Shaun White Skateboarding

046e636c2e12ff2be2dff7f4e3ec2896Ist Tony Hawk etwa zur Vergangenheit geworden? Shaun White versucht sich als neuer Skaterstern auf den heimischen Konsolen zu beweisen und startet erstmals mit einem neuen Skatertitel zu Wort.

Ob es sich hierbei allerdings um einen würdigen Nachfolger handelt, oder eher nicht, dass erfahrt ihr wie immer bei uns!

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Man dürfte anfangs denken, dass man als der neue Protagonist „Shaun White“ in das Spielgeschehen einsteigen wird. Allerdings findet man sich in der Story in einer Welt ohne Spaß wieder, in der jeglichen Menschen der Gesellschaft der Spaß genommen wurde.
Daher wurde Shaun White gefangen genommen, da dieser als eine Art Rebelle agierte und den Leuten Spaß zugefügt hat.
So startet man als ein unbekannter Protagonist, welcher Shaun White im Gefängnis besuchen geht und von ihm sein Skateboard bekommt. Das Abenteuer kann also beginnen!
 
An dieser Stelle im Spiel muss man sich für dein Äußeres entscheiden und kann seinen Charakter individuell erschaffen. Von der Gesichtsform, über die Kleidung bis hin zur Optik seines Skateboards kann man sich nun austoben.
Ab sofort findet man sich im Tutorial wieder und ein unbekannter, fein gekleideter, Mann versucht euch in der Kunst der Freude zu unterrichten, woran es in der Stadt an jeder Ecke mangelt.
 
Anfangs dürfte es etwas verwunderlich erscheinen, dass die gesamte Umgebung in einer tristen Farbe gehalten ist. Jegliche Objekte sind grau untermalen und sehen alles andere als einladend aus. Durch gewisse Moves, die man mit dem Skateboard ausführen kann, fügt man seiner Umgebung Glanz und Farbe zu. Also ist die Hauptaufgabe des Spieles schon einmal klar, man muss seine Umgebung wieder in eine farbenprächtige Landschaft verwandeln.
Man stößt auf seinen Abenteuern ebenso auf die Bevölkerung, welche genauso trist dargestellt wurde, wie der Rest der Umwelt. Diese kann man allerdings auch mit seinen Tricks beeinflussen und von einer Welt voller Spaß beeindrucken und überzeugen.
 
Um dies allerdings zu schaffen benötigt man „Flow“. Das so genannte Flow kann man als eine Art „Energieleiste“ verstehen, welche sich auflädt, wenn man gewisse Tricks erfolgreich ausführt.
Wenn diese Leiste voll ist kann man endlich anfangen nicht nur die Umgebung zu verändern, sondern ebenso die Menschen, welche anspruchsvoller unterhalten werden wollen. Dies klingt vielleicht im ersten Moment ein wenig Bizarr, aber vielleicht sollte man sich darüber nicht so viele Gedanken machen.
Um das verwandeln ein wenig anspruchsvoller zu gestalten benötigt man für gewisse Gebiete oder Leute auch ab und an ein gewisses Flow-Level. Im Laufe des Spieles kann man dieses automatisch steigern, um auch solch anspruchsvollen Gebiete in volle Farbenpracht zu verwandeln.
 
Ein sehr wichtiger Part eines solchen Spieles ist mitunter die Physik. Diese findet hier leider nicht allzu große Beachtung, da beispielsweise jegliche Menschen in der Umgebung kein wirkliches Hindernis für den Spieler darstellen. So fährt man ohne Probleme durch diese hindurch ohne auf Gegenwehr oder ähnliches zu stoßen. Es kommt einem quasi vor, als ob man sich in einer Geisterstadt bewegt, wo man mit keinem Menschen kollidieren kann. An dieser Stelle hätte man sich mit Sicherheit ein wenig mehr Realismus wünschen können.
Ein weiterer kritischer Punkt der Physik ist es, dass es keinerlei Möglichkeit gibt von seinem Skateboard im Dreck zu landen. Es ist also sichtlich egal, wie man auf eine Pipe oder Kante zufährt, denn der Ausgang dieser Situation wird immer glimpflich ausgehen. Der Protagonist zeigt sich kurz wackelig auf dem Brett, damit dargestellt wird, dass der Trick nicht so funktioniert hat, wie man es sich gewünscht hätte. Nur leider wird man zu keinem Zeitpunkt in den Genuss eines Unfalles oder ähnliches kommen. Hierbei wurde auch sehr am Realismus gespart, wodurch ebenso der Schwierigkeitsgrad um einiges einfacher wird.
 
