NBA Live 16

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In der NBA Live Reihe durften wir etwas seitens Electronic Arts erleben, was in den anderen Sportreihen noch nicht passiert ist (aber vielleicht einmal besser wäre) – Eine kreative Pause. Man wollte sich sammeln, neue Ideen entwickeln und ein komplett neues Basketball Erlebnis auf die Playstation zaubern. Ob dies nach den zwei eher enttäuschenden Vorgängern geklappt hat, erfahrt ihr hier.

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Cover Star

Wie in den Sportreihen von EA üblich darf jedes Jahr ein Spieler das Cover zieren und so mächtig die Werbetrommel rühren. Für jeden Basketballfan dürfte der Herr Russel Westbrook von den Oklahoma City Thunder kein Unbekannter sein. Als MVP 2015 und vielfacher Allstar Spieler, war es nur eine Frage der Zeit, wann der vielseitige Spieler endlich mal zu höheren Ehren aufsteigen durfte.

Let the games begin

In Sachen Spielmodi beschert uns Electronic Arts mit dem 2016er Ableger der grade gestarteten NBA Serie gewohnte Kost, wobei ein großer Spielmodi hinzugekommen ist. Der Pro-Am Modus. Dazu jedoch später mehr. Ansonsten kann man gewohnte Freundschaftsspiele austragen, natürlich auch online, oder eine Mannschaft über Jahre hinweg erfolgreich durch die Saison führen. Selbstverständlich ist auch ein Be a Pro Modus verfügbar, bei dem man einen eigenen Spieler kreieren darf.  Die Einstellungsmöglichkeiten bei der Spielererstellung suchen ihresgleichen, da man jedes noch so kleine Detail, wie z.B. Tattoo, anpassen kann. Über eine parallel geschaltete App kann man sogar sein eigenes Gesicht fotografieren und dem Spieler aufdrücken. Hier sollten sich die anderen Sportreihen eine Scheibe abschneiden. Mit der Zeit kann man stets die Attribute verbessern und so im Rang aufsteigen… an die grandiose Hintergrundgeschichte eines NBA2k16 kommt es jedoch nicht heran. Wie in den anderen Sportreihen gibt es keine vernünftige Hintergrundgeschichte, um sich mehr mit seinem Protagonisten identifizieren zu können. Sehr schade.


Auf der Straße enststehen Legenden

Als wirkliche Neuerung kann der “Pro-Am” Modus seinen Einstand feiern. Mit bis zu 4 Freunden kann man ein eigenes Team bilden und so Online oder gg KI Erfolge feiern oder Niederlagen wegstecken. Das besondere daran ist, dass man auch auf Straßenplätzen im Streetball Modus gegeneinander antreten kann. Im sommerlichen Flair am Strand oder doch lieber in der Hochhauswüste auf dem alten Betonplatz. Hierbei wird Atmosphäre geschaffen und es macht jede Menge Spaß solche Hinterhofspiele auszutragen. Wenn man nicht genug Spieler zusammen bekommt, kann man auch die Anzahl der Spieler verringern oder das Team durch die KI auffüllen. Mit der Zeit kann man die erspielten Punkte in zusätzliche Ausrüstung oder Spielerfertigkeiten investieren.


Jeder Wurf ein Treffer

Beim Spielabflauf ist NBA Live äußerst Einsteigerfreundlich. Schnell sind die grundlegenden Taktiken und Spielmechaniken verinnerlicht und die ersten Siege lassen nicht lange auf sich warten. Mit einem sogenannten Shootmeter muss der Spieler im richtigen Moment die Wurftaste drücken und kriegt so direkt angezeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Treffers ist. Sehr gut für Einsteiger, aber echte Profis sind hier schnell unterfordert. Insgesamt spielt sich NBA Live auch weniger als eine Simulation, sondern mehr Arcadelastig. Die Passsystem ist relativ einfach gehalten und klappt schnell von der Hand. Ein langsamer Spielablauf ist jedoch kaum möglich, da das Mittelfeld extrem schnell überbrückt ist. Durch das relativ einfach gehaltene Wurfsystem klappen die Würfe zudem fast im Sekundentakt.
In der Defense verhalten sich die KI Kollegen leider auch nicht wie waschechte NBA Profis, sondern wirken eher wie das deutsche Nationalteam im Kampf um Platz 8. Die Offense ist kaum zu stoppen und sorgt für reichlich Frust. Besonders die Rangeleien unter dem Korb und gezielte Blocks werden schmerzlich vermisst.

Hübsch hübsch

In Sachen Grafik lässt sich EA natürlich nicht lumpen. Alle Spieler wurden fantastisch eingefangen und bewegen sich grazil über den Platz. Hier und da haken die Animationen zwar etwas, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Die Präsentation ist ordentlich, aber leider nichts besonderes. Auch die Kommentatoren machen ihre Arbeit gut, wiederholen sich jedoch sehr schnell in Sachen Inhalt und Zusatzinfos.

 

 

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 4

 

 

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Post Author: Admin

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