Mythos

D8f37ce07482a5958845839352316f635ie Mass-Effect-Trilogie geht in die zweite Runde und soll nach eigener Aussage der Rollenspiel-Experten von Bioware deutlich mehr Action bieten als der Vorgänger und trotzdem durch seine einzigartigen Rollenspielelemente eine willkommene Abwechslung um normalen Shooter-Alltag bieten. 

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Mit Mythos versucht Frogster einen neuen Titel am Rollenspielhimmel empor zu heben. Getreu dem Free 2 play Motto wird es kostenlos erhältlich sein, was sich beispielsweise bei Runes of Magic sehr bewährt hat.
Ob sich dieser Titel von der Konkurrenz abhebt und ob es vielleicht sogar mit dem lang erwarteten Diablo 3 aufnehmen kann erfahrt ihr hier.

Zu Beginn muss man erwähnen, dass es sich in erster Linie um ein frei zu spielendes Rollenspiel handelt in alter Hack and Slay manier. Daher ist man nicht gezwungen seine Geldbörse in irgendeiner Weise zu zücken, um auf den vollen Spielgenuss zurückgreifen zu können.
Allerdings wird es die Möglichkeit geben auf einen Shop zurück zu greifen, in denen Gegenstände gegen Euros erworben werden können. Dies ähnelt quasi dem System, wie wir es schon aus Runes of Magic her kennen. Dabei war man ebenso nicht gezwungen Geld zu investieren, um im Spiel die volle Macht zu erreichen.

So ist es auch bei Mythos, denn jegliche zu erwerbende Gegenstände werten den Spieler nicht in einer unfairen Weise auf. Der einzige Vorteil hierbei ist eventuell, dass man auf gewisse Identifikationszauber zurückgreifen kann, wie zum Beispiel die direkte Wiederbelebung.
Auf solche Identifikationszauber kann man allerdings ebenso während seiner Abenteuer stoßen oder bei gewissen NPC’s ersteigern. Allerdings muss man hierbei erwähnen, dass der Preis dafür doch relativ hoch ausfällt in Form der Spielwährung.

Bevor man sich nun endgültig in sein Abenteuer stürzen kann hat man wohl zuerst, wie in jedem Rollenspiel, die Qual der Wahl was die verschiedenen Völker und Klassen anbelangt.
Es stehen dem Spieler vier verschiedene Völker zur Auswahl, wobei jedes einzelne Volk seine Vor- und Nachteile mit sich bringt.
Neben den Menschen hat man auch die Wahl sich für fiktive Völker zu entscheiden wie Gremlins, Satyren oder einfach nur riesig wirkende Zyklopen. Wie schon erwähnt bringt jede einzelne Rasse seine individuellen Vorteile mit sich.
Die Klassenwahl selber fällt hier mit drei verschiedenen Möglichkeiten allerdings etwas dürftig aus. Neben dem Pyromant, dem klassischen Magier, kann man sich noch für Tüftler entscheiden. Diese agieren auch aus der Ferne des Schlachtfeldes, allerdings ohne jegliche Zaubereien.
Die letzte zu wählende Klasse ist die Blutklinge. Diese sind kurz gesagt die typischen Nahkämpfer und fühlen sich gerade inmitten von Massen an Gegnern Pudelwohl.
An dieser Stelle hätte man sich vielleicht eine zusätzliche Klasse wünschen können, welche sich mehr um das Wohl der Gruppe kümmern würden, wie eine Heilerklasse.
Ob man hier also extra auf eine solche Klasse verzichtet hat, um die klassische Hack and Slay Manier nicht zu unterbrechen bleibt fraglich. Aber vielleicht wird auch eine solche Klasse in Zukunft auch in das Spiel integriert, allerdings steht das nur in den Sternen. Wäre dennoch für ein Online basiertes Rollenspiel unter umständen sinnvoll, wenn man sich mit bis zu fünf Spielern in einer Gruppe in die Abenteuer stürzen will und nicht nur auf Heiltränke zurückgreifen möchte.

