Left 4 Dead 2

3fb6638cd2687572ddab701c8ab04732Klassische Survival Horror−Spiele sind wohl jedem bekannt. Left 4 Dead allerdings konnte im ersten Teil mit viel Spielspaß protzen und bewies, dass eine Zombielandschaft nicht unbedingt mit einem Horrorambiente in Verbindung gesetzt werden muss.
Ob sich der kooperative Zombienachfolger ebenso gut schlagen kann wie sein Vorgänger, oder ob es sich hierbei nur um eine viel zu früh erschienene Version handelt, erfahrt ihr wie immer bei uns.

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Die Story ist schnell erklärt, denn im Großen und Ganzen geht es bei Left 4 Dead 2 nur um die Flucht vor den verwesten Körpern, welche ständig nur nach mehr Menschenfleisch suchen.
Man kann nun in die Haut eines der vier Helden schlüpfen, welche ganz und gar nicht zu irgendeiner Spezialeinheit oder Sonstigem gehören. Es handelt sich um einfache Bürger, mit einfacher Berufen sozusagen. Nick, der erste unserer vier Charaktere, der wie ein Geschäftsmann wirkt wegen seinem sehr teuren Anzug. Coach ist der Älteste unserer Truppe, welcher wohl ein Football−Trainer ist. Der jüngste im Bunde ist Ellis. Er ist ein einfacher Automechaniker, aber beweist sich auch sehr gut mit den diversen Waffen. Der letzte Charakter der uns noch fehlt, und wie kann es auch anders sein, ist eine Frau. In jeder Truppe benötigt man wohl einen optischen Anreiz, um den Kampf zu gewinnen. Die Dame heißt Rochelle und ist eine Journalistin und wie man sieht immer vor Ort, wo gerade eine Story auf sie wartet.
Schade allerdings ist es, dass zwischen den einzelnen Charakteren keine Unterschiede zu finden sind. Egal, für welche Figur man sich entscheiden sollte, man hat keinerlei Vorteile mit gewissen Waffen oder kann auf unterschiedliche Fähigkeiten zugreifen. Dies wäre vielleicht eine nette Abwechslung gewesen, da man schon so unterschiedliche Charaktere in das Spiel eingeführt hat. Der einzige Unterschied bei der Wahl der Charaktere ist dieser, dass die Dialoge anders verlaufen, je nach Charakterwahl. Besser als gar nichts!

 

Verwunderlich dürfte wohl für Neueinsteiger sein, dass jegliche Kampagnen bereits von Anfang an zur Verfügung stehen, aber wer liest schon ein Buch von hinten?
Die einzelnen Kampagnen liefern allerdings eine schöne Abwechslung. Von hellen Stadtlandschaften mit einem wirklich traumhaften Wetter über verlassene und düster wirkenden Vergnügungspark bis hin zu einer Landschaft verdeckt von Nebelschwaden, begleitet von einem tobenden Unwetter.
Neulinge denken jetzt sicherlich, dass sich Left 4 Dead 2 nur mit einfachen Zombies befasst und keinerlei Abwechslung bezüglich seiner Gegner bietet. Allerdings kann ich hierbei direkt entgegen wirken, da man nicht nur auf die einfachen und standardmäßigen Gegner stößt. Des Öfteren trifft man auf gewisse Bosse, welche nicht verschiedener sein können. Aus dem ersten Teil wurden die Bosse übernommen und mit ein paar Neuzugängen verstärkt. So trifft man auf den alten Hunter mit seinen spitzen Fingernägeln, dem Boomer, welcher seine Gegner immer wieder mit seinen Kotzanfällen überrascht, dem Smoker, der auf seine Zunge als Waffe vertraut und einer verzweifelt wirkenden Witch, die sofort in eine Art Enrage−Modus geht, sobald man diese aufschreckt.

Als Neuzugänge findet man allerdings einen netten Herren, welcher sich Spitter nennt und mit einer Säure um sich spuckt. Der Charger allerdings erinnert ein wenig an den Tank aus dem Vorgänger oder an einen Football−Spieler, welcher mit dem Ball versucht einen Touchdown zu landen. Daher stürmt dieser geradewegs auf die Flüchtenden zu und reisst diese auseinander. Wenn er jemanden in seine Hände bekommt, während seines Sturmlaufes, so rammt er diesen in die nächstmögliche Wand.

