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Panzer Command: Ostfront

Vor Jahren brachte Matrix Games mit „Panzer Command: Operation Winter Storm“ und „Panzer Command: Kharkov“ zwei historische Taktik-Simulationen auf den Markt, die schnell eine kleine, aber feine Fangemeinde gewannen. Nun liegt unter dem Titel „Panzer Command: Ostfront“ endlich der lange erwartete dritte Teil der Reihe vor.

 

Bei „Panzer Command: Ostfront“ (PC:O), für das ein Entwicklerteam namens Black Hand Studios verantwortlich zeichnet, handelt es sich gewissermaßen um ein riesiges Upgrade. Hier wird nämlich nicht nur der gesamte Inhalt der beiden noch von Koios Works programmierten Vorgänger geboten, sondern darüber hinaus eine Masse neuer Features. Dazu gehören über dreißig zusätzliche Karten, ein um rund fünfzig Einheiten erweitertes Waffenarsenal sowie etliche Verbesserungen in punkto Interface, KI und Grafik.

Wenn man sich über einen Aspekt ganz gewiß nicht beschweren kann, so ist dies der Spielumfang. Denn immerhin kommt PC:O mit neun historischen und fünfzehn zufallsgesteuerten Feldzügen sowie über siebzig Einzelszenarien daher, so daß nun das Geschehen an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs von den ersten Tagen des Unternehmens Barbarossa bis zum Endkampf um Berlin abgedeckt wird. Wem das noch nicht genügt, der darf zudem auf unkomplizierte Weise Schnellgefechte erstellen oder aber mit Hilfe des mächtigen Editors, der jetzt auch das Basteln von Karten erlaubt, sein Talent als Szenariodesigner erproben.

Natürlich kann der Spieler nicht nur auf deutscher oder sowjetischer Seite gegen die KI zu Felde ziehen, sondern ebenso im Multiplayer gegen einen menschlichen Gegner antreten. In dieser Hinsicht offeriert PC:O drei Varianten: den Hot Seat-Modus an einem Computer, das traditionelle PBEM-System, bei dem die Spielstände manuell verschickt werden müssen, und drittens schließlich das neuerdings in Mode gekommene serverbasierte PBEM-System. Für letzteres ist es jedoch notwendig, daß sich die Spieler ein sogenanntes „Live Sync“-Programm beschaffen und eigenhändig installieren. Tools dieser Art sind kostenfrei verfügbar und erlauben es, Daten über einen Remote-Server zu verwalten und mit anderen Personen auszutauschen.

Bild 1


Bewegungs- und Feuerlinien


Wie sich denken läßt, ist das bewährte rundenbasierte Spielprinzip der „Panzer Command“-Serie im wesentlichen unverändert geblieben: Auf einer taktischen 3D-Karte werden den historisch getreu dargestellten Einheiten zunächst mittels Kontextmenü Befehle erteilt, dann führt das Programm alle geplanten Aktionen beider Parteien simultan und in Echtzeit aus. Vorbild dieses Verfahrens ist unverkennbar das legendäre „Combat Mission“. Gegenüber dem Klassiker zeichnet sich PC:O allerdings durch einige Besonderheiten aus, die ich nun für alle Neueinsteiger kurz erläutere.

Befehle werden in PC:O grundsätzlich nicht einer einzelnen Einheit, sondern einer kompletten Formation erteilt, wobei es sich bei letzterer normalerweise um einen Zug handelt. Dennoch gibt mir das Spielsystem die Möglichkeit an die Hand, per Mikromanagement jeden Infanterietrupp oder jeden Panzer in meiner Truppe persönlich zu betreuen. Diese Kombination funktioniert in der Praxis dadurch, daß PC:O hinsichtlich der Einheitensteuerung zwischen Basisbefehl („Base Order“) und Unterbefehl („Sub-Order“) unterscheidet. Ein Basis- oder auch Hauptbefehl, wie etwa „Vorrücken“, „Angreifen“ oder „Verteidigen“, läßt sich nur dem Zugführer erteilen und bestimmt die generelle Verhaltensweise des gesamten Verbandes. Ein Unterbefehl hingegen dient vornehmlich dazu, bei Bedarf das Vorgehen einzelner Einheiten zu justieren.

Konkret gesprochen: Gebe ich einem Panzerzug den Basisbefehl „Angreifen“ zusammen mit dem Unterbefehl „Bewegen“, wird der ganze Zug während der Rundenauflösung eine gewisse Entfernung zurücklegen und gegebenenfalls gesichtete Feindeinheiten beschießen. Ich kann nun den Bewegungspfad für jeden Trupp meines Zuges durch die Vergabe von Wegpunkten manuell anpassen, aber ebenso einzelnen Trupps andere Unterbefehle erteilen. So wird beispielsweise eine Einheit mit dem Befehl „Angreifen/Position halten“ an Ort und Stelle bleiben und nicht mit dem Rest des Zuges vorrücken. Eines ist hierbei jedoch besonders wichtig und bei der taktischen Planung jederzeit zu bedenken: Es stehen nur solche Unterbefehle zur Verfügung, die mit dem Hauptbefehl kombinierbar sind!

 

 

Geschrieben von: Mortimer am 07.07.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Sehr umfangreich
  • Eingängige Steuerung
  • Motivierender Feldzugmodus
  • Realistisches Regelwerk

Negativ

  • Veraltete Grafik
  • Mäßige Soundeffekte
  • Befehlssystem läßt Wünsche offen

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • Pentium 1 GHz/AMD 2000+
  • 512 MB RAM (1 GB für Vista/7)
  • 2 GB freier Festplattenspeicher
  • 64 MB-3D-Grafikkarte (DirectX 9)
Fazit:

Zugegeben: In Sachen Präsentation zeigt sich PC:O nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Hobby-Taktiker werden damit jedoch gut leben können, denn sie erhalten zum moderaten Preis ein Programm, das nicht nur mit einem ausgeklügelten, auf Realismus setzenden Regelwerk, sondern auch mit gewaltigem Umfang aufwarten kann. Besondere Pluspunkte sind dabei die eingängige und stets für Übersicht sorgende Steuerung sowie vor allem der motivierende Kampagnenmodus, welcher Dank der zufallsgenerierten Feldzüge einen hohen Wiederspielwert bietet. Daher kann ich PC:O allen Liebhabern historischer Panzerschlachten ans Herz legen, auch wenn am Spielsystem einige kleinere Schönheitsfehler nicht zu übersehen sind.
Galerien dazu
     

 


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