Strategic Command WWII: War in Europe

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Die Reihe Strategic Command zeichnet sich seit langem als ausgefeilter GrandStrategy-Titel aus, der vor Allem durch seine leichte Zugänglichkeit und das hervorragende MP-Balancing viele Fans gewonnen hat. Egal ob wie in diesem Teil (mal wieder) der 2. WK, oder wie in SCWWI Breakthrough der Erste, ist die Reihe ein idealtypisches Beispiel für das Konzept „Easy to learn, but hard to master“.

 

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Im Grunde ist SCWWII ein Panzergeneral mit strategischen Elementen im kontinentalen Maßstab, und natürlich bleibt es rundenbasiert.
Meine eigene Erfahrung reicht bis in die Anfangstage der Reihe zurück, richtig begeistert bin ich aber erst, seit ich in mittlerweile über 100 MP- und PbEM-Spielen des Vorgängers die virtuellen Klingen mit Fans aus der ganzen Welt kreuzen durfte.
 
Die Reihe Strategic Command zeichnet sich seit langem als ausgefeilter GrandStrategy-Titel aus, der vor Allem durch seine leichte Zugänglichkeit und das hervorragende MP-Balancing viele Fans gewonnen hat. Egal ob wie in diesem Teil (mal wieder) der 2. WK, oder wie in SCWWI Breakthrough der Erste, ist die Reihe ein idealtypisches Beispiel für das Konzept „Easy to learn, but hard to master“.
 
Das Spiel ist also keine Neuerfindung, sondern „nur“ eine Weiterentwicklung eines bewährten Systems. Daraus ergibt sich der Vorteil eines direkten Vergleichs, um die Frage zu beantworten, ob sich ein Neukauf lohnt oder man lediglich alten Wein in neuen Schläuchen vorgesetzt bekommt.
Und das ist neu im Spiel:
 
– neue und differenziertere Einheiten
– größere Karte inkl. Nordkap, Archangelsk und Persien; kleinerer Maßstab
– Hexfelder statt Karos
– differenzierter Schwierigkeitsgrad mit mehr Einstellmöglichkeiten
– neue Grafik und Einheitenmodelle
– erweitertes Versorgungssystem
– um Doktrinen erweitertes Forschungssystem
– verbesserte KI
– verbesserte Luftkampfmechanik
– verbesserte Bewegungsmechanik
 
Die erste Überraschung bietet der SinglePlayer Modus: abhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad bietet die KI auf der größeren und mehr Felder umfassenden Karte auch erfahrenen Feldherrn eine echte Herausforderung, der erweiterte Forcepool hat zur Folge, daß es je nach Kriegsschauplatz zu regelrechten Massenschlachten mit dutzenden Einheiten kommt.
Da sich die Forschung v.A. der Doktrinen auch auf die Minors des „3. Reichs“ auswirken, können Rumänen, Ungarn, Finnen, Spanier und Türken voll mit den
alliierten Großmächten mithalten; die letztgenannten muss man allerdings erst per diplomatischer Funktion oder durch „Decision Events“ ins Boot holen.
So ergeben sich eine Fülle von strategischen Möglichkeiten, von den Auswirkungen eines „Unternehmens Seelöwe“ über den U-Bootkrieg bis zu Staatsstreichen in Jugoslawien oder dem Irak.
Hier bietet das Spiel allerdings einige Einschränkungen gegenüber dem Szenario „Storm over Europe“ aus dem Vorgänger SCWWI Breakthrough: Norwegen kann per Event besetzt werden, die Möglichkeit der Blockierung der Absprunghäfen durch die Royal Navy bietet sich so nicht mehr; auch die Erstellung des Afrikakorps durch so ein Event und das Erscheinen ital. Verstärkungen in Libyen schränken die Möglichkeiten der Alliierten ein.
 
Dafür haben die brit. Sanktionen gegen den Irak nicht mehr die gefürchteten diplomatischen Auswirkungen auf die Türkei.
Der Wermutstropfen im SP bleibt allerdings die KI: sie bekommt anders als menschliche Gegenspieler massive Truppenunterstützung; so kommt durchaus „Ostfrontfeeling“ auf, einem erfahrenen Feldherrn kann sie aber nicht das Wasser reichen.
 
