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Forge of Freedom: The American Civil War 1861-1865 von Matrix Games
Reviewer : W. Pruckner
Link :Webseite zum Test








Der Sezessionskrieg war der militärische Konflikt zwischen den Nordstaaten und den aus den Vereinigten Staaten (Union) ausgetretenen Südstaaten (Konföderation). Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord− und Südstaaten, die sich am offensichtlichsten in der Sklavereifrage zeigte und dort wiederum auch eine ihrer Hauptursachen hatte. Der Krieg begann mit der Beschießung Fort Sumters am 12. April 1861 und endete mit der Kapitulation der letzten Armee der Konföderation im Juni 1865.














Matrix Games ist in den letzten Jahren zu DEM Publisher für Strategiespiele geworden. Knapp vor Weihnachten hat Matrix das Spiel Forge of Freedom: The American Civil War 1861−1865 von Western Civilization Software auf den Markt gebracht.
Aufbauend auf einer verbesserten Crown of Glory Engine ist ein sehr solides und gut gemachtes Strategiespiel entstanden, dass nahezu alle Facetten des Genres abdeckt.

Der Geschichtliche Hintergrund ist der Amerikanische Bürgerkrieg zwischen der Union und den Konföderierten Staaten von Amerika also zwischen den Nord− und den Südstaaten. Der Sezessionskrieg war der für die USA verlustreichste Krieg ihrer Geschichte und nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und dem Krieg von 1812 der letzte Krieg, der auf US−Staatsgebiet geführt wurde. Der Sezessionskrieg ist noch heute im kollektiven Gedächtnis der USA sehr präsent, besonders in den Südstaaten, auf deren Territorium die Kämpfe fast ausschließlich ausgetragen wurden.

Zu Beginn des Krieges waren sich beide Seiten nicht darüber im Klaren, wie der Krieg geführt werden sollte. Erst nach der ersten für den Süden siegreichen Schlacht bei Manassas begann der Norden ernsthaft mit der Aufstellung und Ausrüstung einer schlagkräftigen Armee. Gleichzeitig bemühte sich der Süden, die Grenzstaaten Kentucky und Missouri nicht nur politisch, sondern auch militärisch in sein Staatsgebiet zu integrieren. Diese Bemühungen mussten Ende 1862 ergebnislos eingestellt werden.

Im Osten hatte der Norden mit dem Halbinselfeldzug versucht die Hauptstadt der Konföderation Richmond einzunehmen, scheiterte jedoch an General Robert E. Lee, der seinen Erfolg aus der Sieben−Tage−Schlacht ausnutzend bei Manassas einen Sieg erfocht und mit seiner Nord−Virginia−Armee nach Maryland eindrang. Diese erste Invasion des Nordens endete mit der Schlacht am Antietam. Nach dem Sieg am Antietam verkündete Lincoln die Emanzipationserklärung, die alle Sklaven in den rebellierenden Staaten für frei erklärte. Kriegsziel blieb jedoch weiterhin die Wiederherstellung der Union.

Die Nordstaaten besetzten 1863 die Hälfte Tennessees, eroberten den Verkehrsknotenpunkt Vicksburg, Mississippi und erhielten dadurch die Kontrolle über den Verkehr auf dem Mississippi. Die Konföderation war geteilt. Im Osten gelangen General Lee im Frühjahr einige spektakuläre Erfolge, die er mit der zweiten Invasion des Nordens ausnutzen wollte. Das Ziel beider Invasionen war die Herbeiführung eines Patts, um den Nordstaaten einen Verhandlungsfrieden abzuringen. In der Schlacht von Gettysburg wurde auch die zweite Invasion beendet. Der Rappahannock bildete zum Ende des Jahres im Osten die Grenze, im Westen war Tennessee geteilt und der Mississippi fest in der Hand der Nordstaaten. Die Eroberung des Mississippi−Tales hatte bereits 1862 mit der Einnahme New Orleans, Louisianas und Fort Donelsons, Tennessee begonnen. Die Blockade der Häfen des Südens durch die Nordstaatenflotte zeigte erste Auswirkungen auf die Industrie und die Versorgung.

