Need for Speed Most Wanted

ff1c9ca2953aba79d882136a80067215Kenner mögen sich fragen: „Gab es dieses Spiel nicht schonmal?“. Und ja! Bereits in Jahre 2005 (damals noch auf den Vorgängersystemen PlayStation 2 bzw. X-Box) gab es einen gleichnamigen Titel, der nun im aktuellen Jahr ein Remake bekommt. Wurde der damalige Hit spielerisch auf eine neue Stufe gehoben oder bekommt der Spieler altbekannte Kost neu serviert? Wir klären dies in unserem Review.
 

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Verantwortliches Studio für die aktuelle Neuauflage ist Criterion – bekannt geworden durch den Racer „Burnout Paradise“. Und dein Einfluss dieses jenen Spieles sieht man der virtuellen Stadt Fairhaven an jeder Ecke an! So geht es mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die offen befahrbare Stadt, inkl. Verfolgungsjagden, waghalsigen Sprüngen sowie imposanten Crashs. Arcade Action pur!

 

Die Aufgabe für den Spieler ist schnell beschrieben. Ihr müsst in Fairhaven zum meistgesuchten Fahrer aufsteigen! Auf den Weg dorthin müssen die 10 „Most Wanted“-Fahrer besiegt werden. Danach können die Boliden des besiegten in Besitz genommen werden. Neben den Most Wanted Fahrzeugen gibt es noch weitere fahrbare Untersätze, die frei in der Welt versteckt sind und gefunden werden wollen. Hat man ein Fahrzeug einmal bestiegen kann man frei zwischen diesen Wechseln. Bei den Boliden handelt es sich ausnahmslos um lizensierte Fahrzeuge aller nahmhaften Hersteller, die mit großer Liebe zum Detail modelliert wurden. Egal ob Porsche, Lamborghini, Alfa Romeo, Ford, Bugatti oder Aston Martin. Für jeden Autoliebhaber sollte ein passendes Fahrzeug zur Verfügung stehen. Allerdings gibt es auch hier wieder kein realistisches Schadensmodell. Bedeutet: Egal wie heftig ein Crash ausfällt, mehr als ein paar Beulen oder gesprungenes Glas gibt es nicht zu sehen! Aber das kann man von einem Arcade-Racer auch nicht unbedingt erwarten.

Um gegen einen Most-Wanted Fahrer anzutreten gilt es erst einmal seinen Wagen aufzumotzen. Dies geschieht nicht, wie klassischerweise bekannt, über eine Werkstatt, sondern über gute Rennplatzierungen. Hat man ein Rennen auf einem Podiumsplatz beendet, wird automatisch ein Upgrade freigeschaltet, welches man seinem aktuellen Boliden zuweisen kann. Wohl bemerkt: Nur für den aktuellen Boliden! Findet man ein neues Fahrzeug muss dieses auch wieder durch gewonnene Rennen aufgemotzt werden. Die Rennen findet man einfach über den „EasyDrive“. Nach Auswahl eines Rennens wird ein Wegpunkt gesetzt und der Spieler muss an den Startpunkt fahren. Leider wiederholen sich die Renntypen nur allzu häufig, so dass der Spieler nicht unbedingt die große Lust verspürt wirklich alle Fahrzeuge aufzumotzen, insbesondere deswegen weil der Anfangsbolide eh bessere Fahreigenschaften besitzt als die meisten anderen Fahrzeuge (mal von den Most Wanted Wagen abgesehen).
 
Neben den Rennen kann sich der erkundungssüchtige Spieler auch auf die Suche nach Plakatwänden machen, die durchsprungen werden können oder möglichst schnell durch einen Blitzer fahren. Die erreichten Geschwindigkeiten werden dabei mit den Leistungen eurer Kollegen online verglichen und motivieren dazu noch einmal eine Schippe draufzulegen.
 
Oft geht es im Spiel sehr hektisch zu. Dies liegt zum einen an der wirklich hohen Geschwindigkeit, mit der Rennen bestritten werden. Dazu muss noch anderen Verkehrsteilnehmern ausgewichen sowie die Polizei abgehängt werden. Auch sorgt die Streckenführung oft für Verwirrung. Der Spieler muss die Minimap immer im Blick haben um ja nicht die richtige Ausfahrt zu verpassen. In der Hektik passiert es so immer wieder, dass man eine kleine Abzweigung übersieht man man fluchend umdrehen muss. Die Rennen sind dadurch aber nicht unbedingt verloren. Hängt man allzu weit hinterher, wird auch der Gegner langsamer und „wartet“ quasi auf den Spieler. Umgekehrt ist dies genauso. Locker in Führung liegen funktioniert hier überhaupt nicht. Egal wie gut man fährt, es kommt doch allzu häufig zu einem Foto-Finnish. 
 

Auch die Polizei passt sich eurer Geschwindigkeit übertrieben deutlich an. Egal ob der Spieler mit 200 oder 400 km/h durch Fairhaven rast. Die Polizei hängt euch auf der Stoßstange! Und das übertrieben penetrant. Ab einem höheren Fahndungslevel ist es fast unmöglich den Gesetzeshütern zu entkommen. Dies wird dann besonders nervig, wenn ein Rennen nicht siegreich beendet wurde, einem aber die Polizei im Nacken hängt und erstmal abgeschüttelt werden muss, bevor das Rennen erneut gespielt werden kann. Oft befindet man sich nach einer endlosen Verfolgungsjagd in einer komplett anderen Ecke der Stadt und muss dann wieder mühsam zurück an den Startpunkt fahren.

 
Grafisch ist Most Wanted absolut top. Allerdings  bekommt man mitunter das Gefühl, dass es doch an der einen oder anderen Stelle etwas mit den Lichteffekten und Reflexionen übertrieben wurde. So wird der Spieler beim Verlassen eines dunklen Tunnels so stark geblendet, dass die ersten 2 Sekunden quasi blind zurückgelegt werden müssen. Dies steigert aber den Adrenalinspiegel in den sowieso schon hektischen Situation noch unnötig in die Höhe.
 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3

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