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Battlefield 4

Endlich! Der neueste Ableger aus dem Hause Dice / Electronic Arts kommt in die Regale und wartet mit einer verbesserten Grafikengine, mehr Zerstörung, mehr Action und natürlich dem obligatorischen Singleplayermodus.Die Battlefield Reihe lebt seit jeher von seinem Mehrspielerpart. Während der erste Teil komplett ohne Story auskam, wurden in den letzten Teilen arg patriotische Töne angestimmt und der Spieler in einem 08/15 Wirrwarr aus Storyteilchen allein gelassen. Ist es dieses mal etwa wieder so?!




Ja. Auch wenn es Geschmackssache sein dürfte, so ist die Story in Battlefield 4 objektiv gesehen alles andere als innovativ oder gar unterhaltend. In ca. 6 Stunden ist der ganze Part abgehakt und man kann sich in die genialen Mehrspielerschlachten begeben. 

Trotzdem wollen wir den Einzelspielerpart nicht außen vor lassen, immerhin bin ich selbst ein bekennender Liebhaber der Einzelspielerkampagnen (wenn sie denn gut sind). Während wir im Vorgänger noch die heißen Wüsten der arabischen Welt bereisen durften, geht es nun in den Pazifik, eisige Berge und grüne Felder in China. Dank es eines innerchinesischen Putsches geht alles drunter und drüber und schnell sieht sich die USA in Handlungszwang. Würde Russland nicht auch noch mitmischen, wäre es ja fast schon langweilig. 

Der Einstieg des Spiels verspricht jedoch einiges an Spannung. Gefangen in einem Auto, welches in einen Fluss gestürzt ist, müssen wir die Entscheidung treffen, ob wir die Frontscheibe zerschießen und uns damit retten. Dumm nur, dass der Anführer eingeklemmt ist und keinesfalls rauskommt. Da man aber die Story gern erstmal hören würde, bleibt einem ja nichts anderes übrig. Als Zwischensequenzen werden wir von unserem Gesamteinsatzleiter auf einem amerikanischen Flugzeugträger instruiert und immer brav patriotisch eingestimmt. Hierbei verschlägt es uns neben einem untergehenden (anderen) Flugzeugträger noch in die Metropole Shanghai, einem eisigen Gefängnis und den Suezkanal. Wie und warum man plötzlich tageweise in der Geschichte weiterspringt und man sich an ganz unterschiedlichen Orten wiederfindet, bleibt leider im Unklaren. Auch diverse Wendungen der Geschichte machen an sich keinen großen Sinn.

Greift für mich mal an!

An unserer Seite kämpfen stets zwei treue Gefährten, die nicht nur Feuer auf sich ziehen, sondern dank neuer Befehle auch einigermaßen lenken lassen. Hierbei markiert man z.b. mehrere Gegner mit einer speziellen Kamera und gibt im Anschluss den Befehl zum Angriff. Da sich die Levels jedoch relativ schlauchartig spielen, ist die Auswahl an Gegnern nicht allzu groß, so dass sie sowieso die nächstbesten Soldaten beschießen. Letztendlich bleibt es jedoch am Spieler selbst den Großteil der feindlichen Armee auszuschalten.
In Sachen Fuhrpark beschränkt sich die Einzelspielerkampagne leider wieder nur auf Bodenfahrzeuge. Hubschrauber und Jets dürfen wieder nur im Mehrspielerpart verwendet werden. Ziemlich schade eigentlich, auch wenn der Jet Part aus Battlefield 3 alles andere als "frei" war. Hier sollten die Entwickler mal neue Ideen auspacken!