Die Steuerung selber ist relativ simpel gestaltet und dürfte sehr bekannt aus anderen Rollenspielen erscheinen. So steuert man das Spiel bequem aus einer Isometrischen, festgestellten, Kameraperspektive, welche aus der Vogelperspektive dargestellt wird.
Gerade diese Perspektive wird vielen Spielern aus der Diablo Reihe bekannt vorkommen. Allerdings kann man die Perspektive auch freier abändern, so dass man quasi näher an den Charakter selber treten kann, wie in einer Art 3rd-Person Perspektive.
Die letztere Ansicht wird wohl eher mit Spielen wie World of Warcraft oder Runes of Magic in Verbindung gebracht werden. Obwohl diese frei verstellbar in jegliche Himmelsrichtungen ist bringt diese an manchen Stellen auch seine Tücken mit sich. Man nähert sich somit beispielsweise einem Haus und die Kamera wird automatisch an den Protagonisten herangeführt, so das jegliche Übersicht erst einmal verloren geht, da man nur noch eine Person auf dem Bildschirm erkennen kann.
Ist man einmal in diese Situation gelangt und entfernt sich wieder von dem Gebäude, so geht die Perspektive wieder an die gewohnte Stelle zurück. Man erhält in der Nähe dieses Gebäude leider keinerlei Möglichkeit die Kamera manuell von dem Charakter abzustoßen.
Dieses Problem tritt allerdings nur mit der freien Perspektive auf und nicht bei der isometrischen Kameraführung.
Hierbei hätte man vielleicht das Dach durchsichtig erscheinen lassen können, so dass man dennoch den kompletten Überblick über diese Situation erhält. In diversen anderen Titeln werden solche Objekte auch durchsichtig dargestellt, sobald man in deren Nähe gelangt.
Ob dies allerdings noch behoben wird, weil es sich zurzeit noch um die Beta-Phase handelt, kann ich an der Stelle noch nicht beantworten. Vielleicht wird dieses Problem aber bald auch der Vergangenheit angehören.

Die Steuerung selber ist einfach und übersichtlich gestaltet. Während man sich für die isometrische Kameraführung entschieden haben sollte, so kann man den Charakter bequem per Mausklicks durch die Landschaft bewegen oder man geht auf die traditionelle Steuerung mit der Tastatur ein. Hierbei steuert man den Protagonisten wie in eigentlich jedem bekannten Spiel.
Gerade die freie Kameraperspektive erlaubt nur die Fortbewegung mit der Tastatur. Hat man diese also eingeschaltet, so wird man nicht mehr in den Genuss der Fortbewegung mit der Maus kommen.
Auf den Spielspaß wird dies allerdings keinerlei großen Einfluss haben. Hierbei handelt es sich somit mehr um eine Prestige-Steuerung, mit welcher man persönlich besser im Spiel agieren kann.

Mythos ist ein online basiertes Rollenspiel ohne jegliche Einzelspieler Kampagne wie andere namentlich bekannten Onlinespiele. Die Entwickler haben sich darauf geeinigt das Abenteuer im Stile von Diablo darzustellen.
Wie in jeglichen Rollenspielen fokussiert man sich primär auf die Entwicklung des einzelnen Charakters als auf die Hintergrundgeschichte. Man wertet also seinen Charakter auf, indem man für besiegte Gegner oder erfolgreich gelöste Quests Erfahrungspunkte sammelt, um mit seinem Protagonisten im Level aufsteigen zu können.
Desto mehr Zeit man also in das Spiel investiert, desto stärker wird der eigene erstellte Charakter.

Um ein Rollenspiel also nicht nur auf ein sinnloses herum Gemetzel zu degradieren hat man die Möglichkeit Aufgaben in Form von Quests zu bewältigen. Diese erhält man von diversen NPC’s im Laufe seiner Abenteuer, welche auch mit höher erlangtem Level an Attraktivität gewinnen und schwieriger werden.
Die Quests fallen bei Mythos glücklicherweise abwechslungsreich aus, so dass man neben den typischen „Töte den Gegner“ auch Botengänge oder ähnliches verrichten muss.
Nach der erfolgreichen Beendigung jegliches Aufgaben warten auf den Spieler, neben der typischen Geldzugabe und dem Erhalt von Erfahrungspunkten, des Öfteren lukrative Gegenstände, welchen den Charakter aufwerten werden.

