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Battlefield 3

Endlich ist die Battlefield Reihe aus dem Hause DICE wieder zurück zu den Wurzeln gekommen. Nach dem Anfang im zweiten Weltkrieg, einem Abstecher nach Vietnam und dem Krieg im nahen Osten, sowie der fernen Zukunft, geht es nun wieder zurück in die moderne und aktuelle Kriegsführung. Nach zwei erfolgreichen Teilen der Bad Company Reihe, hat sich DICE wieder vollends auf die Mehrspielervariante gestürzt, wobei eine Singleplayer Kampagne als nette Dreingabe dabei ist.


Schlachtfeld von heute

Wie bereits erwähnt, hat sich die Battlefield Reihe mittlerweile durch fast alle aktuellen und historischen Gefechte der letzten 70 Jahre gekämpft. Nach dem eher mittemäßigen Abstecher in die Zukunft, wird wieder mit aktuellem Gerät auf den Schlachtfeldern gekämpft und somit eng an Battlefield 2 angeknüpft. So wird man vergeblich nach Laserwaffen oder Propellermaschinen suchen, stattdessen aber auf M1 Abrahms und T90 Panzer treffen, sowie mit dem M4 oder einer H&K UMP Gegner bekämpfen. Als Engine wird die Frostbite 2.0 verwendet, eine Weiterentwicklung der Bad Company Engine. Besonderheit hierbei sind neben den sehr hübschen Licht- und Explosionseffekten natürlich die zerstörbare Umgebung. Versteckt sich also ein Gegner in einem Gebäude, wird kurzerhand mittels Sprengkraft das gesamte Gebäude zum Einsturz gebracht.


Alleine im Krieg

Im Gegensatz zu Battlefield 1942 und Battlefield 2, verfügt Battlefield 3 über eine relativ lange Singleplayer Kampagne. Hierbei übernimmt man mehrere Rollen auf Seiten der US Marines, den russischen Geheimdienst und der Luftwaffe, die aber alle miteinander verknüpft sind. So erlebt man die Geschichte rund um den Soldaten Blackburn, der unter Verdacht steht einen Terroranschlag geplant zu haben und entsprechend verhört wird. In diesem Verhör springt man immer wieder an diverse Orte und erlebt so das Erlebte des Soldaten oder seiner befreundeten Kameraden mit. Ohne hier zuviele Storydetails verraten zu wollen, verschlägt es den Soldaten u.a. in den Irak, Iran, Paris und New York. Neben den Einsätzen als Fußsoldat darf man auch Panzer fahren und als Co-Pilot in einem Jet auf die Jagd gehen. Die Einsätze als Infanterist sind relativ linear gestrickt, wobei man nicht das Gefühl bekommt eingeengt zu sein. Bei der Mission im Kampfjet darf man jedoch im Gegensatz zur Panzermission, nicht selbst das Steuer übernehmen, sondern nur Tontaubenschießen. Eigentlich schade, auch wenn die Missionen allesamt packend umgesetzt sind. Insgesamt ist Battlefield 3 weitaus realistischer gestaltet als der Konkurrent aus dem Hause Activision. Nur wenige Schüsse reichen, um den Spieler ein früzeitiges Ende zu bereiten und alles läuft weitaus langsamer ab als bei der Konkurrenz.
Insgesamt wird man das Gefühl nicht los, dass man alle Elemente aus der Kampagne bereits aus den Call of Duty Titeln kennt. Natürlich ist es schwer noch neue Elemente zu finden und diese effektvoll umzusetzen, da Call of Duty die Messlatte wirklich hoch gelegt hat. Daher sollte man die Singleplayer Kampagne als nette Dreingabe ansehen, sich stattdessen auf den fantastischen Mehrspielerpart konzentrieren, da hier die wahren Stärken der Battlefield Reihe liegen.


Spielmodi

Im Bereich der Spielmodi konzentriert sich Battlefield auf die bewährten Modi der Serie. Entweder man spielt im Team Deathmatch (inkl. Squadvarianten), Eroberung oder Rushmodus. Hierbei kommen stets die gleichen Maps zum Zuge, wobei sie je nach Spielerzahl und Modus etwas anders aufgebaut ist. Im Eroberungsmodus gilt es mehrere Punkte auf der Karte zu erobern und zu halten. Hierbei hat jedes Team eine gewisse Anzahl an Tickets für Wiedereinstiege und das Team, welches als erstes keine Tickets mehr hat, verliert. Hat ein Team mehr als die Hälfte der Punkte eingenommen, werden die Tickets des gegnerischen Teams weiter reduziert. 
Im Rush Modus muss ein Team zwei Funkstationen beschützen, während das andere Team gerade diese zerstören muss. Wurden die beiden Stationen zerstört, wird die Karte erweitert und zwei neue Ziele freigeschaltet. In diesem Modus sind nur die Tickets der Angreifer zahlenmäßig beschränkt, während die Verteidiger unbegrent wiedereinsteigen dürfen.
Je nach Karte sind auch Fahrzeuge, Hubschrauber und Kampfflugzeuge verteilt, die über mehrere Plätze verfügen. Zum Beispiel können im Panzer zwei Spieler Platz nehmen. Während der Fahrer auch den Turm steuert, darf der zweite Spieler das Bord-MG übernehmen. Genauso auch bei den Kampfhubschraubern, die ebenfalls über einen Schützenposten verfügen.
Ähnlich wie in Call of Duty verfügt auch Battlefield 3 über Coop Missionen, in denen zwei oder mehr Spieler zusammen einzelne Aufträge erfüllen muss. Während am Anfang nur zwischen zwei Missionen wählen kann, werden nach und nach weitere Missionen freigeschaltet. Hierbei gilt es größtenteils Gegnerwellen zurück zu schlagen ohne dabei das Leben zu verlieren. Auch hier hat Call of Duty in Sachen Inszenierung und Missionsaufbau die Nase vorn.