Die KI Gegner sind ziemlich rabiat und robust zugleich. Während sie alle mehrere Treffer einstecken können, teilen sie auf dem entsprechenden Schwierigkeitsgrad auch gerne und zielsicher aus. Hält man sich zu lange hinter einer Deckung versteckt, fliegen einem die Granaten nur so um die Ohren, wenn die Gegner nicht sogar auf die Idee kommen die gute Holzdeckung komplett zu Brei zu zerschießen. Ansonsten stellt sich die KI verhältnismäßig gut an. Sie nutzt Deckungen aus und rückt unter Feuer gezielt vor. Einige Kamikaze Angriffe auf freier Fläche kommen trotzdem gerne mal vor.


MEHR Spieler 

Doch nun genug gemäkelt und werfen wir einen Blick auf den Mehrspielerpart, dem eigentlichen Herzstück von Battlefield 4. Fans der Serie fühlen sich sofort heimisch, so dass schnell ins Spiel eingestiegen werden kann. Auf Seiten der USA, China und Russland heißt es mit den vier bekannten Klassen auf den Maps ordentlich Chaos und Zerstörung zu fabrizieren. Als Klasse stehen Sturmsoldat, Pionier, Versorger und Aufklärer zur Verfügung. Als Sturmsoldat führt man neben dem Sturmgewehr noch Medizinisches Equipment und Granatwerfer mit sich. Der Pionier verlässt sich auf Karabiner und Maschinenpistolen, während gegen Fahrzeuge Panzerminen und Raketenwerfer zum Einsatz kommen. Der Versorger verfügt über schwere MGs und spezielle Granatwerfer, sowie Munitionsnachschub für die Kameraden. Last but noch least der Aufklärer ballert primär mit einem Scharfschützengewehr und geht mittels Fernglas und Sprengstoff auf die Jagd nach Fahrzeugen.
Jede Klasse kann mit entsprechenden Punkten und Erfahrung mit unterschiedlichsten Waffen und Gadgets ausgerüstet werden. Mit der Zeit kann man seine Gewehre mit Visieroptiken oder besseren Griffvarianten ausstatten, die das Zielen vereinfachen oder den Schaden erhöhen. Jeder einzelne Abschuss, jede Fahrzeugzerstörung und sonstige Spielaktivität bringt Punkte, die letztendlich nach und nach weitere nützliche Gegenstände freischaltet.
In Sachen Spielmodi ist alles bei alten geblieben und man darf auf die kommenden DLC's gespannt sein.


Hat nicht eben noch die Sonne geschien?

Als neues Feature führt Dice spezielle Events auf den Mehrspielerkarten ein, die das gesamte Spielgefühl mit einem mal ändern können. Beispielweise in Shanghai steht in der Mitte der Map ein riesiger Wolkenkratzer, der nur mittels Fahrstuhl oder Helikopter erklommen werden kann. Mit genügend Feuerpower und etwas Geduld bringen wir jedoch den gesamten Stahlkoloss effektreich zu Fall und alle Spieler darauf oder darin gleich mit. Übrig bleibt nur eine riesige Ruine und auf der gesamten Map regnet es Asche. Eine andere Map kann komplett unter Wasser gesetzt werden, so dass nicht mehr Fahrzeuge durch die Häuserschluchten fahren, sondern Jetskies. Auf der tropischen Insel Map "Paracel Storm" ändert sich mit der Zeit das Wetter, so dass anfangs die Sonne brennt und am Ende ein heftiger Sturm weht. Samt Zerstörer, der auf einer Insel strandet und alles in Schutt und Asche legt.


In Team

Die Zusammenarbeit der Teams spielt in Battlefield 4 eine große Rolle. Aufgeteilt in Squads gehen die Soldaten gegen gegnerische Ziele vor und als Squadleader kann man auch entsprechende Befehle erteilen. Diesen zu folgen lohnt sich mittlerweile auch für einen selbst. Geht der Squad gemeinsam vor, versorgt sich gegenseitig mit Medizin und Munition und nimmt Ziele ein, bekommen alle Spieler entsprechend Teampunkte gutgeschrieben. Zudem kann man als Wiedereinstieg auch bei Squad Mitgliedern einspringen, was das Spielgeschehen extrem dynamisch macht.