Präsident Lincoln ernannte 1864 General Ulysses S. Grant, den Sieger von Vicksburg, zum Oberbefehlshaber der US−Streitkräfte. Grant begann auf beiden Kriegsschauplätzen gleichzeitig Feldzüge, der im Osten endete mit großen Verlusten und keinem eindeutigen Sieg bei Petersburg, Virginia. Der Atlanta−Feldzug im Westen führte schließlich zum dringend für die Wiederwahl Lincolns benötigten Sieg. General William T. Shermans Marsch zum Meer spaltete die Konföderation erneut und führte 1865 den Krieg nach Virginia zurück.

Der Süden unternahm 1865 noch einmal verzweifelte Anstrengungen, den Ausgang des Krieges abzuändern, aber die wirtschaftlichen Ressourcen zur Versorgung der Armee und der Bevölkerung waren erschöpft. Die wichtigste Armee der Südstaaten, die Nord−Virginia−Armee, musste am 9. April bei Appomattox C.H. die Waffen niederlegen, die übrigen noch nicht geschlagenen Armeen des Südens folgten bis zum Sommer.

Grafik und Sound:
Der Musikscore des Spieles sind viele klassische Stücke aus der Zeit des Bürgerkrieges − manche kennt man sicherlich vom hören aus diversen Filmen. Der sonstige Sound ist ziemlich standardmäßig wie bei den meisten neueren Strategiespielen.
Die Grafik bietet zumindest auf der Strategieebene etliches − die Karte der USA ist handgezeichnet und mit Computertexturen unterlegt. Die einzelnen Staaten sind leicht erkennbar und in Provinzen unterteilt. Die Schiffbaren Flüsse sind sichtbar gezeichnt − dies hilft dann später im Spiel!
Die einzelnen untergeordneten Ebenen sind zum größten Teil recht nett gemachte Textfenster − wie halt bei solchen Spielen üblich...man will ja doch möglichst viel Information transportieren.
Die Combat−Ebene ist ein ziemlich klassisches HEX Design.

Gameplay:
Während viele so genannte Grand Strategy Games den Spieler mit ihrem Handbuch versuchen zu erschlagen, ist man mit Forge of Freedom: The American Civil War 1861−1865 doch einen anderen Weg gegangen. IN diesem Spiel lässt sich doch ein eigener Schwierigkeitsgrad Maß−Schneidern indem man aus über 30 Punkten mit anklicken diverse Sachen festlegt. Will man die Möglichkeit der Diplomatie mit den europäischen Großmächten haben, will man diverse Sachen während dem Spiel upgraden, braucht man im eigenen Land Politik und damit diverse interne Schwierigkeiten oder sollen die Truppen bei längeren Märschen und Kampagnen einer gewissen zusätzlichen Reibung und Erschöpfung ausgesetzt sein. Dies sind nur ein paar der vielen Auswahlmöglichkeiten.

Das Spiel bietet derzeit 3 Szenarien, die allesamt historisch sind − es sind aber alternative Szenarien in Arbeit.

In Forge of Freedom: The American Civil War 1861−1865 sind alle Amerikanischen Bundesstaaten, die es zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges gab vorhanden. Jeder der Staaten ist in Provinzen unterteilt. Manche dieser Provinzen beinhalten Städte, diese kann man weiter ausbauen und nur dort kann man weiter Truppen ausheben. Provinzen ohne Städte produzieren nur Ressourcen. Da die Anzahl der Städte aber recht begrenzt ist, ist dass Ganze aber überschaubar.
Um in den Besitz einer Provinz zu gelangen, ist es notwendig die Stadt und alle Befestigungen zu besitzen – falls man der Angreifer ist kommt es mal zu einer mehr oder weniger langen Belagerung − wenn man eine Provinz in einem Bundesstaat besitzt aber nicht die Bundeshauptstadt, so nimmt man in dieser Provinz automatisch nur die Hälfte ein. Außerdem gibt es in den eingenommenen Provinzen immer wieder Aufstände.
Jede Stadt kann etwas produzieren: Geld, Leute, Arbeitskraft, Eisen oder Pferde.
Mit diesen Ressourcen kann man die Städte ausbauen oder neue Einheiten produzieren – nur leider hat man nicht immer Genügend Ressourcen, so ist man früher oder später gezwungen von der Freiwiligen − Armee zur allgemeinen Wehrpflicht zu wechseln. Wenn man mit aktiven Gouverneur spielt, kann es nun schon zu recht krassen politischen Problemen führen.