Kommen wir deshalb zum 2. Teil der Review, dem MP-Test.
Im direkten Vergleich mit dem erwähnten „Storm over Europe“ fällt folgendes auf:
– die dt. Minors lassen sich zu vollwertigen Armeen auf- und ausrüsten
– ein Jahr hat mehr Spielzüge (17 statt 14,5)
– dadurch ist mehr Einkommen verfügbar
– die Forschungsgeschwindigkeit ist stark erhöht
– die Begrenzung der Forschungskapazität ist sehr großzügig ausgefallen
– dt. Industrieforschung unterliegt nicht den bekannten Einschränkungen
– erhöhte Anschaffungspreise haben deshalb kaum Auswirkungen
– im letzten Patch 1.03 wurde die Überlebensfähigkeit der U-Boote stark gesteigert
 
Während man sich im Vorgänger auf Achsenseite stark beschränken musste, um im Rüstungswettlauf gegen die Alliierten nicht ins Hintertreffen zu geraten, kann man hier auch Dank der automatischen Besetzungen Dänemarks und Norwegens, der Kriegserklärung Belgiens im Falle eines dt. Angriffs auf die Niederlande und dem sehr günstigen DAK bei richtiger Forschung eher aus dem Vollen schöpfen; die technologische Überlegenheit insbesondere der bei den Deutschen weitgehend vorhandenen Doktrinen muss von den Alliierten erst nachgeholt werden
Diese Events, zusammen mit der ebenfalls wählbaren Kriegserklärung Italiens an Griechenland, sorgen dafür, daß insbesondere die sowjetische Kriegsbereitschaft auf einem niedrigen Niveau stagniert; mit entscheidenden Auswirkungen auf das Einkommen der SU.
 
So ist es bei pünktlichem Unternehmen Barbarossa für die Deutschen nicht ungewöhnlich, bis Ende 41 Leningrad, Moskau und den vorderen Kaukasus erobert zu haben.
Auch die Lage in Libyen ist für die Briten durchaus heikel. Schon die Italiener sind hier anders als im Vorgänger ernstzunehmende Gegner, sie können bereits nach Kriegseintritt mit starken Einheiten die brit. Positionen gefährden, das DAK kommt ab März 41 noch dazu. Für vergleichsweise billige 400 MPP (Militärproduktionspunkte, die Währung im Spiel) bekommen sie eine komplette Armee nach Bengasi gestellt.
 
Zusammen mit einem möglichen U-Bootkrieg wird so die Verteidigung des Commonwealth zu einem echten Überlebenskampf.
Das war allerdings im Vorgänger auch nicht anders, nur die SU erscheint bisher etwas zu schwach modelliert.
Nach den Erfahrungen aus mittlerweile 4 MPs lässt sich zusammenfassen, daß das Balancing noch nicht 100%ig stimmt; ich bin aber zuversichtlich, daß dieser Umstand bei den Entwicklern wie in der Vergangenheit auf offene Ohren stösst und spätestens mittelfristig behoben wird. Anders als heute in der Spielebranche üblich sind beide emsig bemüht, am Ende ein rundes Ergebnis zu liefern und die Anregungen der Community zu berücksichtigen, wie das auch bei der verbesserten Schleichfahrt der U-Boote der Fall war.
Tatsächlich spiele ich auch noch das alte Spiel, aber nur noch gegen Gegner, die den neuen Teil noch nicht haben.

 

 

 

 

Systemvoraussetzungen

  • OS: Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10 (Windows XP is not supported)
  • CPU: 1.5 GHZ Processor or Equivalent (Running the game in higher resolution requires more processing power.)
  • RAM: 1.5 GB (XP), 2 GB (Vista / 7)
  • Video/Graphics: 8MB video memory
  • Minimum screen resolution: 1024×768
  • Sound: DirectX Compatible Sound Card

 

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