Der wiederentdeckte Commander Modus feiert auch seine Rückkehr ins Spielgeschehen. Dieses mal jedoch so, dass der Spieler nur als Commander dem Spiel beitritt und das Schlachtfeld von oben sieht. Hier werden Aufklärungsdrohnen losgeschickt und Cruisemissiles angefordert. Wenn Squads Befehle verfolgen erhält der Commander ebenfalls Punkte und kann zum Dank Fahrzeuge oder Ausrüstung auf dem Spielfeld abwerfen. Leider kann man sonst nicht ins Spielgeschehen einwirken, was das ganze mit der Zeit etwas langweilig macht. Schade eigentlich.


Zu Land, Wasser und Luft

Der Fuhrpark in Battlefield 4 dürfte den Spielern von Battlefield 3 ziemlich bekannt vorkommen. Mit Panzer, Schützenpanzer und Jeeps wird ordentlich Radau gemacht, während Kampf- und Transporthubschrauber, sowie Kampfjets das Schlachtfeld vervollständigen. Neu hinzugekommen sind schnelle wendige Quads, sowie eine Vielzahl an Wasserfahrzeugen. Mittels Kanonenboot lassen sich nicht nur Soldaten transportieren, sondern auch ordentlich Schaden anrichten. Neu sind auf mobile Raketenwerfer, die besser irgendwo versteckt auf der Karte abgestellt werden, um dann Salve um Salve in die gegnerische Meute zu schießen. Wenn die Zusammenarbeit klappt und der Aufklärer Ziele mittels Fernglas markiert, geht das alles natürlich noch viel besser. Die Steuerung der Fahrzeuge ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber neuerdings kann man alle Fahrzeuge und Waffen erst auf einem Testgelände ausgiebig testen, um so im Mehrspielermodus peinliche Unfälle zu vermeiden.


KABUUUUM!

Die überarbeitete Frostbite Engine leistet ganze Arbeit. Lichteffekte und eine hohe Texturqualität machen das Spiel zum wahren Augenschmaus. Jedoch muss man sich als PS3 Besitzer langsam aber sicher damit abfinden, dass die technische Messlatte nicht mehr auf Augenhöhe hängt. Im Gegensatz zur PS4 Version sieht z.B. das Wasser echt grausig aus und im Mehrspielerpart werden die Details soweit runtergeschraubt, dass es stellenweise etwas karg und häßlich wirkt. In Sachen Zerstörung und Effektreichtum sucht es jedoch seinesgleichen auf dem Konsolenmarkt. Häuser brechen komplett zusammen, Krater zeugen von explodierten Panzerminen und ganze Dörfer sind dem Erdboden gleichgemacht. 
Auch beim Sound haben die Entwickler noch mal ordentlich einen obendrauf gesetzt. Satte Waffensounds und geniale Fahrzeugmotoren lassen das Spielerherz höher schlagen. Bei aufgedrehten Bass vibriert das ganze Wohnzimmer und verwandelt sich in ein echtes Schlachtfeld. Hut ab vor der Leistung!

 

Geschrieben von: Metatron am 27.11.2013
Wertung: 





  

Positiv

  • Grandiose Grafikengine
  • satte Sounds
  • umfangreicher Multiplayermodus
  • Maps mit speziellen Events

Negativ

  • dürftiger Singleplayermodus
  • nur 24 Spieler auf PS3
  • häufige Abstürze

Systemvoraussetzungen

  • Playstation 3
Fazit:

Der neueste Sprössling der Battlefield Reihe setzt noch einen oben drauf. Dank verbesserter Grafikengine und bei entsprechender Zerstörungswut, ist das Spiel ein wahrer Augenschmaus, auch wenn die PS3 am Ende ihrer Kräfte ist. Wer Battlefield 3 geliebt hat, wird Battlefield 4 vergöttern!
Galerien dazu
     

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