Battle of the Bulge

aabeb6eeb3ce280a72adab98576eedbc16. Dezember 1944. Oberstleutnant von der Heydte springt mit 1200 Fallschirmjägern in den Ardennen ab. Das Unternehmen “Stösser” wird in Gang gesetzt. Das Zielgebiet war die Straßengabelung im Hohen Venn bei Mont-Rigi sowie die Kreuzungen Belle-Croix und Baraque Michel. Diese strategisch wichtigen Verkehrspunkte sollte gesperrt und wieder unter deutsche Kontrolle gebracht werden, um den Nachschubweg der Alliierten zu blockieren….

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Battle of the Bulge wurde Ende 2012 veröffentlicht. Es ist das erste Spiel von der Softwareschmiede “Shenandoah Studios”. Es wurde direkt für Tablet-Plattformen zugeschnitten. Slitherine hat dann das Spiel für den PC portiert.

Dabei  werden die Angriffsoperationen der Wehrmacht im Winter 1944 gegen US Streitkräfte im taktischen Bereich auf Divisionenebene nachgebildet. Auf deutscher Seite kommen Panzerdivisionen, Panzergrenadierdivisionen, Fallschirmjäger und die neu aufgestellen Volksgrenadierdivisionen zum Einsatz. Selbst Spezialeinheiten wie die Führerbrigade oder Panzerbrigade 150, sind an vorderster Front zu finden. Die US Armee wirft ihre gepanzerten Divisionen und ihre Elitetruppen, wie die 82. Airborne in den Kampf.

Der Ardennenkampfraum ist für das Spiel in einzelne Felder unterteilt worden. Diese Felder gilt es für die Deutschen einzunehmen und zu sichern. Diese Felder sind unterschiedlich strukturiert. Sie bestehen in der Masse aus grossen Waldgebieten mit sehr wenigen Strassen.  Einige dieser Spielfelder beginnen oder enden auch an Flüssen. Dieses und bestimmte Felder, mit Städten sind Schlüsselfelder, die der Spieler der deutschen Seite erreichen und erobern muss. Jeder länger der Widerstand die angreifenden Truppen der Wehrmacht aufhält, umso mehr können sich aber die alliierten Einheiten dort verschanzen und tief eingraben. Zudem werden diese Schlüsselpositionen gebraucht,  um den dünnen Nachschub nicht versiegen lassen. Mit wilden Vorstürmen ist zwar schnell Raum gewonnen, aber genau so schnell sind die schnellen Verbände ohne Sprit und sonstige Versorgung.

Die angesprochenen Felder haben ein Stacklimit von drei eigenen Einheiten. Sobald eigene Einheiten auf gegnerische Truppen stossen, wird ein Kampfbildschirm
eingeblendet und die Schlacht um das Feld beginnt. Dabei spielen Faktoren wie Kampfkraft, Panzerung der Einheiten, Gelände und der Eingrabungslevel des Gegners eine Rolle. Siegt die eine oder andere Seite, beginnt für die unterlegenden Truppen ein Rückzug in ein unbesetztes Hex oder bei Einkesselung, droht die völlige Zerschlagung bzw. Aufgabe.

Bevor dann losgeht, gilt es in den Optionen des Spieles einen (AI) Gegner auszuwählen, der in drei verschiedenen Qualifikationen verfügbar ist. Von Aggressiv – bis zum Defensivkünstler, die Plalette reicht weit, um ein flexibles Auftreten des Computergegner zu simulieren.

Jeder Spiel Tag dauert 12 Stunden, von 0600 (6.00 Uhr bis 1800 (18.00 Uhr). Der erste Tag ist 16. Dezember und das Spiel endet am Ende des 28. Dezembers  (Tag dreizehn), falls kein automatischer Sieg durch Erreichen der Sieghexes ausgelöst wird.

Im ersten Tageszug kann sich der deutsche Spieler durch den Überraschungseffekt und die Massierung seiner Artillerie einen Kampfbonus verschaffen, um sicherzustellen,
dass der Durchbruch durch die US Einheiten schnell gelingen kann. Räumt er die schwachen Stellung schnell beiseite, können die Panzerrtruppen schnell und unbehindert auf Bastogne vorstossen. Schon am zweiten Tag können deutsche (Greif) Kommandos, alliierte Einheiten behindern, indem Sie sie deren Versorgung blockieren oder Truppen in die Irre schicken.

Die Initiative geht vom 16.12 bis zum 22.12.1944 von der deutschen Seite aus. Das heisst, in dieser Zeit beginnt der deutsche Spieler mit dem Spielzug und der alliierte Spieler
kann nur reagieren. 
Dann gilt es Tag für Tag, Stunde für Stunde gegen die Stellungen der alliierten Truppen anzurennen, um die Siegfelder einzunehmen. Schnelligkeit ist geboten, irgendwann kommen die ersten alliierten Verstärkungen heran, das Wetter für US Luftschläge klärt auf. Schnell sollte auch die Meuse erreicht werden, dann werden vom OKW zusätzliche Reserven bereitgestellt

Gelingt es aber der alliierten Seite, der Wehrmacht den Weg zur Meuse zu verweigern, schlägt das Pendel mit zunehmender Spieldauer gegen die Deutschen aus. Die Versorgung wird schlechter, die Zahl der alliierten Truppen nimmt zu, die Briten und US General Patton starten Gegenoffensiven. Dann wird es schwierig den Sieg in Händen zu halten  oder noch ein Remis zu erzielen.

Dem Spiel ist anzumerken, dass ein Brettspiel Ausgangspunkt seiner Portierung war. Ergebnisse nach Kämpfen sind auf das wesentliche beschränkt. Wer ein Grafikmonster erwartet, lässt besser die Finger von diesem Spiel. Aber wenn jemand eine schnelle Unterhaltung gegen eine gute bis sehr gute A.I. sucht, sollte zugreifen. Das Spiel ist recht
simpel gehalten, aber in Teilen sehr abwechselreich gestaltet. Insbesondere, da die Ausgangsbasis des A.I. Gegners verändert werden kann. 

Für 10 $ kann man nicht mehr erwarten.

Aber ein guter Einstieg für Drive on Moscow: War in the Snow

 

 


 

 

Systemvoraussetzungen

  • OS: Windows Vista/7/8/10
  • Pentium 4 or equivalent
  • 2Gb RAM
  • 512Mb DirectX 9 video card with shader model 2.0
  • CD ROM Drive (not required for the digital version)
  • DirectX Compatible Sound Card

 

 

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Post Author: Admin

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