Klassen, Punkte und Belohnungen

Insgesamt gibt es vier verschiedene Soldatenklassen. Der Sturmsoldat, der gleichzeitig Medic ist, der Pionier für Panzerabwehr, Unterstützung mit Munitionsnachschub und MG Feuerunterstützung, sowie dem Aufklärer, der als Scharfschütze fungiert. Für jeden erfolgreiche Aktion im Spiel, wie z.B. Flaggeneroberung, Abschuss oder Wiederbelebung als Medic erhält der Spieler Punkte für die Rangliste. Mit der Zeit steigt der Spieler so im Rang auf, was zusätzliche Waffen, Tarnmuster und Zusatzgerät freischaltet. Zusätzlich werden weitere Ausrüstungsgegenstände für jede einzelne Waffe freigeschaltet, wenn man diese ebenfalls erfolgreich einsetzt. So kann man mit der Zeit zwischen diversen Zieloptiken, takt. Taschenlampen, Lasergeräten, Frontgriffen und z.B. Schalldämpfer wählen, was die Klassen sehr individuell gestaltet. Auch bei den Fahrzeugen sind so Erweiterungen wie Thermaloptik oder zusätzliche MGs möglich. 


Grafik und Sound

Wie bereits erwähnt kommt in Battlefield 3 die Frostbite 2.0 Engine zum Einsatz. Diese verleiht dem Spiel eine wahrlich beeindruckende Grafikpracht, die neben hochaufgelösten Texturen auch perfekt animierte Spielerfiguren darstellen kann. Hierbei hat vor allem die PC Version klar die Nase vorn, da die aktuelle Konsolengeneration letztlich langsam aber sicher ausgereizt ist. Fantastische Licht- und Schatteneffekte können genau so überzeugen, wie die Feuer- und Rauchdarstellung. 
Ein ganz besonderes Schmankerl ist der schier unglaubliche Sound, der sich vor allem bei einer Heimkinoanlage vollends entfalten kann. Satte Schussgeräusche, bedrohliche Explosionen aus dem Bass und das tiefe Brummen nahender Panzer lassen ein faszinierendes Spielerlebnis stattfinden.


Spionage auf dem PC

Während PC Spieler sich über größere Karten, mehr Spieler und schönere Grafik freuen können, bleibt die Freude einem doch fast im Halse stecken. Das zwanghaft installierte Origin Programm dient eigentlich als Schutz gegen Raubkopien, durchsucht hierfür jedoch den kompletten PC und übermittelt diese Daten an EA. Hierbei wird jedoch nicht nur der Spieleordner, sondern auch die eigenen Dateien (inkl. Bilder etc) durchsucht und transferiert. Hierbei bleibt abzuwarten, wie Electronic Arts auf die große Kritik der Presse und der Fans reagieren wird.

 

Geschrieben von: Metatron am 12.11.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • gigantische Soundkulisse
  • motivierendes Belohnungssystem
  • Licht- und Spezialeffekte
  • Luft-/Fahrzeug- und Infanteriegefechte
  • Grafikpracht auf PC

Negativ

  • mittelmäßige Singleplayerkampagne
  • auf Konsole nur 24 Spieler (PC 64)
  • etwas schwammige Steuerung auf Konsolen
  • Origin Installation auf dem PC

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3
Fazit:

Die Battlefield Reihe ist seit jeher für seinen fantastischen Mehrspielermodus und seinen eher stiefmütterlich behandelten Einzelspielerbereich bekannt. Daran wird sich bis auf weiteres nicht viel ändern. Während der Mehrspielerpart vollends überzeugen kann, ist die Kampagne zwar nett und gut inszeniert, kann jedoch nicht mit der Konkurrenz mithalten. Das fantastische Ranglistensystem sorgt für ordentlich Spielspaß und Motivation für Monate. Bereits im Dezember ist der erste DLC "Back to Karkand" geplant, der neue Waffen, Fahrzeuge und Maps mit sich bringt.
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