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Armada 2526

Matrix Games – eigentlich für die Publikation klassischer PC-Kriegsspiele bekannt – hat auch ein Herz für Strategietitel, die sich nicht mit historischen Schlachten, sondern mit der Eroberung des Weltraums beschäftigen und daher thematisch der Rubrik „Science Fiction“ zuzuordnen sind. Auf das jüngst veröffentlichte „Smugglers IV – Doomsday“ folgt nun „Armada 2526“, entwickelt von einem Team namens „Ntronium Games“.

 

Armada gehört in die Klasse der sogenannten 4X-Strategiespiele. Das „X“ steht dabei für „explore“, „expand“, „exploit“ und „exterminate“ – oder auf gut deutsch: erkunden, expandieren, ausbeuten und vernichten. Damit sind also die grundsätzlichen Möglichkeiten des hier zum Test vorliegenden Titels bezeichnet. Konkret gesprochen bedeutet dies: Der Spieler hat die Aufgabe, das Weltall zu erforschen, Kolonien zu gründen und so sein Imperium zu vergrößern, die auf Planeten vorgefundenen Ressourcen auszubeuten und schließlich konkurrierende Völker zu bekämpfen.

Gespielt wird hauptsächlich auf einer zweidimensionalen Weltraumkarte, die mit unzähligen Sternensystemen übersät ist. In dieser Ansicht findet der rundenbasierte strategische Part von Armada statt. Militärische Auseinandersetzungen werden hingegen im taktischen Echtzeitmodus ausgetragen, wobei das Programm in eine 3D-Perspektive des Schlachtfeldes wechselt.

Das Ziel des Spiels ist einfach zu beschreiben: Es gilt, mit der eigenen Partei den ersten Platz im Ranking der interstellaren Nationen zu erringen. Hierbei geben Faktoren wie Wirtschaftskraft, Größe des Imperiums oder Bevölkerungszahl den Ausschlag. Je nach gewähltem Volk werden einige dieser Aspekte unterschiedlich stark gewichtet, was letztlich Einfluß auf die strategische Vorgehensweise des Spielers nimmt. Die menschliche Rasse kann beispielsweise durch eine große Zufriedenheit der Untertanen, aber auch durch militärischen Ruhm, besonders viele Siegpunkte einfahren.

Bild 1


Szenario-Auswahl

Nun, dieses Konzept ist nicht grundstürzend neu. Die Besonderheit von Armada besteht aber in seiner bestechenden Simplizität. Während schwergewichtige Vertreter des Genres, wie etwa das legendäre „Master of Orion“ oder „Galactic Civilizations“, mit vielfältigem Mikromanagement aufwarten, sind in Armada alle Spielelemente für sich betrachtet recht einfach zu handhaben. Auf diesen Punkt komme ich noch zurück. Werfen wir erst einmal einen kurzen Blick auf den Umfang des Programms!

Armada bietet ein ausführliches Tutorial, das praktisch alle Bereiche des Spiels vorführt und die Beschäftigung mit dem ohnehin nur 48 Seiten starken Handbuch nahezu überflüssig macht. Daneben gibt es ein vorgefertigtes, ebenfalls als Einstiegshilfe gedachtes Szenario, in dem man gegen die elf weiteren im Spiel vorkommenden Völker antreten kann. Das Herz des Ganzen ist jedoch das freie Spiel. Hier darf ich alle wichtigen Aspekte – Größe und ungefähre Beschaffenheit der Karte, die eigene Fraktion, die Menge an Gegnern, die Anzahl der Spielzüge usw. – meinen Vorstellungen anpassen. Des weiteren ermöglicht ein „Map Designer“ die Erstellung handgemachter Szenarien und Sternenkarten. An dieser Stelle ist anzumerken, daß Armada in der aktuellen Verkaufsversion lediglich die Spielvarianten Single Player und Hot Seat anbietet. Ein Mehrspielermodus über Internet oder PBEM ist nicht vorhanden.

 

Geschrieben von: Mortimer am 21.01.2010





  

Positiv

  • gute Bedienbarkeit
  • leicht erlernbares Gameplay
  • passable KI

Negativ

  • Grafik nur funktional
  • Völker alle sehr ähnlich
  • wenig innovativ
  • primitives Kampfsystem

Systemvoraussetzungen

  • OS: XP, Vista, 7
  • CPU: 1 GHz
  • RAM: 1 GB
  • DirectX 9 Compatible 3D Video Card with 128 MB RAM
  • DirectX 9 Compatible Soundcard
Fazit:

Armada 2526 ist zweifelsohne ein Spiel, das sich an Genre-Neulinge richtet. Nach Absolvieren des Tutorials kann man sich ohne weitere Lektüre des Handbuchs ins Vergnügen stürzen, wobei sich durchaus das bekannte, auf ein Suchtproblem hindeutende „Nur noch eine Runde“-Symptom einstellt. Die KI des Spiels ist akzeptabel, was man angesichts des Mangels an Mehrspieleroptionen jedoch auch erwarten darf. Ausgebuffte Sternenfahrer mit Hang zum Mikromanagement werden an diesem Programm allerdings kaum Freude haben. Da ich mich persönlich nicht zur Spezies der Weltraumexperten zähle, kann ich freiweg zugeben, daß mir Armada Spaß gemacht hat.
Aber auch mir wurden im Laufe der Testphase die Begrenzungen der Engine vor Augen geführt: Die Präsentation ist allenfalls funktional zu nennen, das Kampfsystem erweist sich als eine Spur zu simpel, die Uniformität der Rassen schließlich verspricht wenig Abwechslung, zumal auch nicht die Möglichkeit besteht, eigene Schiffsdesigns zu entwickeln. Ein weiteres, vielleicht ausschlaggebendes Manko: Von der guten Spielbarkeit und der erwähnenswerten Benutzerfreundlichkeit abgesehen, mangelt es Armada an prägnanten Features, die das Spiel von der Masse der Genrekonkurrenten absetzt.
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