wieder etwas frei zu bekommen.

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Das bewährte übersichtliche UI bleibt wie in den vorangegangenen Teilen erhalten. Aber inhaltlich ändert sich eine ganze Menge. Erinnern wir uns: Unity of Command begann mit der Stalingrad-Kampagne und erfuhr mit Red Turn die Fortsetzung von 1943-45. Black Turn bietet quasi das Prequel zur Schlacht um Stalingrad – genauer gesagt beginnt der Spieler den Ostfeldzug am 22.06.1941 und hat die Aufgabe, alle Ziele in den schon bekannten teilweise knapp bemessenen Runden zu erreichen. Sehr schön ist hierbei die Aufteilung der gesamten Front in die Gebiete der drei historischen Heeresgruppen HGr. Nord, Mitte und Süd. Alle in Black Turn verknüpften Szenarien gibt es auch als Einzelmissionen zu spielen. Die Etappen je einer einzelnen Heeresgruppe sind über das Szenariomenü ebenfalls wählbar. Zusätzlich enthält Black Turn als krönenden Abschluss sozusagen die Januaroffensive der Roten Armee, die mit dem Schwierigkeitsgrad „hard“ angegeben ist und dem Spieler wirklich einiges abverlangt. Auf den Einsatz der Roten Armee kann man sich im Rahmen von Black Turn durch die Moskauer Offensive vorbereiten. Auf sowjetischer Seite gibt es also zwei Missionen – ähnlich wie bereits in Red Turn zwei deutsche Szenarien enthalten waren.

Stürzen wir uns also auf die Kampagne: zunächst gibt es für jede Heeresgruppe ein Szenario, die in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können. Sind die drei ersten Zwischenziele genommen, zeichnet sich bei der Heeresgruppe Nord bereits die erste Verästelung ab. Die verschiedenen historischen strategischen Ziele werden ziemlich genau in den Szenarien wiedergegeben.

Nachdem wir beabsichtigen auf Leningrad vorzustoßen und uns dabei etwas verzetteln, bemerken wir, dass auch Unity of Command immer wieder das erstellen von Speicherständen erfordert. Andererseits ist die Kampagne nicht so komplex, dass man sie nicht neu anfangen könnte – dennoch ärgerlich. Wir haben die bewährte Taktik, die Nachschubwege des Gegners zu unterbrechen und die unseren frei zu halten nicht konsequent genug umgesetzt. Wenn man diese Zielsetzung umsichtig verfolgt, ist es nahezu der Schlüssel zum Sieg. Nahezu alle modernen Streitkräfte kennen diese Weisheit: die Schlacht wird von Kampftruppen geschlagen und von den Logistikern gewonnen. Unity of Command hat dieses Konzept ziemlich präzise umgesetzt

Besonders hervorzuheben ist wie in den vorangegangenen Teilen die überraschend brauchbare KI, die es mit dem teilweise recht eng gesetzten Rundenlimit zu einer Herausforderung werden lässt, alle Siegfelder rechtzeitig zu erreichen. Oft sieht man sich schon als Sieger und muss dann feststellen, dass die nahezu abgeschnittenen Feindeinheiten den Spieß umgedreht haben oder aber die weit zurückgezogenen Truppen des Gegners doch noch eine Riegelstellung errichten, die wertvolle Zeit kostet. Interessant sind die Erfahrung gewinnenden Truppen, die man jedoch leider nicht mit ins nächste Gefecht nehmen kann, was dem Feldzuggefühl der Kampagne ziemlich abträglich ist. Mit dem Voranschreiten im Spiel wird auch das recht einfache sich immer wiederholende Grundkonzept immer präsenter, wodurch der Anspruch etwas einbricht. Gleichwohl bietet das Addon Black Turn für ein moderates Entgelt eine gute Erweiterung zu einem kurzweiligen Spiel  für Zwischendurch. Gerade in der Vorweihnachtszeit oder auch für entspannende Stunden über den Jahreswechsel bietet Black Turn gute Unterhaltung.  Der Ansporn, in jeder Mission noch das letzte Quäntchen Leistung aus den Truppen herauszukitzeln, sorgt für einen guten Suchtfaktor. Hobbystrategen dürfen in jedem Fall zugreifen – seinen Preis ist Black Turn in jedem Fall wert.

 


 

Systemvoraussetzungen

  • Win XP, Vista, 7
  • CPU: 1.6 GHz (2.0 GHz empfohlen)
  • RAM: 1 GB (2 GB empfohlen)
  • Grafikkarte: 32 MB Direct X kompatibel
  • HDD: 100MB

 

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Post Author: Admin

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