Die Bosse treten auch öfters gerne mal in einem Team auf, um auf jegliche Attribute beim Angriff zurückgreifen zu können. Wenn man allerdings kooperativ im Team handelt und sich gegenseitig abdeckt, so dürften auch diese Gegner kein Problem darstellen.

 

Man fragt sich jetzt sicherlich, was der krönende Abschluss einer jeden Kampagne sein kann, wenn die einzelnen Bosse schon ständig und in scharen auftreten. Am Ende jeder Kampagne versucht man das gewisse Gebiet zu verlassen, ob dies mit einem Auto oder einem Hubschrauber passiert, dass kommt auf die Kampagne an. In der ersten Kampagne versucht man via des besagten Autos zu entkommen, welches allerdings, und wen wundert dies, noch aufgetankt werden muss. Jegliche Benzinkanister sind kreuz und quer in einem Einkaufshaus verteilt. Hierbei kommt es nun wieder auf das Teamplay an, ob man in einem Mob durch die Gegend rennt und alle einsammelt oder ob einer jegliche Kanister herunter schmeisst, auch hierbei können die Spieler individuell agieren.
In einer anderen Kampagne versucht man eine Konzertbühne in die Luft zu sprengen, um einen rettenden Hubschrauber zu zeigen, wo sich noch Überlebende befinden. Da Zombies logischerweise von Lärm und extremen Lichteffekten angezogen werden wird an dieser Stelle wohl niemanden überraschen. Darum wird man auch hier viel zu tun haben, aber es kann mit Abwechslung gerechnet werden.

Vom grafischen Aspekt aus her gesehen ist das Spiel auch ein Sahneschlecken. Die einzelnen Charaktere sind bis in das kleinste Detail perfekt inszeniert und sogar die Lippen bewegen sich perfekt zu den einzelnen Dialogen und wirken nicht aufgesetzt. Die gesamte Umgebungen sind ebenso kreativ gestaltet und weisen auch nicht stets die gleichen Elemente auf.
Das Herzstück von Left 4 Dead 2 liegt allerdings nicht im Einzelspielermodus, sondern wie schon erwartet in der Mehrspielervariante. Hier macht die Kampagne um längen mehr Spaß, wenn man mit drei anderen Spieler der Welt ein Team bildet und sich dort abspricht, um sein Ziel zu erreichen.
Möchte man sich allerdings mal eben schnell die Zeit vertreiben, so kann man in einem Survival Modus beweisen und versuchen so viele Wellen von Zombies zu überstehen, wie es der Waffengewalt der Gruppe nur möglich ist. Desto länger man allerdings überlebt, desto stärker werden die Wellen der Zombies allerdings.
Aller guten Dinge sind drei sagt man sich immer, so auch im Multiplayer. So ist der dritte Modus der Scavenge. In diesem spielt man entweder zuerst im Team der Überlebenden oder der Infizierten. Ziel der Überlebenden ist es an der Stelle Benzinkanister zu finden und einen Tank zu füllen, um die ablaufende Zeit stets in die Höhe schießen zu lassen. Jetzt ist die Aufgabe der Infizierten auch schon logisch, denn diese müssen genau versuchen das zu verhindern. Wenn allerdings die Zeit in den Boden geschossen ist, so wechseln beide Teams. Das Team, welches am Ende die meisten Benzinkanister verwerten konnte, geht als Sieger des Matches hervor.
 
Als letzten Punkt möchte ich noch auf die schier sehr große Auswahl an Waffen zu sprechen kommen. Neben den klassischen Waffen von normalen Pistolen oder verschiedenen Gewehren kann man auch auf viele Nahkampfwaffen zurückgreifen. So erklingen wundervolle Klänge, wenn man mit einer Gitarre auf Zombies einprügelt. Die harmonischen Klänge einer Kettensäge, welche gerade angeworfen wird, möchte man allerdings auch nicht mehr vermissen, wenn man einmal von dieser verzaubert wurde.
Man sieht also, dass es auch bei der Waffenauswahl an nichts gespart wurde und man voll und ganz auf seine Kosten kommen wird. Die witzigen Kommentare der einzelnen Charaktere bezüglich des Aufhebens mancher Granaten oder der Boomer−Kotze lassen die Stimmung während der Kampagnen aufleben.
 

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