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Sengoku

Way of the Warrior
Sengoku bringt uns ins Jahr 1467 mitten in die Bürgerkriegswirren Japans. Die Herrschaft des Shoguns Ashikaga ist zusammengebrochen und nun kämpfen die einzelnen Provinzen und feudalen Herrschaften um die Zukunft ihres kleinen Reiches oder auch um die Zukunft Japans. In Sengoku muss man die Balance halten zwischen wagemutigen Eroberungen, Diplomatie - sowohl intern als auch mit externen Mächten und Wirtschaft. Dafür hat man nicht nur seine tapferen Samuraihorden sondern man kann sich auch die Dienste einzelner Ninja oder kompletter Ninja Klans kaufen.

Wer Europa Universalis kennt wird sich möglicherweise sofort zurechtfinden, da Sengoku ein "Nachfolger" von EU III ist. Das Spiel ist weit mehr auf Intrige und Ränke schmieden aufgebaut als auf Kampf.....zumindest hat man bei den Intrigen mehr einfluss als im Kampfgeschehen.

Screen 1


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screen 2


Ladebild

screen 3


Ladebild

Ziel des Spieles ist die Kontrolle über Japan, man muss zumindest die Hälfte des Landes kontrollieren um als Sieger eine Kampagne zu beenden.

Ueberblick


Überblick

Zu beginn startet man mit einer Familie und der dazugehörenden Provinz....die ist oftmals nicht so leicht aus der Vogelperspektive zu finden, da die Familienbesitzungen und die Provinzen oftmals extrem zersplittert sind.

Clans


Das Wirrwar an Clans
Hat man dann mal seine Besitztümer gefunden, kann man sich seinen Clan und die dazugehörigen Familien anschauen - man selbst ist das Clanoberhaupt, dessen Aufgabe es ist sich zu vermehren, damit das Spiel nicht schon nach einer Generation aus ist.

mikro


Hunderte Mikroprovinzen

Jede Person im Spiel hat verschiedene Charakterwerte, welche sich zum positiven oder negativen wenden können. Es gibt aber auch spezielle Charaktäre welche verschiedene wichtige aufgaben erfüllen (Zeremonienmeister, Waffenmeister, Hauptmann....).

Wie schon in EU III sollte man seine Feinde nahehalten da zumindest diese berechenbar sind.....die eigene Familie und der eigene Clan ist es nicht so oft. Oftmals will sich ein Verwandter mit einem Teil der Provinzen selbständig machen oder ein Verwandter will einen anderen meucheln - Familie ist doch was wunderbares!

zoom


etwas hineingezoomt

Um solche Sachen zu verhindern, sollte man den Überblick bewahren...eine abtrünige Provinz und dann noch lästige Verwandtschaft, dass kann lästig werden und ist ein Bürgerkrieg im Bürgerkrieg.
Damit die eigene Familie an der macht bleibt, muss man sich rechtzeitigum Nachwuchs kümmern. Aus den Söhnen wählt man dann den designierten Nachfolger aus - die Töchter werden zwangsverheiratet - zum Wohl der Familie.

Control


kontrolliertes Gebiet

Einen Unterschied zu EU III gibt es meiner Ansicht nach, nämlich die Ehre. In Japan ist Ehre eines der wichtigsten Dinge überhaupt und in einem Intrigenspiel wird man entweder selbst sehr schnell angschwärzt oder man treibt seine Gegner in den rituellen Selbstmord. Wenn man selbst Seppuku begeht, dann ist das Spiel ansich aus.

zoom


zoom

Um den eigenen Machtbereich zu erweitern hat man verschiedene Optionen. Zum einen die klassische Eroberung, welche oftmals sehr langwierig ist, da man die gegnerische Festung erobern muss. Zum anderen die Bekämpfung von Aufständischen (nicht nur wir, sondern alle Möchtegernmachthaber in Japan haben das selbe Problem), dabei fällt das eine oder das andere Stückchen Land an uns. Und man kann auch versuchen die neutralen Fürsten zu überzeugen sich einem anzuschliessen.
Bei all diesen Optionen kann man auf den einen oder anderen Ninja Clan zurückgreifen. Die Ninjas sorgen für Spionage, Unruhe, den einen oder anderen Mordanschlag oder sie können Truppenteile bereitstellen.

Obwohl Japan aus vielerlei Inseln besteht, gibt es keinen Seekrieg und der Landkrieg läuft wie in EU III automatisch ab. Man kann verschiedenste Truppen ausheben (sogar Ronin - herrenlose Samurai), wobei bei den kämpfen die Übermacht an Samurai und ein guter Kommandant fast alles bedeuten.

Forschung ist im Spiel nicht existent und der Ausbau der Provinzen ist eine langwierige Sache.
Falls einem langweilig ist, man gute Beziehungen zu den Portugiesen hat, kann man versuchen Japan vom Christentum zu überzeugen.

Multiplayer ist im LAN (mit bis zu 32 Spielern) und im Internet mit bis zu 12 Spielern machbar.

Zuguterletzt noch ein Youtube link, von dort aus kann man sich dann zu den Stundenlangen Einschulungsvideos weiterbewegen....

 

Geschrieben von: swift am 07.11.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Europa Universalis III lässt grüssen
  • Alles was einem in EU III gefallen hat findet sich hier wieder

Negativ

  • Fremdklingende sehr gleich lautende Namen.
  • Bei hoher Bildschirmauflösung ist auf der Übersichtskarte nur die Geographie übersichtlich.....Charaktäre (eigene und feindliche) sind nicht bzw kaum auffindbar
  • Etwas Computerresourcen fressend (zumindest bei mir immer wieder Ruckler und kurze Stops)
  • Keine Forschung
  • unübersichtlich
  • nur automatische Schlachten
  • unnötig komliziert und hölzern!

Systemvoraussetzungen

  • Operating system: XP/Vista/Windows7
  • Processor: Intel® Pentium® IV 2.4 GHz or AMD 3500+
  • Memory: 2 Gb RAM
  • Hard disk space: 2 GB Available HDD Space
  • Video: NVIDIA® GeForce 8800 or ATI Radeon® X1900
Fazit:

Komplex.....wer es kompliziert mit nicht merkbaren Namen und nicht immer auffindbaren Charaktären mag und von Europa Universalis III begeistert war, wird auch nun wieder ein gutes Spiel finden.
Wer sich nicht durch ein Studium des Handbuches und ca 50 Stunden Internetvideos durchquälen will, wird dieses Spiel zu komplex sein.
Ich finde das Spiel zwar faszinierend, wenn auch leider oftmals zu umständlich und unnötig kompliziert......und auch als Nachfolger von EU III hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Trotzdem ist dieses Spiel allen Strategen, welchen es nicht verwirrend und tiefgründig genug sein kann, ans Herz beziehungsweise auf den Gabentisch zu legen.
     

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