Die Sims 3 Mittelalter

6b4edcf756a4b6ca3d92ea08870f5d96Die Sims ist wohl eine der erfolgreichsten Produktionen von Electronic Arts selber und konnte bislang bereits mehrere Preise einsacken. Mit Die Sims Mittelalter versucht man sich von der Lebenssimulation in der Gegenwart selber ein wenig abzustoßen und findet sich in einem Abenteuer im Mittelalter wieder.Ob es überhaupt Veränderungen zum Spielprinzip gibt, oder ob es dasselbe Sims im der Zeit des Mittelalters ist erfahrt ihr bei uns.

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Bei „Die Sims Mittelalter“ verschlägt es den Spieler, wie der Name schon sagt, in die Epoche des Mittelalters, wo es primär nicht mehr darum geht viele Generationen heran zu züchten und diese Erfolgreich durch das Leben zu führen.

Man erstellt somit nicht einfach einen Sim, welcher mithilfe eines Berufes versucht sein Leben aufrecht zu erhalten, um zum eigenen Glück zu gelangen. Selbst die Erstellung eines eigenes Heimes, welches bis ins kleinste Details ausgetüftelt werden konnte, verliert bei diesem Teil mehr oder weniger den Nutzen, da man nicht mehr darauf zurückgreifen kann.

 

Worum geht es also bei „Die Sims Mittelalter“, wenn dieser Teil nicht an die klassische Lebenssimulationen der vergangenen drei Teile anknüpft.

Um es kurz zu Fassen gilt es hierbei nur darum einen Helden zu erschaffen, welcher versucht sein Königreich durch diverse Quests wachsen zu lassen. Denn jede erfolgreich bestandene Quest bringt Punkte mit sich, welche man in Gebäude investieren kann, um das Königreich ausdehnen und stärken zu können.

Rollenspiel mit alter Sims Komplexität?

Bei dem Spielprinzip selber wird viel mehr Wert auf Aspekte der Rollenspiele eingegangen, als um die Bedürfnisse der einzelnen Charaktere selber. Diese wurden nämlich in vollem Maße abgeschwächt.

Zu den gewohnten Sims Zeiten musste man sich noch mit schwerwiegenden Entscheidungen plagen, welche den kompletten Tagesrhythmus beeinflussen konnten. Denn welcher Sim möchte schon seinen Hunger stillen, während die Blase bereits seit geraumer Zeit Alarm geschlagen hat. Diese wichtigen Entscheidungen wurden dem Spieler bei „Die Sims Mittelalter“ nun völlig entzogen und man beschränkt sich lediglich noch auf die Energie und den Hunger des Heldens. Allerdings hinterlässt gerade diese Abschwächung einen Faden Beigeschmack, da viele Grundbedürfnisse wie der Gang zur Toilette keinerlei Beachten mehr finden. So schlägt sich der Held mit einer Blase aus Stahl durch seine Abenteuer und benötigt keinerlei Sanitärer Einrichtungen, obwohl diese zum Kauf zur Verfügung stehen.

Warum sollte man also Toiletten oder Badewannen aufstellen, wenn diese sowieso nur einen optischen Wert haben und nicht genutzt werden müssen. Denn wenn wir mal ehrlich sein wollen, einen Raum aufwerten tut ein handelsüblicher Topf, welcher als Toilette deklariert wurde, nicht wirklich.

 

Wer sich dennoch zum dekorieren selber berufen fühlt, der kann sich allerdings in gewohnter Sims Manier austoben. Denn man kann auf ein breites Warenspektrum zurückgreifen, um die eigenen mittelalterlichen vier Wände so wohnlich wie möglich gestalten zu können. Diese wurden auch an diese Zeit selber angepasst, so dass man nicht die Möglichkeit haben wird einen Fernseher in die Ecke des Thronsaales zu platzieren.

 

Bei „Die Sims Mittelalter“ liegt der Fokus nun nicht mehr auf eine erfolgreiche Existenzgründung in einer Kleinstadt, sondern um das Regieren eines Königreiches selber.

 

Neue Spieldynamik ist an der Tagesordnung

Der Start in das neue Sims-Abenteuer wurde jedoch sinnvoll gestaltet, so dass man seine erste Quest in einem Tutorial durchleben muss, in der man alles über das Herrschen selber erfahren wird. So werden direkt zu Beginn jegliche Fragen vorweg genommen, so dass man sich ziemlich schnell ins Spielgeschehen einbringen kann.

 

Startet man nun ein neues Abenteuer, so wird als erstes ein Monarch benötigt, welcher im eigenen Königreich regieren soll.

Hierbei kann man auf schon vorgefertigte Personen zurückgreifen, oder man erstellt sich in völliger Sims Manier im Charakter-Editor einen eigenen Helden.

Neben der detailreichen optischen Darstellung des Charakters muss man sich ebenso für charakterliche Schwächen sowie Stärken entscheiden, auf welche man im Spiel eingehen sollte.

Im Spiel selber kann man nun zwischen drei verschiedenen Menüs wechseln. Will man Dekorationsgegenstände kaufen, so kann man sich im Bau-Menü komplett austoben.

Den Sim selber kann man im Live-Modus begutachten und auch steuern.

Diese beiden Modis dürften alten Sims Kennern schon bekannt vorkommen, da diese in jedem Sims-Teil zur Verfügung standen.

Ein neues Menü ist hierbei das „Königreich-Menü“, bei dem man die komplette Einsicht auf sein Königreich bekommt. Dort können gesammelte Punkte, welche man durch erfolgreichen Abschluss jegliche Quests bekommt, in Einrichtungen investiert werden, um das Königreich wachsen zu lassen.

