Mass Effect 3

15f4ac82b19d661d3dd0e11afe588f35Endlich ist es soweit und ein Nachfolger der berühmten Mass Effect Reihe geht in die dritte Runde. Ob das neue Action-Rollenspiel hält, was der Publisher Electronic Arts verspricht, erfahrt ihr bei uns.

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Die Storyline ist recht schnell erzählt, die Menschheit selber befindet sich am Rande seiner Auslöschung durch die feindselige Alienrasse der Reaper. Diese grasen skrupellos jegliches organisches Material im Universum ab und vernichten dies und machen leider bei dem blauen Planeten keine Ausnahme.

Jegliche konventionelle Waffen scheinen schnell an ihre Grenzen zu stoßen und Verteidigungslinien aufzustellen erweist sich als relativ sinnfrei. Es scheint fast so, als ob die Menschheit dieser überlegenen Rasse nichts entgegen zu setzen hat. Doch dann steigt der Protagonist Shepard selber ins Spielgeschehen ein und kümmert sich um diese Angelegenheiten.

 

Der Held dieser Reihe, Commander Shepard, ist jedoch beim Rat kein gern gesehener Gast. Dieser genießt allerdings seinen Ruf als Held und gerade mit seinen Erfahrungen gegen die Reaper ist er ein besonderer Soldat, welchem man, trotz seiner Vergangenheit, in den Kampf Miteinbeziehen muss.

Dies wird dem Spieler zu Beginn gleich so dargestellt. Man erhält aber keinen genaueren Überblick über seine Vergangenheit. Für Neueinsteiger in die Mass Effect Reihe dürften hier wohl einige Fragen aufkommen, aber genauso schnell, wie die Invasion begonnen hat, steigt man ins Spielgeschehen ein.

 

Da es bei Mass Effect 3 nicht um eine One Man Show geht muss man als Shepard seine diplomatischen Fähigkeiten spielen lassen und versuchen Verbündetet mit in den Kampf gegen die Reaper einzubeziehen.

Hierbei hat der Entwickler BioWare wunderbar die einzelnen egoistischen Rassen in das Spiel eingebracht, wobei jedes Volk in erster Linie an ihr eigenes Wohl denkt, als der Menschheit aus ihrer Lage zu helfen. Selbst zwischen einzelnen Gruppierungen der Menschen herrschen noch einige Unklarheiten, welche durch Sabotagen ihren Höhepunkt erreichen werden.

 

Aussichtsloser Kampf?

Angesichts der Invasion scheint die Lage zunächst ausweglos, bis eine Superwaffe genannt wurde, welche die Reaper bezwingen könnte. Diese existiert allerdings nur auf dem Bauplan einer längst ausgelöschten Rasse. Als Spieler muss man sich somit auf den Weg machen genau diese Wunderwaffe mit Verbündeten zu entwickeln.

 

Falls man sich allerdings als Neueinsteiger in dieser Reihe wieder findet, so werden, wie schon angedeutet, viele Fragen aufkommen.

Der Spieler bekommt im Laufe des Spieles einen Zugriff auf ein Archiv, welches stets mit Daten gefüttert wird, mit welchen der Spieler seine Fragen selber beantworten kann. Diese müssen nicht zwangsläufig immer gelesen werden, manche werden sogar als Audiodatei direkt vorgelesen und stellen eine nette Abwechslung dar.
Die Qual der Wahl

Es gibt bis zu drei verschiedene Spielmodi, welche man auswählen kann. Nun liegt es an dem Spieler selber, worin man seine eigenen Interessen sieht. Möchte man mehr Action haben und legt wenig wert auf Dialoge, so ist man mit diesem Modus wohl genau an der richtigen Adresse angekommen.

Wer allerdings mehr Spieltiefe haben möchte und auch möglichst viele Hintergrundinformationen sammeln möchte, der kann Mass Effect 3 im Rollenspielmodus genießen.

Der letzte auswählbare Punkt ist der Storymodus selber, dieser läuft größtenteils mit Gefechten auf niedriger Stufe ab.

Zu jedem auszuwählenden Spielmodus kann man auch individuell seinen Schwierigkeitsgrad bestimmen und diesen auch zu jeder Zeit anpassen, falls man sich doch zu weit aus dem Fenster gelehnt haben sollte.

 

Neben dem elementaren Spielmodus muss man sich allerdings auch an die Charaktererschaffung selber machen. Diese kann man per Zufall schnell abwickeln, oder man möchte einen eigenen Charakter nach eigenem Ermessen erschaffen. Hierbei kann man sogar penibel ins Detail gehen, was man sonst nur aus dem Editor von der Sims Reihe selber her kennen dürfte.

Viel Schnick Schnack, wenn ich ehrlich bin, da gerade die optische Erschaffung nichts mit dem Spielverlauf selber zu tun hat.

 

Konflikte zwischen Charakteren nebensächlich

Es grenzt schon an ein Wunder, dass Shepard sich mit seiner eigenen Mannschaft problemlos verstehen kann. Keinerlei Streitereien werden in den einzelnen Missionen aufkommen und auch die Auswahl der Mitglieder für die nächste Mission hat keinerlei Einfluss auf die benachteiligten Charaktere.

