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Decisive Campaigns: Case Blue

Vor zwei Jahren brachte "Decisive Campaigns: The Blitzkrieg from Warsaw to Paris" frischen Wind in das konservative Genre der rundenbasierten Hexfeld-Strategie. Nun haben Entwickler VR Designs und Publisher Matrix Games unter dem Namen "Decisive Campaigns: Case Blue" endlich den lange ersehnten zweiten Teil der Reihe vorgelegt.

 

Ging es im Vorgänger noch um die frühen Erfolge der Wehrmacht in Polen und Frankreich, so entführt uns "Decisive Campaigns: Case Blue" (DCCB) an die Ostfront des Zweiten Weltkriegs. Wie der Titel schon sagt, geht es im Speziellen um die als "Fall Blau" bekannte deutsche Sommeroffensive im Jahre 1942, welche letztlich in die Katastrophe von Stalingrad mündete. Der Spieler erhält hierbei die Möglichkeit, die Geschichte neu zu schreiben und die deutsche Seite zum Sieg zu führen oder aber im Dienst der Roten Armee den Aggressor in die Schranken zu weisen.

 

Betrachten wir zunächst kurz den Umfang des Spiels: DCCB enthält zwei kleinere Szenarien, die sich Operationen im Umfeld von "Fall Blau" widmen, nämlich der zweiten Schlacht bei Charkow (Mai 1942) sowie der Schlacht um Woronesch (Ende Juni/Anfang Juli 1942). Diese Szenarien sind relativ rasch absolviert, verwenden nur einen Ausschnitt der riesigen Gesamtkarte und eignen sich besonders zum Kennenlernen der Spielmechanik. Mit ganz anderen Dimensionen sieht sich der PC-Stratege in den großen Feldzügen konfrontiert: Das Standardszenario "Case Blue" zeigt die Weiten des südlichen Rußland zwischen Odessa am Schwarzen Meer einerseits und Baku am Kaspischen Meer andererseits. Der dargestellte historische Zeitraum erstreckt sich hierbei von Ende Juni 1942 bis Anfang April 1943.

Noch umfangreicher ist das Szenario "Trappenjagd", welches nach dem Decknamen für die deutsche Offensive auf der Krim benannt ist. Entsprechend sind hier die vor dem Beginn von "Fall Blau" liegenden Kämpfe um die Festung Sewastopol und um die Halbinsel Kertsch (sowie auch die Schlacht um Charkow) inbegriffen. Da ein Spielzug in DCCB für eine Realzeit von zwei Tagen steht, kommt man so auf die beachtliche Summe von rund 150 Runden. Dann wäre da noch das im November 1942 einsetzende "Unternehmen Uranus", bei dem die sowjetischen Verbände zur Zerschlagung der im Kessel von Stalingrad eingeschlossenen deutschen 6. Armee antreten.


Bild 1


Aufstellung zu Fall Blau

Damit noch nicht genug: Zusätzlich offeriert DCCB nicht nur kürzere Varianten von "Fall Blau" und "Uranus", sondern auch noch eine aus verlinkten Einzelszenarien bestehende Kampagne. Letztere hat maximal vier Stationen und läßt sich gegen die KI nur aus deutscher Perspektive spielen. Dabei darf man das Kommando über die 1. Panzer-Armee übernehmen, um über den Don zu setzen und am Ende die Ölfelder von Baku zu erobern.

Natürlich gehört zum Lieferumfang des Spiels auch ein Multiplayermodus. Wie bei Matrix Games inzwischen üblich, wird hierbei das von Matrix-Partner Slitherine entwickelte serverbasierte PBEM-System genutzt. Und schließlich gibt es noch eine gute Nachricht für all diejenigen, die beim Vorgänger einen Editor vermißt haben. Denn mit DCCB ist es nun möglich, sich kreativ als Szenario-Designer zu betätigen und handgefertigte Schlachten und Karten zu ersinnen. Das entsprechende Tool ist allerdings einigermaßen komplex und macht die Lektüre der inzwischen zum Download angebotenen separaten Anleitung dringend ratsam.


 

Geschrieben von: Mortimer am 18.08.2012
Wertung: 





  

Positiv

  • innovative Features
  • verlinkte Szenarien
  • hoher Spaßfaktor
  • gute KI

Negativ

  • Übersicht nicht optimal
  • lückenhaftes Handbuch
  • teils umständliche Steuerung

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • 1,5 GHz-Prozessor
  • 1,5 GB RAM (Vista/7: 2 GB)
  • 8 MB-Grafikkarte
  • 500 MB freier Festplattenspeicher
Fazit:

"Decisive Campaigns: Case Blue" wartet mit einer Menge neuer Features und Verbesserungen auf, die den Spielspaß im Vergleich zum gelobten Vorgänger noch einmal erheblich steigern. Wir haben es hier zweifellos mit einem Gewinner zu tun! Unverwechselbares Profil erhält das Spiel vor allem durch das innovative, so noch nicht gesehene System der Oberkommando-Befehle, welches stark zur Immersion beiträgt und im Verbund mit den Aktionskarten fast Rollenspiel-Gefühle aufkommen läßt. Ein Gegenstand der Kritik ist aber die nach wie vor in manchen Aspekten umständliche Steuerung.
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