Und nun zu einem interessanten Aspekt des Spieles: der Aufbau der Armeen.
In Forge of Freedom: The American Civil War 1861−1865 ist eine Armee ein mehr oder weniger harmonischer Körper und wird als Box dargestellt. Es ist also nicht ein Stappel von diversen Truppen an einem Ort in der strategischenÜbersicht sondern immer eine Gesamtheit.
Die Truppen bilden sich von Regimentern aufwärts, jede einzeln Hierarchie benötigt ihre eigenen führenden Offiziere – damit also etwas sich Armee nennen darf muss ein 4−Stern General an der Spitze stehen.
Im Spiel sind nahezu alle Generäle aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mit ihren Stärken und Schwächen vorhanden – die Offiziere sind auch noch beförderbar ( aus einem Stern mach zwei usw... ).
Die Schlachten werden auf einer taktischen HEX Karte geführt. Sie können entweder selbst durchgespielt werden oder vom Computer aufgelöst werden. Wenn man sich dazu entschließt die Schlachten selbst durchzuspielen, dann muss man sich schon etwas Zeit nehmen. Bei einem Zusammenstoß von zwei Armeen dauert eine solche Schlacht schon mal leicht 2 Stunden. Ztum Glück kann man aber jederzeit speichern.

Die AI ist sowohl in der strategischen als auch in der taktischen Hinsicht sehr solide programmiert – jeder Fehler wird sofort ausgenutzt. Generell kann man sagen, dass die Unions AI die aggressivere und die Südstaaten AI die defensivere ist. Auch werden von der AI alle politischen Fehler schnell ausgenützt – so kann es schnell zu Kriegserklärungen der europäischen Großmächte kommen, zu einer Invasion aus Kanada oder in einer unbewachten Küsten Provinz kommt es zu einer Invasion.


Fazit:
Dieses Spiel hat mich nun seit Weihnachten an den Computer gefesselt. Im Gegensatz zum Vorgängerspiel wurden die richtigen Verbesserungen gesetzt, um den Spielfluß besser zu gestalten und es wurde dem Spieler die Möglichkeit gegeben um etliches flexibler zu agieren.
Auch ist die Historiengetreue und die Spieltiefe wie so oft bei Matrix Games bemerkenswert!

Das Spiel besitzt den richtigen Ausgleich zwischen Strategie und Taktik – und falls der Spieler die Spieltiefe verringern will, kann er dies ohne Probleme leicht machen,

Einer der wenigen Schwachpunkte ist die Gamebalance zwischen Nordstaaten und Südstaaten gewesen – wird aber oder ist aber durch Patches verbessert stark worden.
Ansonsten ist Forge of Freedom: The American Civil War 1861−1865 das derzeit beste Strategiespiel über den Amerikanischen Bürgerkrieg und es kann getrost jedem Strategiespieler sowie allen die hineinschnuppern wollen ans Herz gelegt werden.
Systemanforderung :
* Windows 2000/XP
* 500 MHz CPU (1,4+ GHz+ Recommended)
* 1 GB++ RAM ( absolutes Minimum ist zwar 512 MB, damit ist es aber fast nicht spielbar)
* 32 MB Video Card
* Sound Card
* 1 GB free, uncompressed Hard Drive space
* Windows compatible Mouse
* DirectX 7+
* Adobe® Flash® Player 8+ (for intro screen only)







Link USK













































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