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Pride of Nations

Lange hat AGEOD an einem Strategiespiel gearbeitet, das alle bisherigen Titel des französischen Entwicklerteams bezüglich Umfang und Komplexität in den Schatten stellen sollte. Das fertige Produkt trägt den Titel „Pride of Nations“ und befindet sich bereits seit Juni im Handel – für uns also höchste Zeit, dieses Werk gründlich unter die Lupe zu nehmen!

 

„Pride of Nations“ (PoN) läßt sich als Staatensimulation beschreiben, welche die aus den älteren AGEOD-Spielen bekannte und sehr detaillierte Darstellung militärischer Vorgänge mit neuartigen strategischen Elementen wie Ökonomie, Diplomatie oder Forschung vereint. Was historisches Sujet und globalen Maßstab betrifft, erscheint PoN wie ein direkter Konkurrent des ebenfalls aus dem Hause des Publishers Paradox Interactive stammenden „Victoria 2“. Wir befinden uns hier nämlich ebenfalls in der Welt des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt: im Zeitalter der industriellen Revolution und des europäischen Imperialismus. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über eine der damaligen Großmächte und verfolgt das ehrgeizige Ziel, sein Land zur führenden Nation der Welt zu machen.

In der großen Kampagne bietet PoN acht spielbare Nationen, darunter die üblichen Verdächtigen Großbritannien, Frankreich, USA, Rußland, Preußen und Österreich. Einen gewissen Sonderstatus haben das kleinere Piemont-Sardinien sowie das anfangs noch in vormodernen Feudalstrukturen befangene Japan. Die Kampagne verdient das Adjektiv „groß“ übrigens mit vollem Recht, denn sie erstreckt sich maximal über siebzig Jahre (1850-1920), legt aber einen Maßstab von nur 15 Tagen Realzeit pro Spielzug zu Grunde. So kommt man im besten Falle auf die erstaunliche Anzahl von 1680 Runden!

 

Darüber hinaus gibt es noch ein fünfteiliges Tutorial sowie vier kleinere Szenarien, die sich militärischen Konflikten der Viktorianischen Epoche widmen. Hier darf man unter anderem die italienischen Einigungskriege oder den Burenkrieg nachstellen. Neben der Möglichkeit, gegen die KI anzutreten, offeriert PoN selbstredend auch einen Mehrspielerpart mittels PBEM. Letzterer bedient sich eines meiner Ansicht nach etwas umständlichen Verfahrens, das den Umgang mit zwei Dateiformaten erforderlich macht.

Der Spielerfolg wird in PoN am Erwerb von Prestigepunkten bemessen. Von dieser generellen Regel abgesehen erhält jedes Land spezifische Missionen, was auch der Widerspiegelung der jeweiligen historischen Verhältnisse und der besonderen strategischen Situation eines Staatsgebildes dient. So müssen Preußen und Piemont-Sardinien den deutschen beziehungsweise italienischen Nationalstaat gründen, während die USA unter anderem ein Auge darauf zu werfen haben, daß die sogenannte Monroe-Doktrin, die keine Fremdeinmischung auf dem amerikanischen Kontinent duldet, von den anderen Mächten respektiert wird. Dabei will das eigene Vorgehen stets wohlbedacht sein, denn bei Mißlingen sorgen die Aktionen des Spielers für einen gehörigen Prestigeverlust.

Bild 1


Eine neue Aufgabe


 

Geschrieben von: Mortimer am 18.08.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Beherrschbare Steuerung
  • Innovative Spielkonzepte
  • Ansprechende Präsentation
  • Interessante Thematik

Negativ

  • Technische Mängel
  • Lückenhaftes Handbuch
  • Schleppendes Gameplay
  • Teils fehlende Übersicht

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • Pentium IV 1,8 GHz
  • 1 GB (XP)/2 GB RAM
  • 3 GB freier Festplattenspeicher
  • 512 MB-Grafikkarte (DirectX 9.0c)
Fazit:

Mit PoN hat man ein Hybridmonster geschaffen, das sowohl detaillierte Darstellung operativer Kriegsführung als auch globalstrategische Simulation einer ganzen Epoche sein will. In der Tat: Das Spiel offeriert etliche hochinteressante Konzepte und birgt auch ein gewisses Suchtpotential für ehrgeizige Staatenlenker mit viel Sitzfleisch und hoher Frustrationstoleranz. Wer sich nicht zu den letzteren zählt, läuft allerdings Gefahr, an der Sperrigkeit und Unübersichtlichkeit des Ganzen sowie schließlich an der Mühsal der langwierigen Kampagne zu scheitern. Liebhaber militärischer Strategiespiele, die auf ökonomisches und politisches Management gut verzichten können, sollten andere Titel des Entwicklers, wie etwa „Revolution under Siege“ oder „Rise of Prussia“, in Erwägung ziehen.
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