Gerade für Neueinsteiger in das online Rollenspielgenre wird Mythos für die nötige Unterstützung mit einem Tutorial im Startgebiet selber sorgen. Dort wird neben den Steuerung und der Kameraperspektive versucht, dem Spieler das Rollenspiel selber näher zu bringen.
Nimmt man also eine Quest im Startgebiet an, so bekommt man Hilfe mit einem blauen Pfeil, der stets die Richtung des Zieles angeben wird. Falls man also die detaillierte Beschreibung der Aufgabe selber nicht nachvollziehen konnte, der kann sich anfänglich auf diese Anfängerhilfe berufen. Jedoch ist gesagt, dass jegliche Hilfe nur im Startgebiet selber zur Verfügung steht, so dass man sich im weiteren Spielverlauf teilweise selber auf die Suche begeben muss.
Neben dieser kleinen Hilfe bei den Aufgaben hat man im weiteren Verlauf jedoch immer die Chance auf eine Art Lexikon zurückzugreifen, welcher gewisse Elemente des Spieles aufgreift und diese versucht dem Spieler näher zu bringen. So kann man dort auf jegliche Spielinhalte zugreifen und dort nachlesen, was man zum Beispiel bei einem Levelaufstieg alles aufwerten kann.
Es wurde also viel Zeit investiert, um gerade Neueinsteigern das Spiel selber näher zu bringen. Sehr schön ist es, dass man mit der Funktion des Lexikons nicht nur anfänglich beraten wird, sondern, dass man stets darauf zurückgreifen kann, falls eine Frage aufkommen sollte.
In dem Spielverlauf selber bewegt man sich allerdings nicht nur in der freien Welt, sondern muss sich des Öfteren in Dungeons oder Instanzen beweisen, da dort auch oftmals Objekte von Gegnern bewacht werden, welche man für gewisse Aufgaben benötigen wird.
Diese Instanzen kennt man aus jeglichen anderen Onlinespielen und sind eigentlich stets gleich aufgebaut. Bei Mythos allerdings werden jegliche Instanzen stets neu kreiert, so dass man auch mit einem neu erstellten Charakter nicht immer die gleichen Wege gehen muss.
Gerade dieses Feature ist wirklich sinnvoll ausgewählt, denn somit wird Abwechslung geboten und man muss nicht ständig dieselben Abenteuer durchleben.
Sehr schön ist es ebenso, dass man in Instanzen zu jeder Zeit die Möglichkeit besitzt auf einen Ankerstein zurück zu greifen, welcher den Spieler wieder an den Eingang der Instanz selber teleportiert. Dies dürfte vielleicht bei kleineren Dungeons fraglich wirken, allerdings sehr sinnvoll, wenn sich die Instanz über mehrere Ebenen erstreckt und man keine Lust darauf hat, den gesamten Weg wieder zurück zu marschieren.

Kommen wir nun zu einem der Hauptmerkmale des Spieles, dem Level-Up. Nachdem man eine gewisse Menge an Erfahrungspunkten gesammelt hat, wird seine Arbeit durch die Verbesserung des eigenen Charakters von Stufe zu Stufe gekrönt.
Hierbei bleibt es nun dem Spieler selber überlassen, auf welche Attribute man sich spezialisieren möchte. Bei jedem Aufstieg gilt es nun fünf Punkte zu verteilen. Man sollte jedoch darauf achten, dass man diese sinnvoll einsetzt, da man keinerlei Möglichkeit hat, diese im späteren Verlauf erneut zu ändern. Somit ist bereits die Wahl der Klasse ausschlaggebend für das weitere Vorgehen bei der einzelnen Spezialisierung.
Man muss sich nun zwischen vier zur Verfügung stehenden Basis-Attributen entscheiden. Zum einen gibt es dort die Stärke, welche logischerweise für den Schaden im Nahkampf selber verantwortlich sein wird.

Die Gewandtheit selber befasst sich mit der Wahrscheinlichkeit der Schadenmenge, sowie der Einschränkung von erhaltenem Schaden. Zusätzlich kann man hiermit auch den Fernkampfschaden erhöhen.

Die letzten beiden Attribute sind Lebenskraft und Weisheit. Diese beiden Punkte dienen quasi als Fundament für Magier. Die Lebenskraft selber erhöht die Health Points des Charakters sowie die Widerstandsfähigkeit, auf welche man in gewissen Abenteuer zurückgreifen sollte.
Die Weisheit selber befasst sich mit dem Manavorkommen und der Regeneration selber. Ebenso erhöht man hiermit den Schaden, welcher von Fertigkeiten ausgeht, welche keine Waffen benötigen, wie der Magie.

Es ist gerade bei jedem Aufstieg wichtig, sich sinnvoll mit der Vergabe dieser Punkte zu befassen, denn diese können im späteren Spielverlauf über Leben und Tod selber entscheiden.