Betrachten wir allerdings die Steuerung selber, so muss man hierbei deutlich sagen, dass diese sehr einsteigerfreundlich ist. Direkt am Anfang der Kampagne findet man sich in einem kleinen Tutorial wider, in dem man auf die Basics dieses Spieles aufmerksam gemacht wird.
Im Laufe des Spieles bekommt man auch diverse Einweisungen in die Tricks und Moves, welche man machen kann. Falls man im späteren Spielverlauf dennoch vergessen haben sollte, wie ein Move funktioniert, so kann man dies auch bequem zu jeder Zeit im Menü nachlesen.
 
Anfänglich kann man dennoch lediglich auf eine Handvoll Tricks zurückgreifen. Um ein anspruchsvollerer Skateboarder zu werden benötigt man allerdings Erfahrungspunkte, welche man durch das Ausführen der schon bekannten Tricks bekommt. Mit diesen Erfahrungspunkten ist es dem Spieler dann möglich neue Moves zu kaufen.
Natürlich ist dies nicht das einzige, was man mit seinen Erfahrungspunkten anstellen kann. Im Laufe der Zeit spielt man sich gewisse Gegenstände für sein Skateboard oder Kleidungsstücke frei, in welche man seine Erfahrungspunkte investieren kann.
Dieses Prinzip ist zwar sinnvoll und bietet eine Art Herausforderung für den Spieler selber dar, dennoch kann man dadurch erst relativ spät auf aufwendige Tricks zurückgreifen. Man benötigt auf die Dauer einfach zu viele Erfahrungspunkte, um jegliche Moves zu besitzen. Man hätte dieses System auch einfach an dem Levelsystem des Flows oder ähnliches koppeln können.
 
Wodurch sich die Playstation 3 stets auszeichnen konnte war die großartigen und detailtiefen Grafiken. Diese ist im Großen und Ganzen auch zufrieden stellend bei Shaun White Skateboarding, allerdings kann man einige Abstriche alleine bei den Zwischensequenzen machen. Es gibt schon einige Titel auf dem Markt, welche viel Wert auf Lippensynchronisität gesetzt haben, warum dann Shaun White nicht ebenso? Auch wenn es sich vielleicht nicht um ein Top Titel handeln sollte, könnte man sich gerade an dieser Stelle vielleicht ein wenig mehr Tiefe erhoffen.
Grafisch wundervoll inszeniert wurde dafür allerdings der krasse Kontrast zwischen der knallig bunten Welt des Spaßes im Gegensatz zu der grauen, tristen und trostlosen Welt. So kann man genussvoll sehen, wie die Farbe wie durch eine Art Druckwelle auf die Gegend gestrichen wird und alles prachtvoller gestalten lässt. Solch eine Detailtiefe wünscht man sich auch an der einen oder anderen Stelle dieses Titels.
 
Umso mehr feeling im Spiel kommt auf, wenn die Musikuntermalung zur Geltung kommt. Diese passt perfekt zu der Skateboarderszene im klassischen Teenie-Rock stil, wie man sie sonst aus Filmen wie American Pie her kennt. Je nach Umgebung, in der man sich befindet, wechselt die Hintergrundmusik, so dass in den noch grauen Zonen nicht so melodische Klänge aus den Boxen tönen, wie bei den schon verwandelten Teilen der Welt.
 
Der Multiplayermodus versucht das zu retten, was der Singleplayer vielleicht nicht aufrechterhalten kann!
Hierbei kann man sich mit einem Freund per Splitscreen vergnügen, oder man steigt direkt ins Onlinegeschehen ein, wo drei verschiedene Spielvarianten warten.
Zum einen hätte man dort die klassische Punktesammlerei, in der derjenige gewinnt, der die meisten Flowpunkte ergattern konnte.
Der zweite Modus beschäftigt sich damit gewisse Punkte auf der Karte für sich zu gewinnen.
Beim letzten Onlinemodus geht man als Sieger hervor, wenn man die meisten Formen für sich gewinnen konnte.
Gerade im Mehrspielermodus hätte man sich mehr Modis wünschen können, die sich von anderen Titeln absetzen könnte. Diese drei wirken allerdings recht langweilig, da auf die Dauer kein wirkliches Erlebnis aufkommt.

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Post Author: Admin

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