Silent Hunter 5

ea46a0c6b0cf14c71e316c7bf1de5b9aDie Tauchfahrt im zweiten Weltkrieg geht in die fünfte Runde. Ob es sich allerdings lohnt in feindliche Gewässer mit dem eigenen U-Boot vorzustoßen und welche Tücken diese beinhalten erfahrt ihr bei uns.

 

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Als Lieutenant startet man am 3. September 1939 in das Geschehen und befindet sich direkt mitten auf dem Meer vor Polen. Kurzum wurdet ihr vom Kaleun gerufen und erfahrt, dass der Überfall auf Polen soeben begonnen hat und der Krieg gerade ausgebrochen ist.

Nach dieser Verkündung seid ihr eigentlich auch schon direkt im Spielgeschehen angekommen, denn die ersten Handelsschiffe warten am Horizont auf ihre Versenkung.

Der Spieler wird somit zeitliche gesehen direkt an den Kriegsanfang katapultiert, wo der U-Boot Krieg noch eine große Rolle gespielt hat. Daher wird man chronologisch auf Missionen geschickt, welche zeitlich der Realität entsprechen.

Zu Beginn des Spieles ist es daher erst einmal eure Aufgabe zwei Handelsschiffe auf den Boden des Meeres zu befördern. Hierbei muss man allerdings auch beachten, dass man an Bord des Schiffes nicht Unmengen an Torpedos zur Verfügung hat, daher sollte man sehr viel Aufmerksamkeit die feindlichen Schiffe anvisieren, damit man nicht ständig auf eine lange Heimfahrt angewiesen ist um nachzuladen. Falls sich einige Neueinsteiger dieses Genres denken sollten, dass dies doch kein Problem sei, dann sollte man bedenken, dass man einige hundert Kilometer zurücklegen muss, um wieder den nächsten Hafen anzusteuern, welcher unter deutscher Kontrolle ist. Eigens für Heimfahrten kann man allerdings auf die Funktion des Zeitraffers zurückgreifen, da dies mehr oder weniger in Echtzeit geschieht. Positiv an dieser Funktion ist allerdings, dass der Zeitraffer unterbrochen wird, sobald ein Ereignis geschieht. Ob dies nun ein feindliches Schiff ist oder niedriges Gewässer ist hierbei egal. Diese Funktion kann man allerdings für den Reisemodus ausschalten, so dass man nicht bei jedem kleinen Ereignis unterbrochen wird, es sei denn man trifft auf gegnerische Schiffe.

 

Sehr schön ist es allerdings, dass man sich nicht nur im Kommandoraum selber aufhalten kann, sondern sich frei im gesamten U-Boot aufhalten kann. Auf seiner Entdeckungstour kann man auch mit diversen Besatzungsmitgliedern agieren und diese nach deren befinden ausfragen und natürlich auch Befehle erteilen. Man kann auch zu seinem Funker gehen und dort nach Nachschub erfragen, sowie auf der Kommandostation selbst das Seerohr anklicken, um durchzuschauen. Dafür muss man allerdings auf Seerohrtiefe sein, da dies sonst nicht sehr viel Sinn hat.

Falls man allerdings gerade aufgetaucht unterwegs sein sollte, so kann man sogar die Luken auf machen und sich an Deck des Bootes bewegen. Dort können, je nach Bestückung des Schiffes, Geschütztürme und Flaks besetzt werden. Ein Fernrohr für weit entfernte Schiffe befindet sich ebenfalls an Deck der U-Boote.

Natürlich besteht Silent Hunter V nicht nur aus der Erkundung des eigenen Schiffes, was man eher in einem Museum machen kann, sondern man hat die Möglichkeit sein Schiff selber zu navigieren. Man setzt sich natürlich nicht selber an das Steuer, sondern erteilt Befehle, welche Wege man zurücklegen soll und in welcher Geschwindigkeit dies passieren soll. Eine Ansichtskarte steht für die Übersichtlichkeit dieser Navigation zur Verfügung. So kann man beliebig viele Wegpunkte auf der Karte erstellen, um beispielsweise in einen Hafen unbeschadet einzulaufen. Falls man sich denkt, dass dies doch einfach sei, dann sollte man bedenken, dass man auf die Wasserhöhe achten muss, ebenso ob genügend Platz zum manövrieren vorhanden ist, oder ob man lieber den Rückwärtsgang einschalten sollte.

