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Pandora: First Contact

Das Publisher-Gespann Slitherine/Matrix Games hat bekanntlich auch ein Herz für Weltraum-Strategiespiele. Nachdem es in dieser Hinsicht längere Zeit eher ruhig zuging, werden nun die Fans des Genres endlich wieder mit einem vielversprechenden Titel bedient. Die Rede ist von „Pandora: First Contact“.

Wir befinden uns im frühen 22. Jahrhundert. Während die gute alte Erde dahinsiecht und unter Ausbeutung und Überbevölkerung leidet, haben die Raumschiffe verschiedener menschlicher Fraktionen den fernen Planeten Pandora erreicht. Alle Gruppierungen haben das gleiche Ziel vor Augen: diese bewohnbare und vor Ressourcen strotzende Welt zu besiedeln und sich ihre Reichtümer dienstbar zu machen. In dieser Ausgangssituation fällt dem Spieler die Aufgabe zu, die Führung einer Partei zu übernehmen und letzterer zum Triumph über alle unliebsamen Konkurrenten zu verhelfen.

Dass uns neben dieser Hintergrundgeschichte ebenso der generelle Spielverlauf irgendwie vertraut erscheint, ist nicht unbedingt verwunderlich. Denn „Pandora: First Contact“ orientiert sich offensichtlich an Sid Meiers Klassiker „Alpha Centauri“, der bereits in den Neunzigerjahren die zündende Spielidee von „Civilization“ in ein Science Fiction-Sujet verpflanzte. Dabei verfolgt „Pandora“ - auch hierin dem großen Vorbild treu - ganz klar das allseits bekannte 4X-Prinzip, dessen Motto „erkunden, expandieren, ausbeuten und vernichten“ lautet.

Im Klartext bedeutet dies: Wir beginnen jede Partie irgendwo in den fremden Gefilden Pandoras, suchen uns dort ein gemütliches Plätzchen und gründen mit Hilfe eines Koloniefahrzeugs unsere erste Siedlung. Darüber hinaus verfügen wir in der Regel lediglich über einen Trupp einfacher Infanterie, den wir zur Erkundung ausschicken, um weitere Teile der im Kriegsnebel liegenden Hexfeldkarte zu enthüllen. Da auf bloßem Ödland weder Wachstum noch Produktion möglich sind, gilt es bei der Standortwahl vor allem zu beachten, dass in unmittelbarer Nähe der neuen Stadt sowohl Bodenschätze als auch landwirtschaftlich nutzbare Flächen unbedingt vorhanden sein sollten.

Bild 1


Eine richtige Großstadt

Die Stadtbevölkerung lässt sich auf verschiedene Tätigkeitsbereiche verteilen und wahlweise in der Industrie, im Bergwerk, im Ackerbau sowie in der Wissenschaft einsetzen. Auf diese Weise lenke ich zugleich die Akkumulation meiner Ressourcen, denn durch das Setzen von Prioritäten wird die jeweilige Herstellungsrate für Nahrung, Metalle, Industriegüter und Forschungspunkte merklich beeinflusst. Will ich meine Siedlung durch spezielle Gebäude erweitern, neue Technologien entwickeln und weitere Einheiten in Auftrag geben, benötige ich neben den genannten Faktoren natürlich auch Geld. Letzteres erwirtschafte ich einerseits durch die allgemeine Produktion, andererseits durch das Erheben von Steuern.

In Bezug auf das Städtemanagement ist eine Einheit namens „Former“ besonders erwähnenswert. Es handelt sich hierbei um ein schweres Baufahrzeug, welches in der Lage ist, bestimmte Infrastrukturen anzulegen beziehungsweise die Beschaffenheit eines Hexfeldes mittels Terraforming zu verändern. So kann ich beispielsweise Wälder roden, um an deren Stelle Farmen oder Bergwerke entstehen zu lassen, oder aber umgekehrt ungenutzte Flächen in Waldgebiete verwandeln, was innerhalb des Einzugsbereichs einer Stadt die Lebensqualität verbessert und die Umweltverschmutzung vermindert.

Dinge wie Umweltverschmutzung und mangelnder Wohnraum sind nicht außer Acht zu lassen, denn sind die Bewohner unzufrieden, migrieren sie automatisch in eine attraktivere Gegend - vorausgesetzt, ich verfüge über andere Siedlungen, welche den Andrang bewältigen können. Ist dies nicht der Fall, muss ich mit Rebellionen rechnen. Zum Errichten weiterer Städte wird übrigens ein relativ teurer „Kolonisator“ benötigt, der seine Zelte an einem beliebigen Standort aufschlagen kann.

 

Geschrieben von: Mortimer am 21.12.2013
Wertung: 





  

Positiv

  • umfangreiche Forschung
  • konfigurierbare Einheiten
  • eingängiges Spielprinzip

Negativ

  • unzureichendes Handbuch
  • Technologien für alle Parteien gleich

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP/Vista/7/8
  • Intel Core 2-Prozessor oder vergleichbar
  • 1 GB RAM
  • 1 GB freier Festplattenspeicher
  • 256 MB-Grafikkarte
Fazit:

Zugegeben: „Pandora: First Contact“ erfindet das 4X-Genre nicht neu. Doch immerhin erhält der Käufer einen gelungenen Nachfolger des inzwischen in Würde ergrauten „Alpha Centauri“ - und das auch noch zu einem fairen Preis. Für eingefleischte Fans des Spielprinzips ist der Titel meines Erachtens definitiv einen Blick wert. Da das Ganze nicht nur leicht zu handhaben ist, sondern zudem gut zu unterhalten weiß, dürfen sich aber alle anderen Hobby-Strategen ebenfalls angesprochen fühlen.
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