Natürlich ist das nicht die einzige Möglichkeit der Charakterentwicklung selber. Nun geht es um die Spezialisierung im Kampf selber.
Für jeden Charakter stehen drei verschiedene Fertigkeitsbäume zur Verfügung, welche stets die Angriffsbereitschaft des Charakters beeinflussen werden. Nun liegt es an dem Spieler sich zu entscheiden, ob man eher aggressiv oder defensiv handeln möchte.
Nehmen wir als Beispiel den Pyromant, dieser kann sich zum einen durch Schilde schützen, welche dem Gegner Schaden zufügen können, sobald sich dieser nähert.
Ebenso hat man hierbei die Möglichkeit Diener zu beschwören, welche sich für seinen Meister in den Kampf stürzen. Dies ist wohl ratsam, wenn man öfters alleine seine Abenteuer bestreiten will und durch die geringe Lebenskraft auf Distanz setzen möchte.
Logischerweise kann man nicht jeden Fertigkeitsbaum bis auf die beste Fähigkeit aufwerten, sondern muss sich auch hier spezialisieren.
Aber gerade diese Funktionen machen doch ein spannendes Rollenspiel aus. Es wäre also langweilig, wenn stets jeder Spieler auf alle Fertigkeiten zurückgreifen könnte.

Als ein weiteres Feature, welches Mythos sehr begehrenswert erscheinen lassen könnte, kann man auf Erfolge zurückgreifen, welche man in seinen Abenteuern ergattert. Diese fallen allerdings sehr abwechslungsreich aus, denn man gelangt nicht nur durch das Vernichten von Gegnern Erfolge, sondern auch durch handeln oder erstellte Gegenstände.
Alle 10 Level wird ein weiterer Slot frei geschaltet und man kann seinen Charakter mit einem weiteren Erfolg ausstatten und wertet diesen somit individuell auf. Schön ist es hierbei, dass man sich nicht spezialisieren muss, sondern kann die Erfolge so oft man nur will wechseln und der derzeitigen Gegebenheiten anpassen.

Was können Erfolge bewirken?
Dies ist relativ einfach erklärt. Jeder Erfolg hat seine individuellen Vorteile, wie zum Beispiel mehr Schaden, Vitalität oder Stärke.
Je nach Wahl können manche sogar mehr als nur ein Attribut verbessern, somit heißt es also, dass man besser auf die Jagd nach solchen gehen sollte. Denn diese können dem Spieler dazu verhelfen in manchen brenzlichen Situationen mit einem gewissen Vorteil in die Schlacht zu ziehen.

Das Abenteuer in der Welt von Uld bewegt sich nicht in einer zusammenhängend großen Karte, sondern ist in kleine Areale unterteilt. Man befindet sich also entweder in einem städtischen Gebiet oder beispielsweise einer Steppe. Sobald man an den Rand einer Karte tritt kann man diesen Bereich durch ein Portal verlassen und kann sich sein nächstes Zielgebiet auf einer Landkarte aussuchen. Sehr schön ist es hierbei zudem, dass man durch ein Ausrufezeichen angezeigt wird, wo sich eventuell Questgegner oder ähnliches befinden. Dies vereinfacht zumindest anfänglich die Quests und erspart dem Spieler unnötige Suchereien.
Das positive an dieser Handhabung ist neben der Lagbewältigung von Massen an Spielern zudem, dass man gewisse Areale durch Wahl auf der Landkarte direkt erreichen kann ohne vorher durch die Weltgeschichte gelaufen zu sein, um an diesen Ort zu gelangen.

Als letzten anzusprechenden Punkt gibt es, für Rollenspiel typisch, ein Handwerk, welches man erlernen kann. Dieses kann man im Laufe des Spieles verbessern und auch hierbei muss man sich spezialisieren. So wird man nicht in den Genuss kommen, dass ein Charakter jegliche Dinge im Spiel selber herstellen kann.
Man startet somit mit einer Handvoll Rezepte, welche je nach Level, auch bei der Produktion scheitern können. Um gewisse Gegenstände erst einmal herstellen zu können benötigt man logischerweise Materialien, welche in einem separaten Rucksack gelagert werden. Dies ist wirklich sinnvoll, da man im Laufe seiner Abenteuer genug Müll aufsammelt, was sonst leicht in Platzmangel enden könnte.
Jegliche Rohstoffe erhält man, indem man diese abbaut, bei Händlern ersteigert oder aber, wenn man gefundene Gegenstände entzaubert und diese förmlich in jegliche Einzelteile zerlegt.
In der Welt selber findet man immer wieder neue Rezepte, welche man erlernen und direkt anwenden kann, wenn man das gewisse Level in dem Handwerk erreicht hat.

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Post Author: Admin

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