Panzer Corps: Soviet Corps

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Endlich! Das war wohl das Wort, das dem Verfasser beim Erscheinen der jüngsten Erweiterung für Slitherines Panzer Corps durch den Kopf ging. 1995 war Allied General oder Panzergeneral II das erste Spiel auf dem damals neuen PC. Mit dem Erscheinen der Erweiterung Allied Corps 2013 kam der erste Rückblick in die Vergangenheit – und machte Lust auf mehr! Nun mit Soviet Corps sind endlich alle Schauplätze des alten „Generals“ beisammen und die Erinnerungen an die ersten Hexfeldschlachten am eigenen PC leben wieder auf.

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Da es sich um eine Erweiterung handelt, wollen wir an dieser Stelle auf Grafik, Sound und KI nicht weiter eingehen. Frühere Reviews haben sich damit auf diesen Seiten bereits ausführlich beschäftigt. Um dennoch nicht völlig schweigend über diese Punkte hinweg zu gehen, können die Spieler versichert sein, dass sich die neue Erweiterung harmonisch in die Erscheinung der vorangegangenen Teile einfügt.

Wer sich noch an den Start der alten sowjetischen Kampagne aus Allied General erinnert, denkt spontan an Finnland als erstes Schlachtfeld – der Durchbruch durch die Mannerheim-Linie. Diesmal nicht! Soviet Corps startet bereits am Chalchin Gol im Frühsommer und Sommer 1939. Im Anschluss gilt es eine Operation während der Teilung Polens im September 1939 durchzuführen, bevor man sich gegen Finnland bewähren darf. Insgesamt 25 Missionen sind in der Kampagne aneinander gereiht worden. Interessant hierbei in jedem Fall: die Sicherung der Bahnstrecke von Murmansk und 1943 die Dnjepr-Operation mit der Überschreitung des großen Stromes. Besonders die von Rückschlägen bestimmten Szenarien 1941/1942 sind durch gute Ideen für die Ziele für den Spieler motivierend dargestellt. Es gilt den vordringenden deutschen Truppen bestimmte Verluste zuzufügen (Ausschaltung einer bestimmten Menge Panzer), kritische Infrastruktur am Kaukasus zu zerstören (Ölquellen) oder aber Siegzonen bis zu einem bestimmten Datum zu halten. Eine gewisse Abwechslung ist also gewährleistet.

Die Einheitenvielfalt ist ebenfalls ordentlich dargestellt: auf sowjetischer Seite kommen mit fortschreitender Zeit immer brauchbarere Einheiten ins Spiel. Anfangs dominieren leichte (oder wahnsinnig langsame schwere) Panzer, schwache Panzerabwehr, etwas Luftabwehr und eher weniger brauchbare Flugzeuge das Bild. Besonders die wenigen brauchbaren Panzer, die den deutschen Verbänden gewachsen sind, verdienen besonderes Augenmerk, um sie durch die Szenarien zu retten. Im späteren Verlauf kommt eine Vielzahl aller Einheitentypen hinzu; eine Menge Infanterie von Rekruten über Soldaten zu Pionieren, Gebirgs- und Fallschirmjägern, diverse Panzer vom KV-1 zum T-34 in seinen jährlichen Kampfwertsteigerungen bis zu starken Panzerjägern SU-152 und ISU-152. Ebenso werden nach und nach die Flugzeugmuster konkurrenzfähig.

Besonders spannend: die angebotenen Fahrzeuge zur Bespannung der Artillerie bzw. zum Transport der Infanterie. Anfangs noch recht dürftig, setzt bald eine durchaus brauchbare Mechanisierung ein, die für gute Beweglichkeit sorgt. Ebenfalls interessant dürfte die eine oder andere Beobachtung auf der deutschen Seite sein. Ab Herbst 1942 stößt man immer öfter auch auf Beutepanzer der westlichen Alliierten – aber auch auf Produkte sowjetischer Bauart. Finale des Feldzuges ist die Auswahl zwischen der “Operation Auguststurm” gegen die Japaner – der Kreis schließt sich und man kehrt quasi an den Anfangsort zurück – oder die Fortsetzung des Krieges gegen die Westalliierten.

Auf einen besonderen Punkt, der natürlich schon länger Bestand hat, wollen wir hier noch hinweisen: Panzer Corps gehört zu den sogenannten Cross-Platform Titeln. Das bedeutet im Multiplayer können die Spieler egal auf welchem Endgerät gegeneinander antreten. Ein klarer Punkt für Multiplayerfreundlichkeit!

Ohne jeden Zweifel ist Soviet Corps eine der Pflichterweiterungen für Panzer Corps. Mit dem Ende des Tests ist bereits das nächste Addon angekündigt: U.S. Corps – wir sind gespannt.

 

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP/Vista/7/8/10
  • Pentium 4 oder vergleichbar
  • 1GB RAM (XP) oder 2GB RAM (Vista/7)
  • 100MB HDD
  • 64MB Grafikkarte

 

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