Birth of Rome
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Im letzten Herbst berichteten wir über das Strategiespiel „Alea Jacta Est“, das uns in die Welt der römischen Antike entführte. Inzwischen hat das einschlägig bekannte Entwicklerteam AGEOD nachgelegt und mit „Birth of Rome“ einen weiteren Titel zur gleichen Thematik auf den Markt geworfen. „Birth of Rome“ (BoR) ist kein einfaches Add-On, wie man vielleicht vermuten möchte, sondern ein Stand-Alone-Produkt, das den Besitz von „Alea Jacta Est“ nicht voraussetzt und demzufolge auch einzeln betrieben werden kann. Während jedoch in „Alea Jacta Est“ die Epoche der römischen Bürgerkriege im Mittelpunkt stand, entführt uns BoR noch tiefer in die Vergangenheit. Denn wie die Namensgebung bereits erahnen läßt, handelt das Spiel von einer Phase militärischer Konflikte, aus der die römische Republik schließlich als Großmacht hervorging. Was die Spielmechanik und auch die grafische Präsentation angeht, so hat sich gegenüber dem Vorgänger rein gar nichts verändert (siehe unseren Review zu „Alea Jacta Est“). Bei BoR geht es alleine um neue Inhalte, und diesem Aspekt wollen wir uns nun ohne weitere Umschweife zuwenden. BoR enthält ein Tutorial sowie sechs Szenarien und ist damit nicht weniger umfangreich als „Alea Jacta Est“. Da einige der in BoR abgehandelten Kriege wahrscheinlich nur dem Historiker bekannt sein dürften, hole ich in diesem Punkt etwas weiter aus. Da hätten wir zunächst den Dritten Samnitenkrieg (298-290 v.Chr.; 104 Runden). Bei den Samniten handelt es sich um einen italischen Volksstamm, der während des vierten und dritten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung mit den Römern um die Vorherrschaft in Mittel- und Unteritalien rang. Im dritten dieser Kriege versuchten die Samniten die zuvor verlorene Machtposition wiederzuerlangen, wurden jedoch zusammen mit ihren Verbündeten in mehreren Schlachten von Rom geschlagen. - Das zweite und kleinste Szenario behandelt die Auseinandersetzung Roms mit den Senonen, einem kriegerischen gallischen Stamm, der sich bis Mittelitalien ausgebreitet hatte (284-282 v.Chr.; 31 Runden).
In das Umfeld der Samnitenkriege gehören auch die Kämpfe Roms gegen König Pyrrhus von Epirus (280-275 v.Chr.; 70 Runden), der den griechischen Siedlungen in Unteritalien, und hier vor allem der Stadt Tarent, gegen Rom beistand. Besagter Pyrrhus konnte einige Siege gegen die römischen Legionen verbuchen, jedoch waren seine Erfolge äußerst verlustreich (daher die sprichwörtlichen Pyrrhussiege). Rom verbündete sich hierauf mit Karthago, dessen Besitzungen auf Sizilien weitgehend von Pyrrhus besetzt wurden. Der entscheidende Sieg auf dem Schlachtfeld blieb jedoch aus, so daß Pyrrhus Italien verlassen mußte. Rom wurde dadurch in die Lage versetzt, ganz Unteritalien zu erobern.
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