Distant Worlds

b27b8cc1a635e40486207f0bb7e986f6Matrixgames und die kleine aber feine Spieleschmiede Code Force haben ein neues 4X Strategiespiel auf den Markt gebracht.
Distant Worlds ist ein Weltraumstrategiespiel das im Echtzeitbereich seinesgleichen sucht. 

 

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Distant Worlds spielt in einer bis zu 1400 Sternensysteme und bis zu 50000 Planeten umfassende Spielumgebung, die bei der höchsten Einstellung die meisten PCs an ihre Grenzen bringt. Das Spiel vereint viele verschiedene Spielemöglichkeiten, je nach Gusto des Spielers kann man sich auf alles oder auf verschiedene Aspekte konzentrieren – die gut gemachte Automatisierung macht es möglich.

Zu Beginn des Spieles wählt man seine Rasse, die Startbedingungen, Größe der Galaxis und vieles andere aus…..und dann wird man auf die Galaxis losgelassen.
Die einzeln Rassen haben verschiedenste Eigenschaften und sind für verschiedenste Taktiken verwendbar – wenn man kriegerisch eingestellt ist sollte man sich aber keine pazifistische Rasse aussuchen!
Wenn man den PC die Gegner erschaffen lässt, sind die meisten Gegner technologisch weit fortgeschrittener – in diesem Fall ist Diplomatie keine schlechte Sache. Wenn man die Gegner per Hand erschafft, kann man ihnen gleiche Startbedingungen schaffen – in diesem Fall hat man etliche Vorteile.

In meinem Fall habe ich eine etwas dümmliche, aber sehr nette, loyale aber auch sehr aggressive Rasse ausgesucht, die von nur einem Planeten aus die Galaxie zu erobern versucht.
 Ausser unserem Heimatplaneten haben wir noch einige Kolonisierungsschiffe, ein paar Frachter und eine Raumstation.
Als erstes schicken wir mal alles los was wir haben um die Gegend zu erkunden und hoffentlich auf keine Überraschungen stossen.

Dadurch das ich gerne im Mikromanagement versinke habe ich zu Beginn versucht alles selbst zu machen und zu steuern – zum Glück kann man das Game jederzeit stoppen und die Befehle geben. Mit der Zeit gibt man aber einige Aspekte ab, oder man hört öfters auf seine Berater. Und vor Allem man liest einiges nun doch im Handbuch durch…..

Die Möglichkeiten des Spieles sind enorm:
zu Beginn einmal die klassischen 4X – explore, expand, exploit, exterminate (Erkunden, Expandieren, Ausbeuten, Auslöschen)
Und diese 4X haben es in sich:
– Erkunden eines riesigen Gebietes mit fremden Völkern und einigen versteckten Überraschungen. Mit der Zeit entwickelt sich daraus eine nette Geschichte über den Ursprung deiner Galaxie.

– Kolonialisieren der gefundenen Sternensysteme und Planeten. Gründung von Kolonien, die auch mal die Boston Tea Partie nachspielen wollen – also man sollte diese Kolonien gut versorgen damit sie nicht rebellieren und sich unter Umständen von zuhause los sagen.

– Ausbauen der eigenen Systeme und andere Dinge wie Raumschiffe, Bergwerke, Raumbasen, Spionage und Abhörzentren, Forschungsstationen oder aber Abwehrsatelitten und Verteidigungszentren
– Forschung und Entwicklung, damit mein seine ganz speziellen Dinge tun kann
– Diplomatie. Ein notwendiges Übel um mit stärkeren Rassen und Piraten ein Nebeneinander haben zu können. Aber auch notwendig um diverse Fraktionen aufzustacheln, und einige Bosheiten zu tun – zum Beispiel Piraten anzuheuern um einen Konkurenten etwas zu bremsen.
– Spionage. Ansich ein Teil der Diplomatie und ein sehr wichtiger Bestandteil um sich Informationen zu beschaffen.
– Kriegsführung. Aktiv oder passiv, je nach Rasse oder Einstellung – es ist wichtig genügend in Abwehr- und Patrollienflotten zu investieren da der Feind und auch Piraten überall lauern können. Später kann man diese Flotten so schlagkräftig gestalten, dass man sich wir Attila aufführen kann.

Um bei all diesen Sachen nicht im Mikromanagement zu versinken hefen einem zweierlei Dinge:
Automatisierung sowie die Eigenständigkeit der eigenen Bevölkerung, die von sich aus die notwendigen Dinge tun – Transport von Gütern und Bevölkerung, Abbau von Ressourcen, aber auch Weltraumtourismus.

Den meisten wird es aber wie mir gehen, wenn man alles kontrollieren kann, dann will man dies auch tun – koste es was es wolle.
Zu Beginn sind viele Sachen recht knapp, also ist es notwendig sich einen Überblick über das eigene System sowie über die Nachbarsysteme zu verschaffen.
Auch ein Überblick über die eigenen Industrien und Ausbau Möglichkeiten ist wichtig.

Meist findet man im eigenen System einige wichtige Planeten und kann sich so notwendige Ressourcen abbauen.
Aber Achtung in den unendlichen Weiten des Universums gibt es immer wieder Überraschungen, so werden Asteroidenfelder oft von Spacemonstern bewohnt  oder man findet ein Piratennest.

Nach einiger Zeit und mit etwas Glück baut man mit der Zeit ein nettes kleines stabiles aber wehrhaftes Reich in seiner Ecke des Universums.
Nachdem nun der Rubel rollt und wir genügend Rohstoffe abbauen kann man sich an den Bau von größeren und kampfkräftigeren Schiffen machen und nach einiger Zeit ist die Galaxie soweit aufgeklärt und bevölkert, daß eine Konfrontation unausweichbar wird.
 Auffällig an diesem Spiel ist die extreme Lernkurve – ein wirklich flüssiges Spielen ist erst nach längeren probieren und nachlesen machbar. Die Lernkurve ist mit der Lernkurve von WitP AE zu vergleichen. Das wird aber hoffentlich niemanden abschrecken.
Die Grafik ist etwas veraltet, zwar recht nett anzusehen aber rein 2D. Der Vorteil davon ist, dass es sich leicht modden lässt. Es gibt ein StarTrek, ein Warhammer und einen StarWars Mod (kann man im Matrixforum finden!)

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