Strategic Command WWII: War in Europe (Preview)

8fa5072b144704b4820fb1a6ec811814Diesmal unter dem Matrix-Label erscheint demnächst der Nachfolger der StrategicCommand-Reihe. Ich hatte die Gelegenheit, schon vorab ein überwiegend fertiges Produkt ausgiebig zu testen.

 

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Als Fan der Reihe war ich natürlich besonders gespannt, welche spielerischen Innovationen mich erwarten würden, waren die Vorgänger doch bezüglich Balancing dieses GrandStrategy-Titels vor Allem im Multiplayerbereich vorbildlich.

Und da gibt’s zumindest sehr Erfreuliches vom alten rundenbasierten Spielprinzip zu berichten: nicht nur die Einführung und Modifizierung neuer und alter Einheiten, auch das Gameplay erfuhr sinnvolle Verbesserungen.

Schon beim Spieleinstieg fällt auf, das sich der Schwierigkeitsgrad besser differenzieren läßt, da die feindliche Aufklärungsreichweite separat ausgewählt werden kann.

Der Forschungsbaum ist um Militärdoktrinen erweitert worden, was eine deutliche Verbesserung darstellt. So lassen sich Hauptquartiere und Einheiten auch der kleineren Verbündeten in der Wirksamkeit deutlich tunen.

Die eingeblendeten Beschreibungen erklären genau, was ein Forschungsergebnis bewirkt; einige weitere Modifikationen bewirken z.B. eine Vergrößerung des HQ-Forcepools.

Spielevents wie der Ausbau der französischen Atlantikhäfen sind sinnvoll ergänzt worden, der Feldherr hat aber immer die Entscheidungsfreiheit.

Die Karte im Standardszenario „Storm over Europe“, das den 2 Weltkrieg in Europa von Nordafrika über die amerikanische Westküste bis nach Archangelsk und den Iran widerspiegelt, ist noch mal deutlich gegenüber dem Vorgänger „Breakthrough“ vergrößert worden, was genug Platz für die neuen Einheiten läßt.

 

Der Forcepool ist hier nochmals deutlich differenziert worden, es gibt leichte und Schlachtkreuzer, zusätzlich zu den mächtigen Flottenträgern können Geleitträger geordert werden, mittlere Bomber ergänzen Stukas, strategische und Marinebomber.

 [–NEU–]

Panzer unterteilen sich in leichte, mittlere und schwere Pz.; ergänzt werden sie u.a. durch Panzergrenadiere, Schienengeschütze, schwere Belagerungsartillerie, Raketenwerfer, Panzerzüge und ballistische Raketen.

Die vormals im Kampf nutzlosen Garnisonstruppen können upgegradet werden und damit den Küstenschutz übernehmen.

Insgesamt ergibt sich zusätzlich zu den modifizierten Einheitenwerten so eine Aufwertung des taktischen Spielanteils, die aber für sich noch keine Verbesserung darstellen. Kommen wir also zum wichtigsten Kapitel, dem Gameplay:

  

Machen wir uns nichts vor, rundenbasierte Hexfeldstrategie (richtig, von den Rautentiles ist man mittlerweile abgekommen) sind nicht eben innovativ. Trotzdem hat es Matrix geschafft, einige sinnvolle Verbesserungen einzuführen, die das Spiel von den Vorgängern unterscheidet.

Das betrifft zuerst die Aktionspunkte der Einheiten. Während man sich früher entscheiden mußte, ob man z.B. Lufteinheiten oder Ari kämpfen oder marschieren läßt, können jetzt alle Punkte in beliebiger Reihenfolge und mit Unterbrechung aufgebraucht werden.

Einheiten können jetzt also marschieren, kämpfen und weitermarschieren. Die Aktionspunkte werden aufgespart, sodaß auch zwischendurch andere Einheiten Aktionen ausführen können.

Damit entfällt weitgehend das lästige und kraftraubende Platztauschen, obwohl diese Funktion weiter enthalten ist, und auch das Zurückbleiben der Luft- und Arieinheiten hinter dem Gros der Truppen in schlechter Versorgung entfällt – abgesehen von neuen operativen Möglichkeiten.

Auch die Luftkämpfe gestalten sich anders als gewohnt, überlegene Jäger stürzen sich nach erfolgreichem Durchsetzen gegen Jagdgeleitschutz auf die Bomber, was deren Rolle auch ohne überlegene Reichweite deutlich aufwertet.

Aufklärungsflüge hinterlassen eine sichtbare Schneise, auch dies ist eine Verbesserung zu den Vorgängern.
Nachdem diese Neuerungen durchaus zur Vorfreude Anlass geben, komme ich nun zu den leider düsteren Kapiteln, der Pflicht: Grafik – Sound – KI :
 
 
Die Musik läßt sich abschalten, soweit die gute Nachricht.

Die Grafik ist hässlich. Und nicht nur das, sie läßt auch den Spieler über wesentliche Informationen der zum Teil schwierig zu erkennenden Einheiten im Unklaren: ausgewählte Funktionen wie Geleit – oder Abfangeinsätze werden zwar durch unterschiedlichfarbige Punkte neben den Einheiten angezeigt, die sind aber so klein und kontrastarm, daß sie kaum zu erkennen sind.

Entgegen den Beteuerungen auf der Matrix-Homepage konnte ich keine merkliche Verbesserung der KI feststellen.
 

 

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