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Crusader Kings 2

Entwickler und Publisher Paradox Interactive hat sich mit Titeln wie „Europa Universalis“ oder „Hearts of Iron“ einen Namen gemacht und gilt seither als Experte für detaillierte und umfangreiche historische Strategiespiele. Wir wollen sehen, ob die schwedische Firma mit ihrem jüngsten Streich „Crusader Kings 2“ diesem Ruf gerecht wird.

 

Wie sich an der Namensgebung erkennen läßt, handelt es sich bei „Crusader Kings 2“ (CK 2) um den Nachfolger von „Crusader Kings“, das im Jahre 2004 auf den Markt gebracht wurde. An der Thematik hat sich nichts Grundlegendes geändert: Auch CK 2 entführt den Spieler in die Welt des mittelalterlichen Europa und verschafft ihm die Möglichkeit, als Graf, Herzog, König oder gar Kaiser die Geschicke seiner Untertanen zu lenken sowie Macht und Ruhm seines Landes zu mehren. Dabei verfolgt CK 2 einen interessanten Ansatz: Zwar geht es auch um militärische Eroberungen. Viel wichtiger noch ist aber eine geschickte Familienpolitik, damit die Herrscherdynastie nicht nur beständig an Einfluß gewinnt, sondern diesen auch behält, ohne Gebietsansprüche zu verlieren oder schlimmstenfalls plötzlich mangels Nachkommen zu erlöschen.

 

Gespielt wird auf einer zoombaren 3D-Landkarte, die Paradox-typisch in etliche Regionen gegliedert ist und neben Europa den Nahen Osten sowie die Küste Nordafrikas abbildet. Der von CK 2 behandelte historische Zeitraum umfaßt rund vierhundert Jahre und erstreckt sich maximal von der Landung der Normannen in England (1066) bis zum Untergang des byzantinischen Reichs (1453). Die im Produktnamen angesprochenen Kreuzzüge kommen dabei natürlich auch vor, stehen aber keineswegs alleine im Mittelpunkt des Geschehens. CK 2 zeichnet sich vielmehr durch große Freiheit aus. So ist das Startdatum innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens beliebig einstellbar. Auch bleibt es meinen persönlichen Vorlieben überlassen, ob ich in die Rolle eines unbedeutenden nordfranzösischen Grafen mit nur einer Provinz schlüpfe oder in die eines geachteten Herzogs auf den britischen Inseln. Und wenn mir dies zu gering erscheint, beginne ich gleich als römisch-deutscher Kaiser, der über ein politisches Großgebilde zu bestimmen hat.

 

Diese Freiheit gilt aber noch mehr für den eigentlichen Spielverlauf: Zwar gibt es einen „Prestige“ genannten Wert, dessen Endsumme den Sieger der Partie bestimmt, doch bin ich keineswegs gezwungen, das Ziel der Ansammlung möglichst vieler Prestigepunkte zu verfolgen. Sofern das eigene Haus nicht frühzeitig ausstirbt, kann ich bis zum Enddatum weitgehend nach Gutdünken schalten und walten – ganz gleich, ob ich mich in aller Bescheidenheit der Verwaltung meines kleines Reiches widme oder aber danach trachte, als Eroberer und Gewaltherrscher in die Geschichte einzugehen.

 

Bild 1


Die Karte im Überblick

 

Bevor wir nach diesen einleitenden Worten in die Details gehen, werfen wir noch einen kurzen Blick auf den Lieferumfang: Dem Spielkonzept gemäß enthält CK 2 nur ein Szenario. Hier gibt es neben der erwähnten Möglichkeit zur freien Konfiguration auch einige vorgegebene Startpunkte sowie eine Vorauswahl interessanter Dynastien. Des weiteren steht ein mehrteiliges Tutorial zur Verfügung, das die Grundlagen der Steuerung sowie zentrale Aspekte der Spielmechanik erläutert und als Einstieg dringend zu empfehlen ist.

 

Natürlich läßt sich CK 2 nicht nur im Einzelspielermodus gegen die KI bestreiten, sondern auch gegen menschliche Kontrahenten. Der Mehrspielerpart über Internet oder LAN ermöglicht Sitzungen mit bis zu 32 Spielern. Als zusätzliche Option wird eine Partie mittels „Metaserver“ geboten. Hierbei handelt es sich um einen kostenlosen Vermittlungsservice für Mehrspielergegner, wobei man sich zwanglos in einer Chat-Lobby treffen kann. Zur Nutzung dieses Dienstes ist eine Registrierung des Programms im Paradox-Forum erforderlich.

 

 

Geschrieben von: Mortimer am 08.05.2012
Wertung: 





  

Positiv

  • offener Spielverlauf
  • detaillierte Spielwelt
  • motivierende Rollenspiel-Elemente
  • authentische Atmosphäre

Negativ

  • Fehler in der Übersetzung
  • steile Lernkurve
  • rudimentäres Militärsystem
  • karge Soundeffekte

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • 2,4 GHz-Prozessor
  • 2 GB RAM
  • 2 GB freier Festplattenspeicher
  • 256 MB-3D-Grafikkarte (DirectX 9)
Fazit:

Mit CK 2 liefert das Paradox-Team ein stimmiges Produkt ab, das dem historisch interessierten PC-Strategen lange anhaltenden Spielspaß garantiert. Als besonders motivierend, wenn nicht gar als suchterzeugend, erweisen sich dabei die gelungene Einbindung von Rollenspiel-Elementen sowie die im Genre eher ungewöhnliche Fokussierung der Familienpolitik. Da der Zugang zu der komplexen mittelalterlichen Spielwelt allerdings erst erarbeitet sein will, ist CK 2 nichts für jene, die gerne an einem Abend die ganze Welt erobern. Auch die Freunde reinrassiger Konfliktsimulationen dürften angesichts der relativ schlicht gehaltenen militärischen Komponente nicht so recht auf ihre Kosten kommen.
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