Across the Dnepr : Second Edition
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Spielsystem: ATDII richtet sich eindeutig an Hardcorestrategen, die mit hexfeldbasierter Runden-Strategie, sei es als Brettspiel oder am Computer, bestens vertraut sind. Abstrahiert allerdings, im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern dieses Genres, Zahlenwerte weitestgehend durch Symbole und farbige Schaltflächen. Das System ist gewöhnungsbedürftig und benötigt eine gewisse Einarbeitungszeit, danach spielt es sich aber wunderbar flüssig. Wer dagegen mit Begriffen wie 'Dice Roll Modifier' oder 'Combat Result Table' wenig anzufangen weiß, der kann sich auf eine längere Lernphase einstellen. Das englischsprachige, 166 Seiten umfassende Handbuch sollte komplett durchgelesen werden und ist obendrein notwendig, um die acht Tutorials durchzuspielen. Da die Dokumentation leider nur als PDF-Datei vorliegt, muss man, sofern kein zweiter Rechner vorhanden ist, entweder ständig zwischen Spiel und Windows-Oberfläche umschalten, oder sich die entsprechenden Seiten ausdrucken. Gelegenheitsspieler dürften wahrscheinlich am komplexen Regelwerk verzweifeln und sollten von einem Kauf lieber Abstand nehmen. Insgesamt macht die KI einen guten Eindruck. Die Verlustrelationen entsprechen in etwa - und sofern das mit so einer Engine überhaupt möglich ist - den historischen Gegebenheiten und die Wehrmacht erhält einen Moral-Bonus, Panzer-Shock-Attack genannt. Der anfängliche Elan wird allerdings nach einigen Zügen dadurch gebremst, dass einige Einheiten keine Munition mehr zur Verfügung haben und eine Runde aussetzen müssen. Wer also meint, dass es hier um einen Waldspaziergang handelt, wird schnell eines Besseren belehrt. Die Gesamtspielzeit würde ich mit etwa 35 Stunden veranschlagen. Grafik und Sound: Die Grafik ist für ein Hexfeld-Strategie-Spiel sehr gut. Während ähnlich gelagerte Titel in dieser Hinsicht oftmals ein eher generisches Feeling vermitteln, tragen die schön gezeichnete Karte, sowie die historischen Divisionszeichen in ATDII ungemein zum Flair bei. Man hat nie das Gefühl, einen x-beliebigen Counter mit NATO-Symbolen zu verschieben, sondern bewegt statt dessen Regimenter und Bataillone. Die Hintergrundmusik hingegen passt leider nicht so ganz zu einem Weltkriegs-Szenario.
Das gute alte PBEM (Play by E-Mail). Unspektakulär und zuverlässig. Sonstiges: ATDII ist ausschließlich als US-Version erhältlich. Durchschnittliche Englisch-kenntnisse sollten also vorhanden sein.
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Systemvoraussetzungen
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