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Germany at War: Barbarossa 1941

Derzeit geht es Schlag auf Schlag: Kaum haben wir in „Allied Corps“ den Zweiten Weltkrieg gewonnen, schicken uns Slitherine und Matrix Games mit dem nächsten Spiel im Geiste des Klassikers „Panzer General“ schon wieder zurück an die Front. „Germany at War: Barbarossa 1941“ heißt der neue Titel, dem wir uns nun zuwenden wollen.

 

„Germany at War“ (GaW) behandelt den Russlandfeldzug aus deutscher Perspektive und konzentriert sich dabei, wie der Name schon sagt, besonders auf die Frühphase des Konflikts. Dies macht sich daran bemerkbar, dass der Kampagnenmodus lediglich die Jahre 1941 und 1942 einschließlich des Vorstoßes auf Stalingrad darstellt, während spätere Operationen (wie etwa die sowjetischen Offensiven der zweiten Kriegshälfte) keine Berücksichtigung finden. In der großen Kampagne besteht die Aufgabe des Spielers darin, das Unternehmen Barbarossa zur Niederwerfung der Sowjetunion erfolgreich in die Tat umzusetzen und dabei die geographische Linie Archangelsk-Astrachan zu erreichen. Das Feldzugspiel gegen die KI ist das Herzstück von GaW und bietet hinsichtlich seiner Strukturierung einige Besonderheiten, von denen später noch die Rede sein soll.

Bild 1


Eine Feindeinheit geht in Rauch auf

Zunächst wollen wir einige Worte über den Spielumfang verlieren: Neben dem Gesamtfeldzug, der insgesamt 37 Missionen bietet und die Frontabschnitte aller am deutschen Angriff beteiligten Heeresgruppen abdeckt, enthält GaW noch drei weitere und deutlich kürzere Kampagnen. Auf Seiten der Heeresgruppe Nord verbringt der Spieler lediglich drei Szenarien. Auch „Fall Blau“ ist mit vier Szenarien eher als Fingerübung zu betrachten. Außerdem kann man in einer abgespeckten Variante des Feldzugspiels einige wichtige Stationen des Unternehmens Barbarossa absolvieren, wobei dann im Dezember 1941 bei Moskau unweigerlich Schluss ist (neun Szenarien).

Darüber hinaus offeriert GaW vierzehn Einzelszenarien, welche sich vor allem für das schnelle Spiel zwischendurch anbieten. Anders als im Kampagnenmodus ist es hier auch möglich, die Rote Armee zu kommandieren und einige Operationen der zweiten Kriegsphase (wie etwa das Unternehmen „Zitadelle“) nachzustellen. Gleiches gilt für den Mehrspielerpart, den wir an dieser Stelle nicht vergessen wollen. Wie bei Matrix/Slitherine inzwischen üblich, wird das Spiel mit einem sehr komfortablen serverbasierten PBEM-Modus ausgeliefert. Hier steht ebenfalls eine ganze Liste an (teilweise speziell für den Multiplayer konzipierten) Szenarien zur Verfügung. Abgerundet wird das ganze Paket schließlich durch einen Editor zum Erstellen benutzerdefinierter Karten und Missionen. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass es sich beim Entwicklerteam Phobetor, das für GaW verantwortlich zeichnet, um eine Softwareschmiede aus deutschen Landen handelt.

 

Das grundsätzliche Spielprinzip ist aus „Panzer General“ oder der aktuelleren „Panzer Corps“-Reihe allseits bekannt: Auf traditionelle rundenbasierte Weise steuere ich meine Einheiten über eine Hexfeld-Karte und bekämpfe den Gegner, um wertvolle Siegziele wie Städte oder andere Plätze von strategischer Bedeutung zu erobern. Dabei sammle ich Prestigepunkte (in GaW „Ressourcen“ genannt), die ich zum Auffrischen, Aufrüsten oder Einkaufen von Einheiten verwenden darf. Ebenfalls nicht neu ist das Konzept der Kern-Armee, deren Verbände mir im Gegensatz zu den bloßen Hilfstruppen während des ganzen Feldzuges treu zur Seite stehen.

 

Geschrieben von: Mortimer am 18.08.2013
Wertung: 





  

Positiv

  • innovatives Feldzugspiel
  • individualisierbare Einheiten
  • authentisch wirkende Formationen
  • hoher Wiederspielwert

Negativ

  • wenig detaillierte Grafik
  • schwache Soundeffekte

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP oder höher
  • 1 GHz-CPU
  • 1 GB RAM
  • 128 MB-Grafikkarte (DirectX 9.0.c)
  • 1 GB freier Festplattenspeicher
Fazit:

Wer dem unverwüstlichen Spielprinzip des Klassikers „Panzer General“ etwas abgewinnen kann, der wird an „Germany at War: Barbarossa 1941“ ebenfalls Freude finden. Der Titel kann vor allem mit einem ausgeklügelten, abwechslungsreichen Feldzugmodus überzeugen, bietet darüber hinaus aber auch eine solide KI sowie interessante Neuerungen in Sachen Truppenmanagement. Ein weiterer Pluspunkt ist die stets transparente und unkomplizierte Steuerung. Abzüge gibt es hingegen für die meines Erachtens etwas zu spröde geratene Präsentation.
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