Killzone 3

4f2ab65d2088165352f9ea29c0803060Mit Killzone 3 bringt Sony den Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters für die PS3 raus. Der Titel weckt hohe Erwartungen und will zum besten Spiel des Genres werden.

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Zuerst einmal ein paar Worte zur Hintergrundgeschichte. Killzone 3 knüpft mit der Story direkt an den Vorgänger an. Kaiser Visari der Anführer der Helghast ist tot. Doch der Krieg ist noch lange nicht vorbei. Admiral Orlock und Jorhan Stahl haben die Führung der Helghast übernommen und sinnen nach Rache. Ihr schlüpft in die Rolle von Tomas “Sev” Sevchenko, einem Soldaten der Interplanetaren Strategischen Allianz, kurz ISA.
In der Einführung seht ihr wie ein Gefangener der Helghast eingeflogen wird. Ihr seid ein Soldat der Helghast und sollt den Gefangenen erschießen. Dazu müsst ihr zuerst an den Schießstand und eine kurze Schießübung absolvieren. Bevor es jedoch zur Exekution kommt streift ihr eure Verkleidung ab und rettet den Gefangenen. Nach dieser Einführungsmission seid ihr mitten drin im Geschehen. Was nun folgt ist ein atemberaubender Kampf unter einer tollen Kulisse.

Wer bereits Killzone 2 gespielt hat wird mit dem Spiel sehr schnell vertraut sein, denn spielerisch hat sich nicht viel verändert. Die Steuerung ist übersichtlich gestaltet und geht schnell in Fleisch und Blut über. Das zielen mit dem Analogstick geht auch recht gut von der Hand, so dass es wenig Probleme geben sollte. In den einzelnen Missionen bewegt ihr euch mit eurem Team durch die Landschaft, wobei ihr in den meisten Missionen einen vorgegeben Weg verfolgen müsst und wenig Freiheiten habt euch auf der Karte frei zu bewegen. Neben diesen Missionen gibt es auch Abwechslungsreiche Szenarien, in denen ihr ein Fahrzeug steuert, oder am Geschütz des selbigen steht.
In den einzelnen Levelpassagen kommt es häufig zu action geladenen Feuergefechten mit den Helghast. Volle Offensive ist hier fehl am Platz, denn sonst werdet ihr schneller sterben als euch lieb ist. Die KI der Gegner ist sehr gut. Diese gehen oft in Deckung und wechseln auch immer wieder ihre Positionen, vor allem wenn ihr ihre Deckung zerstört. Sie versuchen euch zu flankieren und dann von hinten anzugreifen. Außerdem locken sie euch immer wieder mit gezielten Granaten aus der Deckung und zwingen euch somit die Stellung zu wechseln. Ihr solltet deswegen auch häufig Schutz suchen und aus der Deckung heraus zielen und schießen.
Sev kann einige Schüsse einstecken bevor er zu Boden geht. Sollte dies geschehen, habt ihr nicht sofort verloren, euer Teamkamerad kann euch wieder heilen, sodass ihr wieder am Geschehen teilnehmen könnt. Erst wenn auch euer Teamkamerad am Boden ist, oder ihr noch härter getroffen werdet, sterbt ihr und beginnt am letzten Checkpoint.

Optisch ist das Spiel eine wirkliche Augenweide. Die Umgebung ist liebevoll und Detailgetreu gestaltet und haut einen echt vom Hocker. Ob im Schnee, oder einer riesigen Roboterfabrik, die Kulisse ist einfach überwältigend. Hier haben die Entwickler wirklich alles aus der Playstation herausgeholt. Auch die immer wieder eingespielten Videos sehen sehr gut aus. Die Soundausgabe ist ebenfalls gut gelungen und bietet keinerlei Ansatz zur Kritik. Dies ist wirklcih der Glanzpunkt des Spiels und wird in Zukunft der Maßstab sein, an dem man sich messen muss.

Natürlich ist der Kampagne-Modus das Hauptaugenmerk des Spiels. Leider ist die Kampagne etwas kurz geraten. Mit maximal 8-9 Stunden Spielzeit hätte man sich doch etwas mehr erwartet. Neben den Missionszielen gibt es keine versteckten Objekte oder Nebenmissionen, die die Spielzeit verlängern würden.
Wer nicht gerne allein spielt, kann die Kampagne auch im Koop-Modus durchspielen. Leider geht dies nur offline. Außerdem ist der Split Screen sehr klein, sodass beide Spieler wenig sehen und kaum Übersicht haben. Anstatt die Hälfte des Bildschirms schwarz zu lassen, hätte man die beiden Spielerbildschirme einfach größer machen sollen.
Natürlich ist auch ein Online-Modus vorhanden, in dem ihr mit Freunden oder völlig Fremden spielen könnt. In diesem Modus sammelt ihr Punkte für das Erreichen eurer Ziele und natürlich auch für Kills. Diese Punkte könnt ihr dann dazu nutzen euren Charakter zu verbessern. Ihr wählt eine von 5 Klassen, welche natürlich ihre speziellen Fähigkeiten haben. Der Infiltrator kann sich zum Beispiel maskieren und besitzt eine höhere Ausdauer. Mit euren Punkten schaltet ihr dann nach und nach neue Waffen und Fähigkeiten frei, was den Langzeitspielspaß recht hoch hält.

Nebenbei sei erwähnt, dass das Spiel völlig ohne Installation zurecht kommt, und trotzdem sehr kurze Ladezeiten vorweisen kann. Außerdem kommt das SPiel völlig ungeschnitten daher, was bei vielen Spielen nicht der Fall ist. Hier sieht man das Blut spritzen, wenn man dem Gegner im Nahkampf die Kehle durchtrennt. Neben dem Spiel mit dem Dual Shock Controller kann man Killzone 3 auch mit dem Playstation Move COntroller spielen. Dies ist eine willkommene Abwechslung und wer nicht so gerne mit dem Analogstick zielt, hat hier eine echte Alternative. Dazu müsst ihr nur den Move Controller Kalibrieren und eure Einstellungen vornehmen. Ihr entscheidet in welcher Zone sich euer Charakter nur umsieht und ab wann er anfängt sich komplett zu drehen. Außerdem könnt ihr die Geschwindigkeit des Fadenkreuzes verändern.
Zusätzlich könnt ihr 2 verschiedene Hilfen aktivieren. In der ersten Stufe wird euer nächster Gegner markiert und euer Charakter dreht sich zu ihm. In der zweiten Stufe visiert ihr den Gegner direkt an und könnt sofort auf ihn feuern. Das Spielen mit dem Move Controller macht wirklich Spaß und ist eine gute Alternative zum normalen Controller.
Wer einen 3D fähigen Fernseher und eine Brille besitzt kann das Spiel sogar in 3D erleben.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • PS III

 

 

 

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Post Author: Admin

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