Gran Turismo 5

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Von vielen Leuten wurde es schon sehr lange erwarte, doch noch länger wurde es verschoben. Nun ist es endlich soweit und Gran Turismo ist fertig. 

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Nach gefühlten 10 Verschiebungen des Release Datums war es noch im alten Jahr soweit und das Spiel wurde veröffentlicht. Bevor ihr jedoch richtig loslegen könnt, erwartet euch aber fast eine Stunde Installationszeit. Zuerst den neuen Patch installieren und danach noch 8Gb des Spiels. Diese Installation könnt ihr überspringen es dauert aber nachher umso länger, denn die Installation des Spiels verkürzt die Ladezeiten ein wenig. Zugegebenermaßen ist die Ladezeit auch mit Installation nicht gerade sehr kurz. Dies werdet ihr schon nach wenigen Minuten im Spiel merken.
Das Herzstück des Spiels stellt der Karrieremodus dar, in dem ihr euch ein Fahreroutfit wählt und dann mit 20.000 Credits Startkapital loslegen könnt. Im Karrieremodus selbst könnt ihr euch entscheiden, ob ihr selbst hinters Steuer eines Wagens wollt, oder einen Fahrer anheuert und ihn fahren lasst. Die Erfahrungspunkte, die ihr in dem jeweiligen Modus sammelt, gelten auch nur für diesen. Fangen wir mal mit dem aktiven Fahren an, dem A-Spec Modus. Hierfür kauft ihr euch beim Gebrauchtwagenhändler ein schönes billiges Auto. Keine Sorge, eure Gegner fahren am Anfang auch mit klapprigen Kisten durch die Gegend. Ihr Startet in der ersten von 5 Klassen der Anfängerklasse. Hier werden erstmal keine besonderen Anforderungen gestellt und jedes Auto darf teilnehmen. Je weiter ihr euch vorarbeitet, desto öfter werden Rennen auftauchen, in denen ihr zum Beispiel nur mit Oldtimern oder japanischen Autos fahren dürft.
Wer sich noch nicht ins Renngetümmel traut, kann auch wieder Lizenzen erwerben. Diese braucht ihr nicht um irgendeine Rennserie freizuschalten, die Lizenzen geben euch aber reichlich Erfahrungspunkte. Außerdem bekommt ihr ein Fahrgefühl für verschiedene Wagentypen.
Je weiter ihr im Level steigt, desto mehr Spezialrennen könnt ihr fahren. Bei den Spezialrennen handelt es sich um Einblicke in Rennserien, wie Nascar, Kart fahren oder auch Rallye. Diese sind nicht sehr Umfangreich, verschaffen euch aber ein wenig Abwechslung und viel Geld, wenn ihr diese Herausforderungen meistert.

Im B-Spec Modus schaut ihr eurem eingestellten Fahrer beim Rennen zu und könnt lediglich Anweisungen geben, die euer Fahrer versucht umzusetzen. Hierbei könnt ihr ihm dann sagen, dass er schneller fahren soll. Stresst ihr ihn jedoch zu sehr und pusht ihn immer weiter, wird es passieren, dass er sich einen Fahrfehler erlaubt und im Graben landet. Dies ist besonders ärgerlich, da euer Fahrer wartet, bis er am Ende des Feldes ist, und sich erst dann wieder einreiht.
Dieser Modus bietet etwas Abwechslung ist aber nicht sonderlich aufregend.