Während seiner Navigationen kann man auch Befehle darüber erteilen, wie Tief man tauchen soll, um zum Beispiel Wasserbomben zu entkommen.

Spannender wird es allerdings, wenn man auf die Pirsch geht, um feindliche Schiffe zu jagen. Diese kann man nämlich bequem über das Seerohr erfassen, dann kommt es allerdings zum interessanten Teil, der Torpedos. Man kann an dieser Stelle sogar über die Art der Torpedos entscheiden, welche man auf seine Missionen mitnehmen möchte. Ob man hier auf elektronische Torpedos, oder lieber auf die normalen zurückgreift, bleibt dem Spieler überlassen.

Nachdem man allerdings ein Ziel erfasst hat kann man sich für dein Torpedorohr entscheiden, aus dem man schießen möchte. Auf einer Minikarte wird sogar die ungefähre Laufrichtung der einzelnen Rohre angezeigt, da nicht alle Torpedoluken im vorderen Bereich des Schiffes sind. Neben der Wahl des Rohres kann man sich auch für die Geschwindigkeit und Tiefe der einzelnen Torpedos entscheiden.

 
Detailgenauigkeit ist wohl das treffendste Wort für Silent Hunter V. Es fängt schon im U-Boot an, welches man sich genau anschauen kann und die eigene Mannschaft sieht, wie jeder einzelne an seinem Posten agiert. Selbst das nachladen von Torpedos kann man sich von Anfang bis zum Ende anschauen, was mich sehr fasziniert hat. Bei einer solchen Simulation hätte man nicht mit einer derartigen Detailtiefe gerechnet. Ebenso nett anzuschauen sind die Wassereffekte. Selbst der Wellengang ist auf dem Meer höher als im Hafen, was auch logisch ist. Schön an dieser Stelle ist es, wenn man auf Tauchfahrt ist und das Seerohr zum spionieren benutzt und der Wellengang so hoch ist, dass die einzelnen Wellen gegen das Rohr prasseln und langsam von der Linse abperln, so dass man für eine kurze Zeit eine verschwommene Sicht hat, einfach unglaublich!

Selbst bei Nacht schimmert der Mond über das Wasser wie bei einem Gemälde.

Soundtechnisch wurde die U-Boot Simulation wirklich sehr gut in Szene gesetzt. Neben der musikalischen Untermalung in diversen Situationen hört man an speziellen Gebieten eine andere Soundkulisse. In Küstennähe hört man daher Möwen und das Wasser plätschern, auf hoher See hört man, wie die einzelnen Wellen gegen das Boot prasseln und versuchen die lauten Motorengeräusche zu übertönen. Man kann es also quasi wie eine Symphonie bezeichnen. Während der Fahrt bekommt man von seinen Besatzungsmitgliedern ständige Aussagen über die Umgebung, wie Feindkontakt, einer Rauchquelle oder ähnliches.

Schön in Szene gesetzt ist auch der Übergang einzelner Einsätze im Spiel selber, so muss man nach jedem Einsatz in seinen Heimathafen einlaufen, beispielsweise in Kiel. Dort bekommt man neben den neuen Einsätzen auch die Möglichkeit sein U-Boot auf- und nachzurüsten.

Die Aufrüstung selber ist sehr interessant gestaltet, da man wirklich auf viele nützliche Upgrades bauen kann, wie einer Flak oder einem Bordgeschütz. Dies ermöglicht dem Spieler weitere taktische Möglichkeiten auf dem Schlachtfeld selber und macht diesen zudem noch abwechslungsreicher. Ebenso liegt die Wahl der Torpedos in der Hand des Spielers. Ob man nur auf Dampfgas betriebene Torpedos setzen sollte, oder doch gar auf die elektronische Variante bleibt dem Spieler somit selber überlassen. Man kann auch beide mit auf hohe See nehmen. Natürlich haben beide ihre Vor- sowie Nachteile. So sind die elektrischen Torpedos bei Tageslicht wohl schwieriger aufzufinden im Wasser, da diese nicht den typischen schweif mit sich ziehen, sind dafür aber auch um einiges langsamer in der Geschwindigkeit. Die normalen Torpedos, welche auf Dampfgas-Basis arbeiten, hingegen schneller und eignen sich besonders für den Angriff in der Nacht. Auch bei dieser Variante bleibt dem Spieler die Qual der Wahl und vielleicht obsiegt sogar eine gewisse persönliche Vorliebe.

 

 

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