So wird zu keiner Zeit eine gewisse Eifersucht zwischen den eigenen Leuten herrschen, warum man gewisse Mitglieder nicht bei der nächsten Mission ausgewählt hat.

 

Einzig und allein auf manchen Missionen kann es zu dramatischen Momenten kommen, welche meiner Meinung nach, zu einem Rollenspiel dieser Klasse dazugehören müssen.

Selbst Beziehungen mit seinen Mitmenschen kann man eingehen, wenn man die Dialoge regelmäßig pflegt. Diese sind allerdings nicht auf Heterobasis begrenzt, sondern können auch auf homosexueller Basis ausgelebt werden. Selbst mit nicht menschlichen Rassen kann man den Akt vollziehen, wenn Bedarf besteht. Allerdings hat auch dieses bezieherische Element keinerlei Auswirkungen auf den Kampf gegen die Reaper selber.

 

Lebendige Spielwelt?

Die Citadel stellt eigentlich den Rückzugsort für den Spieler dar, welche aus insgesamt fünf Ebenen besteht. Diese fünf Ebenen sind sehr belebt und stellen eine gewisse Abwechslung zum Missionstrott dar, welcher vielleicht bei der Missionsmasse aufkommen könnte. So kann man bei einzelnen Gesprächen zwischen Personen lauschen und somit unter anderem sogar viele indirekte Missionen aufschnappen, welche allerdings als sekundäre anzusehen sind. Zusätzlich erfährt man auf großen Bildschirmen der Station aktuelle Nachrichten über die Bedrohung der Reaper selber.

 

Auch im Sicherheitsbüro der Citadel wird man als Shepard bei Entscheidungen mitspracherecht erhalten. So geht man unter anderem der Frage nach, ob die Zivilisten der Station bewaffnet werden sollten oder die medizinische Versorgung vielleicht sogar rationiert werden soll. Jegliche Entscheidungen des Spielers werden auch Auswirkungen auf das direkte Umfeld haben. Manchmal erscheinen diese nur über den Bildschirmen selber, manchmal werden diese jedoch relevanter dargestellt.

 

So belebt diese Station auch wirken mag, kann man leider mit wenigen Personen selber ins Gespräch kommen. Zwar kann man vielen Gesprächen auch lauschen, allerdings wird Shepard von diesen Personen keine Beachtung bekommen. Und sobald der Dialog zwischen den Leuten ihr Ende gefunden haben sollte werden diese nur noch Stumm die Umgebung beherbergen.

Selbst die Bar entpuppt sich als eine kleine Enttäuschung. Dort sieht es vielleicht durch tanzende Leute belebt aus, dennoch kann man nicht mehr dort machen als einen Drink bestellen, tanzen und vielleicht man ein Pläuschchen halten. An dieser Stelle vermisst man die Bar-typischen Auseinandersetzungen, welche allerdings bei Mass Effect 3 keinerlei Beachtung finden werden.
Charakterentwicklung

Eine Entwicklung des Charakters bleibt leider nur auf militärischer Ebene bestehen. Die Wahl der bis zu sechs verschiedenen Klassen spielt Abseits der Schlachtfelder komischerweise keine wirkliche Rolle und hat auch keinen Einfluss auf das Umfeld.

Es wird auch keine klassenspezifischen Missionen geben, in denen der Spieler sein individuelles Können unter Beweis stellen muss oder darf. Gerade hierbei hätte man vielleicht auch in dem Rollenspielmodus mehr Spieltiefe erwartet, denn gerade Missionen, welche auf gewisse Klassen zugeschnitten sind, stellen keine große Herausforderung dar, hätten allerdings das Spiel über Kurz oder Lang positiv abrunden können.

Multiplayer

Das Herzstück eines modernen Spieles findet bei Mass Effect 3 eine gewisse Ernüchterung. Bis zu vier Spieler können Gemeinsam einzelne Missionen beginnen und man kann sogar auf andere Völker zurückgreifen. Hierbei kann man die eigenen Fähigkeiten stets verbessern und auch Waffen jederzeit modifizieren.

Neben der Erhöhung der Bereitschaft der Kampagne sammelt man auch Erfahrungspunkte, um weitere Charaktere, Waffen oder Ausrüstungen Freizuschalten. Es herrscht also auch hier das gute alte Erfahrungspunkte-Sammel-Prinzip.

Zudem wird man als maximal Aufgestufter Online-Kämpfer automatisch als Kriegsaktivposten in der Kampagne hinzugefügt. Gerade dies ist eine schöne Verbindung zur Storyline selber, wobei allerdings dadurch auch der Online-Charakter verloren gehen wird.

 

Allerdings muss man an dieser Stelle gestehen, dass der kooperative Modus zu einseitig wirkt. Man stellt sich quasi stets diverser Angriffswellen ohne dass eine großartige Spannung aufkommen wird. Auch die KI kann sich an dieser Stelle nicht unbedingt sehen lassen. Hierbei heißt es wohl eher Masse statt Klasse, denn nur in der Horde scheint diese stark zu sein.

Als Abwechslung kann man jedoch noch auf Schutzmissionen zurückgreifen, bei denen einer der vier Spieler beispielsweise ein Terminal bedienen muss, während die anderen Mitstreiter für die gewisse Bewachung sorgen müssen.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation III

 

 

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Post Author: Admin

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