Kommen wir nun zu einem weiteren wichtigen Punkt, der die Gran Turismo Reihe immer ausgezeichnet hat: dem Spielumfang.
Insgesamt gibt es über 1000 Autos zwischen denen ihr wählen könnt. Leider sind von diesen die meisten Asiaten. Während ihr bei den deutschen Autohändlern lediglich 3 oder 4 Modelle seht, stehen bei den Japanischen Autos ungefähr 10 herum. Außerdem zählen zu den über 1000 Autos auch verschiedene Varianten eines Fahrzeugtyps, was bedeutet, dass es zum Beispiel einen Honda Civic aus dem Jahr 2006 und 1998 gibt diese aber schon als 2 Fahrzeuge zählen.
Von den 1000 Wagen sind lediglich 200 Premium Autos. Dies bedeutet, dass ihr nur in diesen Fahrzeugen eine richtige Fahrerperspektive habt, in denen auch das Cockpit des Wagens gestaltet ist. In den anderen 800 könnt ihr nur zwischen der Front Kamera die vor dem Auto ist, der Heck Perspektive und einer Perspektive etwas hinter der Motohaube wählen. Leider ist es den Entwicklern in 5 Jahren nicht gelungen für die anderen 800 Wagen eine richtige Fahrerperspektive zu erschaffen.
Genauso verhält es sich mit dem Schadensmodell. Außer den Rallye Wagen, nimmt kein Fahrzeug ernsthaften Schaden. Ihr könnt mit den Autos mit 200 km/h gegen die Wand fahren und euer Wagen hat nicht einmal einen Kratzer. Bei manchen der Premium Wagen ist eine Delle das höchste der Gefühle.
Die originalgetreuen Strecken und Fahrzeuge sehen alle nicht sehr viel anders aus, als bei den Vorgängern. Hier macht es eher den Eindruck als wären die alten Modelle nur leicht überarbeitet worden. Die neuen Strecken, wie zum Beispiel die Stadtstrecke in Rom, sehen sehr viel besser und detaillgetreuer aus.

Neben der Karriere könnt ihr natürlich auch den Arcade Modus allein oder mit Freunden spielen. Hier gibt es das schnelle Rennen, Drift Veranstaltungen und das Zeitrennen. Außerdem könnt ihr Online mit bis zu 16 Spielern euer Können unter Beweis stellen. Hier startet ihr entweder mit eurem ausgesuchten Wagen, oder in einem 2. Modus mit einem ausgelosten Wagen, bei dem die Chancengleichheit höher ist.

Das Fahrverhalten jedes einzelnen Wagens unterscheidet sich ein wenig. Pick Ups fahren sich natürlich ganz anders als Rennwagen. Leider muss man sagen, dass die Steuerung mit schnelleren Autos immer schwammiger wird. Natürlich kann man sich zahlreiche Fahrhilfen dazuschalten, doch trotzdem ist das Fahrverhalten der Autos manchmal nicht nachzuvollziehen. Die Motorengeräusche hätten nochein wenig abwechslungsreicher gestaltet werden können.

Kommen wir nun zum letzten großen Punkt: der Grafik und dem Sound.
Nachdem der Soundtrack in diesem Teil vom ausnahme Klaviertalent Lang Lang stammt, ist der Rest der Spielmusik eher Techno mäßig gehalten. Dies wird nicht allen Spielern passen, stört aber nicht unbedingt. Die Grafik soll das große Highlight sein, doch auch hier muss man Abstriche machen. Das Wettermodell ist nicht besonders gut gelungen. Der regen macht euer Auto von außen nicht nass und aus der Fahrerperspektive sehen die Regentropfen auf der scheibe wie dicke verpixelte Tropfen aus. Hier hätte man sich doch etwas mehr gewünscht. Die Autos an sich sehen wie bei jedem Teil top aus und auch die Strecken machen einen guten Eindruck. Doch auch hier gibt es wieder einige Schattenseiten. Die Zuschauer stehen statisch am Streckenrand oder auf der Tribüne und auch Abseits der Strecke sieht es einfach nur Zweckmäßig aus.
Was den Entwicklern sehr gut gelungen ist, ist der Wechsel zwischen Tag und Nacht. Dieser Lichtwechsel ist sehr gut umgesetzt und weiß zu begeistern.
Alles in allem ist die Grafik auf einem guten Niveau, hätte jedoch an einigen Stellen noch etwas aufpoliert werden können.

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Post Author: Admin

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