Nach der ganzen Charaktererschaffung geht es nun ans eingemachte. Nun muss man sich bei einer Vielzahl von Quests für eine Entscheiden, welche man bewältigen muss, um Punkte für das Königreich zu ergattern. Diese Punkte können dann bequem in Gebäude investiert werden, bei welchen wiederum neue spielbare Charaktere zur Auswahl stehen werden.

So kann man im Wirtshaus beispielsweise einen Barden beschäftigen, welcher für das Wohlbefinden der Bevölkerung beitragen sollen.

Damit man sich bei den einzelnen Questreihen nicht allzu sehr beeilen muss, wurde die natürliche Alterung ebenso aus dem Spiel entfernt, so dass man sich quasi wieder dem ersten Teil annähert, wo die Sims noch eine sehr hohe Lebenserwartung hatten, insofern diese nicht durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen sind.

An dieser Stelle muss man dazu anmerken, dass es schier unmöglich wäre ein Königreich zu regieren, wenn der Held selber innerhalb einer Quest das Rentenalter erreichen würde und nicht einmal mehr vom Thron selber aufstehen könnte, weil diesem die Rückenschmerzen so sehr plagen.

Daher ist dies wohl die einzige Möglichkeit gewesen, um den Fokus auf das Regieren selber zu setzen und nicht eine permanente Kinderproduktion, damit Nachfahren gewährleistet sind, welche das Königreich weiterhin aufrechterhalten können.

Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit Kinder zu bekommen, diese Funktion ist dennoch etwas in den Hintergrund gerückt als im klassischen Sims Abenteuer.

Auf das Wohlbefinden sollte man achten

In den älteren Teilen war es an der Tagesordnung den Sim bei Laune zu halten, indem man auf seine Wünsche eingegangen ist. Desto besser man sich um sein Wohlbefinden gekümmert hat, desto erfolgreicher war dieser im Beruf und bei Freunden selber.

Da bei „Die Sims Mittelalter“ jegliche Grundbedürfnisse aufs geringste eingegrenzt wurden hat man es nicht mehr auf den Gemütszustand des Helden abgesehen, sondern eher auf dessen Konzentration.

Diese lässt sich ganz einfach und schnell erklären, geht man auf die charakterlichen Eigenschaften des Helden ein, wie zum Beispiel der Wunsch nach Duellen, so steigt dessen Konzentration. Diese ist enorm Wichtig für die einzelnen Aufgaben, da die Konzentration ausschlaggebend für die Effizienz ist.

Die Macht des Stärkeren

Gerade habe ich schon die Wichtigkeit von einzelnen Duellen angesprochen. Man befindet sich, wie schon bekannt, im Mittelalter. In dieser Zeit galten Gefechte noch als legitimes Mittel der Politik, um beispielsweise Räuber vom Königreich fern zu halten.

Hierbei kann man sich ebenso bessere Schwerter kaufen oder diese schärfen, um erfolgreicher aus den einzelnen Duellen hinaus zu gehen.

 

Der Kampf selber ist auf zwei Eigenschaften aufgeteilt, der Gesundheit selber und die Ausdauer des Helden. Desto öfter man sich an einem Tag duelliert, desto geringer wird die Ausdauer und die Chance auf einen Sieg

Auch bei den einzelnen Kämpfen gilt, desto konzentrierter der Sim selber ist, desto geschickter kann er sein Schwert schwingen.

 

Natürlich ist kein Meister vom Himmel gefallen und obwohl man sich zu Beginn recht Problemlos gegen Frauen schlagen kann wird der Held das ein oder andere Mal schnell an seine Grenzen stoßen.

Um dies entgegen zu kommen sollte man sich einen Trainingsraum einrichten, in welchem man die Kunst des Kampfes besser erlernen kann. Denn gerade im Mittelalter wird Schwäche nur ungern gesehen.

Der alltägliche trotz eines Herrschers

Der erstellte Held selber hat zwar das Sagen in seinem Königreich und kann sich nach Lust und Laune verhalten, dennoch sollte man ab und an auch seinen Pflichten nachkommen, wenn man während seiner Quests Zeit für diese findet.

So wird der Handelsübliche Sessel, oder wohl eher Thron, benutzt, um Bittgesuche der Bevölkerung entgegen zu nehmen. Je nach Gesinnung kann man diesen Bitten nachgehen oder ablehnen. An dieser Stelle sei gesagt, dass je nach Entscheidung des Monarchen auch das Ansehen steigen oder sinken kann bei der eigenen Bevölkerung.

Wer möchte also schon für eine schlechte Stimmung im eigenen Reich verantwortlich sein?

 

Neben den Bittgesuchen selber kann man über eine Taktikkarte genaueres über seine Ländereien und Nachbarn erfahren. Dort kann man beispielsweise Militärstrategien üben und politische Situationen betrachten.

Ebenso ist es Möglich Edikte vorzuschlagen, welche den Zustand in dem Königreich verbessern sollen. Diese werden allerdings nicht, wie in einer Diktatur einfach übernommen, sondern müssen erst abgestimmt werden.

Daher muss man für manche Edikte, wenn man diese unbedingt durchsetzen will, ein wenig Geduld und Überzeugungskraft mitbringen.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • -Windows XP (SP2); Windows Vista (SP1), Windows 7
  • -2,0GHz Prozessor oder gleichwertig
  • -Grafikkarte mit 256MB RAM und Pixel Shader 2.0-Unterstützung
  • -5,3 GB Festplattenspeicher (mindestens 1GB zusätzlicher Speicher für benutzerdefinierte Inhalte)

 

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Post Author: Admin

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