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Commander The Great War

Strategiespiele zum Thema „Erster Weltkrieg“ gibt es bekanntermaßen nicht gerade wie Sand am Meer. Umso erfreulicher ist es daher, daß uns das Publisher-Gespann Slitherine/Matrix Games noch rechtzeitig vor Weihnachten mit dem Titel „Commander The Great War“ beglückt hat.

 

Bei „Commander The Great War“ (CTGW) handelt es sich bereits um den dritten Teil der „Commander“-Reihe, für welche das Entwicklerteam „The Lordz Games Studio“ verantwortlich zeichnet. Hatten wir es dabei zuvor mit dem Zweiten Weltkrieg in Europa und dem Zeitalter Napoleons zu tun, geht es also diesmal um jenen militärischen Konflikt, den Historiker oft als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnen.

 

Am bekannten Spielprinzip hat sich nichts Grundlegendes geändert: Im klassischen Rundenmodus bewegen wir unsere Truppen über eine zweidimensionale Hexfeld-Karte, greifen den Gegner an und kümmern uns nebenbei auch noch um Forschung und Produktion. Allerdings fällt auf, daß die „Commander“-Engine offenkundig einer Generalüberholung unterzogen wurde. Man hat sich nicht nur von der Java-Programmierung verabschiedet und die KI-Routinen überarbeitet, sondern auch das Interface verbessert. Letzteres wirkt sehr aufgeräumt, wobei alle Funktionen über platzsparende Registerkarten jederzeit mit einem Mausklick erreichbar sind.

Deutlich aufpoliert wurde auch die Präsentation: Die Karte, welche Europa, Nordafrika, den Nahen Osten sowie die Ostküste der USA und Kanadas abbildet, bietet nun wesentlich mehr geographische Details. Außerdem erfreuen hübsche Gefechtsanimationen das Auge. Dazu ertönen satte und stimmig wirkende Soundeffekte aus unseren Boxen. Ebenfalls sehr schön: Die Bewegungs- und Angriffsrichtung feindlicher Verbände wird während der aktuellen Spielrunde durch Pfeile markiert, was meines Erachtens zur Übersichtlichkeit des Geschehens beiträgt. Einheiten lassen sich übrigens wahlweise als Portraits im Miniaturen-Stil oder als konventionelle NATO-Counter auf der Karte darstellen.


Bild 1


Britische Artillerie greift an!

Bevor wir uns auf weitere Einzelheiten einlassen, einige Worte zum Lieferumfang. CTGW enthält fünf Szenarien, die chronologisch geordnet jeweils ein bestimmtes markantes Ereignis innerhalb des Gesamtgeschehens zum Ausgangspunkt haben, so etwa den Auftakt zur Schlacht von Verdun 1916 oder die unter dem Decknamen „Kaiserschlacht“ geführte letzte deutsche Großoffensive im Frühjahr 1918. Das Herzstück bildet natürlich das große Feldzugspiel, das den ganzen Ersten Weltkrieg umfaßt und sich über die maximale Distanz von 118 Runden erstreckt.

Alle Szenarien lassen sich auf Seiten der Mittelmächte oder der Entente wahlweise gegen die KI oder gegen einen menschlichen Gegner bestreiten. Der Mehrspielermodus wurde glücklicherweise auf das von Slitherine eingeführte, sehr komfortable serverbasierte PBEM-System umgestellt und somit spürbar aufgewertet. Ein nettes Schmankerl sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt: Zu jedem der Szenarien gibt es nicht nur eine nüchterne Lagebeschreibung, sondern auch ein kleines Video, das stimmungsvoll in die Situation einführt.


 

Geschrieben von: Mortimer am 23.12.2012
Wertung: 





  

Positiv

  • eingängige Steuerung
  • stimmungsvolle Präsentation
  • gute KI
  • herausfordernde Szenarien

Negativ

  • keine „echte“ Diplomatie
  • keine „Was wäre wenn“-Varianten

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP/Vista/7
  • Pentium 4-Prozessor oder vergleichbar
  • 1 GB RAM (Vista/7: 2 GB)
  • 800 MB freier Festplattenspeicher
  • Grafikkarte mit OpenGL 1.5
Fazit:

Mit „Commander The Great War“ landet das Haus Slitherine/Matrix einen weiteren Treffer. Denn dem Titel gelingt es, das fesselnde und eingängige Gameplay eines „Panzer General“ mit strategischen Elementen aufzuwerten und obendrein die historische Thematik weitgehend glaubwürdig umzusetzen. Besonders zu gefallen weiß die Verbindung von leicht verständlichem Regelwerk und anspruchsvoller spielerischer Herausforderung. Wer hier die Oberhand gewinnen will, muß die knappen Mittel wohlüberlegt einsetzen und seine Schritte genau planen. Weitere Pluspunkte sind die angenehme Präsentation sowie die durchaus brauchbare KI. Bei mir jedenfalls hat sich recht schnell Suchtverhalten eingestellt, so daß ich jedem leidenschaftlichen PC-Feldherren „Commander The Great War“ wärmstens empfehlen kann.
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