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Unity of Command

Kurz vor Weihnachten hat Publisher Matrix Games „Unity of Command“ aus dem Hut gezaubert – ein historisches Strategiespiel mit operativem Fokus und interessantem Design. Nachdem wir bereits in unserer Vorschau über diesen Titel berichtet haben, folgt nun der ausführliche Test!

Bei „Unity of Command“ (UoC) dreht sich alles um die Ostfront des Zweiten Weltkriegs. Allerdings wird nicht der gesamte deutsch-sowjetische Konflikt dargestellt, sondern nur die deutsche Sommeroffensive 1942 („Fall Blau“), welche schließlich in die Katastrophe von Stalingrad führte, sowie die russischen Gegenstöße im Winter 1942/43. Auch hat man es hierbei nicht mit einem Ausbund an Komplexität zu tun. Denn das Entwicklerteam 2x2 Games setzt klar auf leichte Handhabbarkeit und flüssigen Spielablauf, so daß sich UoC durchaus in die Tradition des Klassikers „Panzer General“ einordnen läßt.

Das Programm enthält (einschließlich Tutorial und Übungsgefecht) 19 Szenarien, die jeweils einem von drei Schwierigkeitsgraden zugeordnet sind und im traditionellen Rundenverfahren gespielt werden. Darunter befinden sich unter anderem die zweite und dritte Schlacht bei Charkow und natürlich das Ringen um Stalingrad. Im Einzelspielermodus ist die Partei übrigens nicht frei wählbar, da jede Mission für ein Kräftemessen mit der deutschen oder sowjetischen KI optimiert ist. Dazu kommen noch zwei Feldzüge, welche die vorhandenen Szenarien in verlinkter Form präsentieren. Hier darf der Spieler entweder auf deutscher Seite den Vorstoß der Wehrmacht an die Wolga und in den Kaukasus zum krönenden Erfolg führen oder mit den Sowjets den Aggressor in einer Reihe von Gegenoffensiven zurückschlagen.
Auch eine Multiplayer-Option in den Varianten Hot Seat und Internet ist vorhanden. Im letzteren Fall wird der Spielstand auf einem Server gespeichert, so daß die Gegner nicht zwingend gleichzeitig online sein müssen. Die Prozedur ist somit dem inzwischen etablierten serverbasierten PBEM-System vergleichbar. Zwar gibt es nur eine spezielle Mehrspielermission, jedoch lassen sich alle Einzelszenarien auch gegen einen menschlichen Kontrahenten bestreiten. Da dann aber das jeweilige Setting des KI-Spiels übernommen wird, ist eine optimale Balance nicht immer garantiert.

Bild 1


Angriff!


In UoC steht ein Hexfeld für eine Strecke von zwanzig Kilometern. Jede Runde repräsentiert eine Realzeit von vier Tagen. Die Einheiten sind auf deutscher Seite Divisionen, auf russischer hingegen Korps. Auch die am Rußlandfeldzug beteiligten Achsenpartner Rumänien, Italien und Ungarn sind mit von der Partie. Hierbei handelt es sich aber um relativ kampfschwache Truppen, die man am besten zur Sicherung wichtiger Kartenpunkte oder als Flankenschutz einsetzen sollte.
Ähnlich wie „Panzer General“ stellt UoC die militärischen Verbände relativ abstrakt dar: Jede Einheit besitzt bis zu sieben Stärkefaktoren, mehrere Bewegungspunkte sowie genau einen Aktionspunkt, der normalerweise zum Angreifen des Gegners verwendet wird, sich aber alternativ auch zur Ausführung einer erweiterten Bewegung einsetzen läßt. Natürlich gibt es auch die obligatorischen Offensiv- und Defensivwerte, die je nach Einheitentyp (Infanterie, motorisierte Infanterie, Panzer und Kavallerie) variieren. Darüber hinaus fließen noch einige weitere Modifikatoren in die Kampfberechnung ein, beispielsweise Erfahrung, Verschanzungsgrad oder Gelände- und Wetterverhältnisse.

 

Geschrieben von: Mortimer am 30.12.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Starke KI
  • Übersichtliches Interface
  • Gute Präsentation
  • Eingängige Spielmechanik

Negativ

  • Kurzes Feldzugspiel
  • Nur ein PvP-Szenario
  • Teils übertrieben schwer

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • 1,6 GHz-CPU
  • 1 GB RAM
  • 100 MB freier Festplattenspeicher
  • 32 MB-Grafikkarte (DirectX 9)
Fazit:

UoC überwältigt nicht durch großen Umfang, überzeugt aber mit eingängiger Steuerung, komfortablem Interface und schneller Erlernbarkeit. Außerdem gehört UoC eindeutig in die Klasse jener Spiele, die zwar leicht zu handhaben, jedoch nicht ohne weiteres zu meistern sind. Das liegt einmal an der ungewöhnlich starken KI, die kaum eine Gelegenheit ausläßt, ihren menschlichen Gegner in Verlegenheit zu bringen, andererseits am relativ knapp kalkulierten Rundenlimit. Was letzteres betrifft, hat man für mein Empfinden vielleicht sogar zuviel des Guten getan. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den etwas stiefmütterlich behandelten und im Handbuch nur sporadisch erwähnten Mehrspielerpart.
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