Sim City

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Sim City. Dieser Name steht für eine Erfolgsmarke aus dem Hause Maxis, die seit dem ersten Teil der Serie aus dem Jahr 1998 virtuelle Städtebauer in seinen Bann zieht. Daher war die Vorfreude auf den neuesten Teil groß. Der letzte Teil Sim City 4 wurde im Jahr 2003 veröffentlicht. Seit dem werkelte arbeitete das Entwicklerstudio an dem aktuellen Sim City.

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Die wohl wichtigste Neuerung bemerkt man gleich zu Beginn des Spiels. Es ist nun möglich, Sim City allein oder auch, dank des neuen Multiplayer-Modus mit Freunden zu spielen. Je nachdem, für welchen Modus man sich entscheidet, ist der Spielablauf, wie bei allen Teilen der Spiele-Reihe, fast immer noch der gleiche.

In einer fiktiven Region des Erdballs nimmt man einen unberührten und unbebauten Landstrich in Anspruch. Dort errichtet man eine Infrastruktur bestehend aus Kraftwerken wie z.B. Windräder, Kohle- oder Ölkraftwerke sowie Atommeilern und einer verlässlichen Wasserversorgung, die durch Wassertürmen oder Wasserpumpstationen sichergestellt wird. Sind diese Grundbausteine für das Gedeihen einer Stadt errichtet, kann man sich an das Anlegen eines Straßennetzes machen.

Das Straßennetz dient nun bei Sim City zum ersten Mal nicht nur als Transportweg für Fahrzeuge. Über das Straßennetz werden nun auch die Elektrizität und das Wasser an den Endabnehmer in die Wohn-, Gewerbe- und Industrieabnehmer transportiert. Neben den beiden wichtigen Grundversorgungsarten wird auch das Abwasser über das Straßennetz an Endpunkte wie das Abwasser-Endrohr und die Kläranlage.
[–NEU–]

Hat man das Straßennetz, das mit dem neuen Sim City auch kurvige Straßen zulässt, fertig gestellt, legt man Bauplätze fest, die in Wohn-, Gewerbe- und Instudrieräume unterteilt werden können. Musste man sich in den Vorgängerteilen noch für niedrige, mittlere und hohe Baudichte beim Erstellen der Gebiete entscheiden, wird nun die Baudichte über die anliegende Straße geregelt. Möchte man eine höhere Baudichte ermöglichen, kann man vorhandene Straßen entweder up- oder downgraden. Breitere und mehrspurige Straßen bedeuten eine mögliche höhere Baudichte und umgekehrt.

Wenn man sich nun nach der ersten getanen Arbeit und der Legung des Grundsteins zurücklehnt, kann man die Liebe zum Detail genießen, mit der sich die Entwickler bei Sim City ans Werk gemacht haben. Jedes Gebäude wird erst eingerüstet und gebaut. Die jeweiligen Baufortschritte lassen sich anhand der schön anzusehenden Animationen erkennen. Ist das Gebäude fertig gestellt, rollen zum Einzug Umzugs-Lkw an.

Doch damit ist der Städtebau natürlich noch längst nicht abgeschlossen. Zur Sicherstellung der Grundbedürfnisse der Einwohner müssen anschließend Gebäude wie Hospitäler, Feuerwachen, Polizeistationen und Schulen errichtet werden. Die errichteten öffentlichen Gebäude können anschließend auch noch erweitert werden. So kann man z.B. zu einer Klinik neue Patientenräume und zusätzliche Ambulanzen hinzufügen oder einen Atommeiler mit einem zusätzlichen Reaktorblock erweitern.

Dank des erwähnten Multiplayer-Modus kann man mit in den entsprechenden Regionen mit anderen Bürgermeistern handeln. Stößt man z.B. auf eine akute Trinkwasserknappheit, kann man sich zur Behebung des Problems auch das wertvolle Nass über den Stadtnachbarn beziehen. Das gleiche gilt auch für Überschuss und Knappheit im Schulwesen, der Polizei und Feuerwehr usw.    

Jede Stadtregion verfügt bei dem neuen Sim City auch über Ressourcen. Dabei handelt es sich um Kohle, Öl- und Erzvorkommen sowie Trinkwasser und Wind. Alle Ressourcen, außer dem Wind für die Windkraftanlagen, sind erschöpflich. Nach den vorhandenen Ressourcen kann man den weiteren Werdegang seiner Stadt ausrichten. Dem Spieler stehen hierfür die sechs Spezialisierungen Bergbau, Ölförderung, Gütertransport, Elektronik, Kultur und Glücksspiel zur Auswahl. Bei einer hohem Erzvorkommen bietet sich die Spezialisierung Bergbau, die sich weitergehend mit dem Gütertransport und Elektronik verbinden lässt, an. Wenn man nicht über die nötigen Bodenschätze verfügt, ist man jedoch noch nicht aufgeschmissen. Die Spezialisierung Glücksspiel kann mit den dazugehörigen Kasinos die eigene Stadt zu einem kleinen Las Vegas mutieren lassen.
Das Stichwort klein passt leider zu der Kartengröße der Städte, an die man sich als Sim City – Veteran erstmal gewöhnen muss. Schon nach relativ kurzer Zeit, stößt man in Sim City an die Grenzen. Und zwar die der Stadt. Während man im Vorgänger Sim City 4 noch wahrhaftige Metropolen erbauen ließen, stellt sich bei Sim City schon sehr früh Bauplatzmangel ein. Nach Angaben des Entwicklerstudios Maxis sind die geringen Kartengrößen der geringen Rechenleistung aktueller PCs geschuldet. Während der Ruf der Spielergemeinde nach größeren Karten lauter wird, ist es fraglich, ob Maxis diesen Wunsch noch erfüllen wird.    

Neben der erwähnten engen Stadtgrenzen fiel Sim City in anderen Bereichen ebenfalls negativ auf. Schon der Spiel-Start verlief holprig. Der integrierte Online-Zwang, der eine ständige Internetverbindung während des Spielens voraussetzt, und zu wenige Server führten dazu, dass eine Vielzahl von Spielern zunächst in die Röhre guckte. Zwischenzeitlich wurde dieses Problem durch neue Server behoben. Zeitweilen kommt es leider auch zu Unterbrechungen zum Spieleserver und zu Spielabstürzen. Da der Spielstand serverseitig gespeichert wird, kann es zum Verlust von Speicherständen kommen.

Weiterhin verursacht die KI in Sim City derzeit noch einige Spielfehler. So sind die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohner nicht nachvollziehbar. So beklagen sich z.B. die Einwohner über das Fehlen von Arbeitsplätzen und die Industrieunternehmen verlassen ihre Standorte, weil sich angeblich nicht genügend Arbeitnehmer finden lassen. Des Weiteren kommt es auch zu unerklärlichen Verkehrsstaus, die die Ambulanzen und die Feuerwehr behindern und die Stadt insgesamt lahm legen. 

 

 

Systemvoraussetzungen

  • – Internetverbindung mit mindestens 256 kbps Downloadrate und 64kbps Uploadrate
  • – 2.0 GHz Core 2 Duo Prozessor oder Athlon 64 X2 Dual-Core 4000+ Prozessor
  • – 512-MB-Grafikkarte mit nVidia 7800, ein AMD-Chipset einer ATI Radeon HD 2×00 oder eine Intel Serie 4 integrierte Grafikkarte
  • – 2 GB RAM
  • – 10 GB freier Festplattenspeicherplatz
  • – DVD-ROM Laufwerk (bei der Installation der Retail-Version)

 

 

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