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Unity of Command - Red Turn: The Road to Berlin 1943-45

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte der Publisher Matrixgames den Titel „Unity of Command“ der Spieleschmiede 2 by 2 veröffentlicht, der insgesamt sehr positiv aufgenommen wurde (Gamershall Review). Nun erscheint mit Red Turn: The Road to Berlin 1943-45 die erste Erweiterung für diesen Titel.

 

Inhaltlich beschäftigt sich die Erweiterung mit dem Kriegsverlauf der Jahre 1943 bis 1945 aus russischer Sicht, ausgehend von der Schlacht um Kursk (Operation Zitadelle) bis zum Kriegsende Berlin. Dieser Zeitraum wird durch eine Kampagne mit 17 Szenarien dargestellt, wobei jedoch in Abhängigkeit vom Erfolg des Spielers nicht alle dieser Szenarien spielbar sein können. Thematisch werden sowohl tatsächlich stattgefundene Schlachten, als auch hypothetische Gefechte behandelt; die Länge der Szenarios reicht von 6 bis zu 12 Zügen.

 

Die Kampagnenkarte


Die Kampagnen-Karte nach einem erfolgreichen Feldzug. Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass nur 16 von 17 Szenarien gespielt wurden, denn aufgrund eines zu mageren Sieges wurde ein Szenario nicht freigeschaltet. Leider fiel dies erst kurz vor dem Ende der Kampagne auf und da man beim erneuten Spielen eines früheren Szenarios die gesamte restliche Kampagne wiederholen muss...?!?

Zusätzlich sind noch zwei auf Seiten der Deutschen spielbare Einzelszenarien (Zitadelle und Shitomir)  enthalten, die aber jeweils nur 4 Züge aufweisen. Änderungen am Grundspiel oder der grafischen Aufmachung sind nicht in der Erweiterung enthalten.

 

Startbildschirm


Anhand des Startbildschirms lässt sich die Erweiterung nicht vom Grundspiel unterscheiden.

Die 17 Szenarien der russischen Kampagne spielen sich angenehm, sind aber wenig abwechslungsreich, denn in der Regel lassen sie sich alle nach dem gleichen Schema gewinnen: Schlüssel zum Sieg ist immer die Unterbrechung des gegnerischen Nachschubs. Hierzu braucht es einen Durchbruch durch die gegnerischen Linien und nachfolgend einen tiefen Vorstoß in das gegnerische Terrain entlang der Bahnlinien, die das Rückgrad der Nachschublinien bilden. Selbst wenn es der KI gelingt, die Durchbrüche daraufhin zu schließen, können sich die nun im Hinterland abgeschnittenen russischen Einheiten –Kavallerie eignet sich hier vorzüglich- auch ohne Versorgung noch lange genug bewegen, um den Nachschub des Gegners nachhaltig zu stören und die KI zur Rücknahme der Front zu zwingen. Sobald der Gegner dann einmal in Bewegung ist, kann er durch Infanterie gebunden werden, während die gepanzerten Truppen an ihm vorbei zu den Zielfeldern vorstoßen. Da ein Szenario sofort beendet ist, sobald das letzte Zielfeld besetzt ist, kommt es gelegentlich zu recht absurden „Siegerfotos“, wenn anhand der Kartenlage sofort auffällt, dass das Siegfeld im nächsten Zug von der gegnerischen KI aufgrund lokaler Überlegenheit sofort wieder genommen werden könnte.

 

Mit einem Fuß im Zielhex


Leider ist das Szenario sofort beendet, sobald das letzte Zielfeld besetzt ist. In diesem Beispiel hätte die KI sehr gute Voraussetzungen gehabt, das Feld in der folgenden Runde zurückzuerobern.


 

Geschrieben von: dooya am 13.01.2013
Wertung: 





  

Positiv

  • Umfang und Qualität dem Preis angemessen
  • kurzweilig

Negativ

  • Schwierigkeitsgrad zu niedrig

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • 1,6 GHz-CPU
  • 1 GB RAM
  • 100 MB freier Festplattenspeicher
  • 32 MB-Grafikkarte (DirectX 9)
Fazit:

Die „Unity of Command“-Erweiterung „Red Turn: The Road to Berlin 1943-45“ liefert eine Kampagne mit 17 Szenarien auf Seiten der Roten Armee und zwei Einzelszenarien auf deutscher Seite. Der Umfang und die Qualität sind dem überschaubaren Preises angemessen, aber der Schwierigkeitsgrad könnte für erfahrene Strategen zu niedrig sein.
     

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