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Rise of Prussia

Mit überaus erfolgreichen Strategiespielen hat sich AGEOD im Laufe der letzten Jahre als Experte für das Zeitalter von Pulverdampf und Muskete empfohlen. Diese Tage ist „Rise of Prussia“, der jüngste Streich des französischen Entwicklers, endlich auf den Markt gelangt. Nachdem wir bereits in unserer Vorschau über den neuen Titel berichtet haben, folgt nun der ausführliche Testbericht!

 

In „Wars in America“ hat AGEOD das Ringen der Briten und Franzosen um die Vorherrschaft über Nordamerika thematisiert. Wenig bekannt ist, daß es sich beim sogenannten „French and Indian War“ um den außereuropäischen Schauplatz des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) handelt. Mit „Rise of Prussia“ (RoP) führt uns AGEOD in das Zentrum dieses multinationalen Konfliktes, in dem das aufstrebende Preußen unter Friedrich dem Großen und sein englischer Verbündeter einer sowohl zahlenmäßig als auch materiell weit überlegenen Koalition der Monarchen Österreichs, Rußlands und Frankreichs gegenüberstanden.

Wer bereits mit „Wars in America“, „Napoleon´s Campaigns“ oder „American Civil War“ Bekanntschaft schließen durfte, wird sich in RoP auf der Stelle heimisch fühlen, denn grafischer Stil, Benutzeroberfläche und Spielmechanik der Vorgänger wurden weitgehend belassen. Allerdings wartet RoP mit einigen neuen Features auf, von denen später noch die Rede sein soll.

Doch zunächst für alle potentiellen Neueinsteiger das Wichtigste in Kürze: RoP ist eine rundenbasierte Konfliktsimulation, die ihren Schwerpunkt auf die operative Führung militärischer Verbände legt, aber auch einige strategische Elemente integriert. Jeder Spielzug, der 15 Tage Realzeit darstellt, wird im „WEGO-Modus“ bestritten und teilt sich entsprechend in zwei Abschnitte: Während dem Spieler in der Planungsphase alle Zeit der Welt zur Verfügung steht, seine Vorgehensweise auszutüfteln und Befehle zu erteilen, werden in der Ausführungsphase alle Aktionen der eigenen wie auch der gegnerischen Seite simultan abgearbeitet, ohne daß hier die Möglichkeit des Eingreifens bestünde.

Gespielt wird das Ganze auf einer detaillierten und recht farbenfrohen Karte des damaligen Deutschland, die in gut eintausend Regionen gegliedert ist. Außerdeutsche Kriegsteilnehmer wie Frankreich, Rußland oder England, aber auch Teile des Habsburger Reiches, werden hierbei durch Off-Map-Boxen repräsentiert. Insbesondere der Spieler der antipreußischen Koalition erhält auf diese Weise die Möglichkeit, Truppen und Kriegsgerät aus weiter entfernten Gebieten seines Einflußbereichs heranzuführen.

Bild 1


Szenario-Auswahl

Wer über seine Gegner triumphieren will, sollte darauf bedacht sein, durch siegreiche Schlachten und die Zerstörung feindlicher Einheiten Siegpunkte zu sammeln. Von größter Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Kontrolle über besonders wichtige Ortschaften, die in RoP als „Zielstädte“ bezeichnet werden und entweder von einer Seite unbedingt zu halten oder aber zu erobern sind.

Die Leistungen des Spielers schlagen sich in der Höhe der nationalen Moral der jeweiligen Partei nieder. Der Besitz von Moralpunkten steht für die Kriegsbereitschaft bzw. den Durchhaltewillen der eigenen Nation. Es ist ratsam, diesen Aspekt stets im Auge zu behalten, denn Erfolge lassen nicht nur die Bevölkerung jubeln, sondern haben auch Einfluß auf andere Faktoren, etwa auf die Menge verfügbarer Ressourcen (Rekruten, Geld und Kriegsgüter) oder den Zusammenhalt der im Felde stehenden Truppen. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche: Hiobsbotschaften wie der Verlust einer Großstadt oder eine vernichtende militärische Niederlage drücken gehörig auf die Stimmung und lassen zudem die personellen wie auch materiellen Kapazitäten schrumpfen.

 

 

Geschrieben von: Mortimer am 24.03.2010
Wertung: 





  

Positiv

  • interessante und unverbrauchte Thematik
  • langfristig fesselndes Feldzugspiel
  • historische Genauigkeit
  • gute Bedienbarkeit

Negativ

  • Lücken in der deutschen Übersetzung

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP/Vista/7
  • Pentium IV 1800+ MHz
  • 1024 MB RAM
  • 2 GB freier Festplattenspeicher
  • 128 MB DirectX 9.0c-Grafikkarte
Fazit:

AGEOD gelingt einmal mehr das Kunststück, Komplexität und Detailreichtum mit leichter Bedienbarkeit und verständlicher Spielmechanik zu vereinen. Für Liebhaber des Zeitalters der Musketen ist RoP sicherlich ein Pflichtkauf, aber auch für alle anderen Freunde militärischer Strategiespiele gebe ich eine Empfehlung ab. Die Szenarien, und hier insbesondere der große Feldzug, gestalten sich spannend und abwechslungsreich, so daß für einen hohen Suchtfaktor gesorgt ist. Überdies wird das Spielerlebnis durch die wenigen, aber durchdachten Verbesserungen der Engine bereichert. Für mich der bisher beste Titel aus dem Repertoire des Entwicklers! Ernsthaft abraten mag man allenfalls denen, die partout nicht auf modernes Gerät wie Panzer und Flugzeuge verzichten möchten.
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