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Gary Grigsby´s War in the East: The German-Soviet War 1941-1945

Zu Weihnachten überraschte Publisher Matrix Games alle Freunde historischer Strategiespiele mit einem Titel, der zwar lange erwartet wurde, mit dessen Veröffentlichung so kurz vor Jahreswechsel aber kaum noch jemand gerechnet haben dürfte. Gemeint ist „War in the East: The German-Soviet War 1941-1945“, die jüngste Konfliktsimulation des legendären Entwicklers Gary Grigsby und seines Teams 2by3 Games.

 

Die bange Frage, die der Leser möglichst schnell beantwortet wissen möchte, lautet natürlich: Haben wir es beim neuen Werk des Altmeisters auch mit einem neuen Meisterwerk zu tun? – Meine kurze Antwort, auf die sogleich eine längere Begründung folgen wird: Ja, das haben wir!

Dabei stellt „War in the East“ (WitE) auf den ersten Blick beleibe keine Revolution dar. Vielmehr handelt es sich um ein Hex-and-Counter-Game alter Schule, das entsprechend im klassischen Rundenmodus abgewickelt wird. Die Thematik des Ganzen ist ebenfalls nicht gerade ungewöhnlich und läßt sich unschwer aus der Namensgebung ableiten: Es geht hier um die Darstellung der Kämpfe an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1945. Und doch hat es mit WitE eine besondere Bewandtnis: Das Spiel ist fesselnder und faszinierender als alle mir bekannten Vertreter des Genres!

 

Woran das eigentlich liegt, kann man gar nicht so einfach beschreiben. Sagen wir es zunächst sehr allgemein mit Blick auf das Gesamtkonzept: WitE verbindet auf überaus gelungene Weise Zugänglichkeit und angenehmes Design mit enormer Detailfülle. Der Preis dafür sind gewisse Einschnitte bezüglich der Einflußmöglichkeiten des Spielers, denn nicht wenige Prozesse laufen automatisch oder zumindest halbautomatisch im Hintergrund ab. Anders ausgedrückt: WitE erfordert weit weniger Mikromanagement als etwa der ebenfalls von Grigsby stammende Klassiker „War in the Pacific“, bei dem man sich vom Beladen der Transportschiffe bis hin zum Pilotentraining um alles persönlich kümmern muß.

Aber Vorsicht! Zwar sind die Grundlagen der Spielmechanik weitgehend intuitiv erschließbar, so daß man durchaus auch ohne vollständige Lektüre der immerhin fast vierhundert Seiten umfassenden Dokumentation in das Geschehen eintauchen kann. Dennoch ist WitE eine strategische Simulation von hoher Komplexität, und für das Verständnis der Tiefendimensionen des Programms ist der gelegentliche Griff zum Handbuch unerläßlich. – Soweit die grobe Charakterisierung. Betrachten wir nun die Sache etwas genauer!

 

Jeder Spielzug in WitE repräsentiert eine Woche Realzeit, jedes Hexfeld steht für eine Strecke von 10 Meilen (ca. 16 Kilometer). Die auf der Karte vorhandenen NATO-Counter stellen in der Regel Divisionen dar, manchmal auch Truppenkörper in Regiments-, Brigade- oder Korpsgröße. Nach bekanntem Muster gilt es, seine Verbände zu manövrieren, Angriffe zuzuweisen und Gefechte auszutragen, wobei für jede Aktion Bewegungspunkte verbraucht werden.

Freilich hat man das so oder ähnlich schon anderswo gesehen. Während sich aber viele Konkurrenztitel lediglich mit einer einzelnen militärische Operation beschäftigen, erlaubt es WitE, den gesamten Konflikt vom deutschen Angriff auf die Sowjetunion bis zum Endkampf um Berlin nachzustellen. Entsprechend groß ist die Spielfläche: Sie reicht vom östlichen Deutschland bis zum Ural einerseits, vom südlichen Finnland bis zum schwarzen Meer andererseits. Auch der Balkan sowie die deutschen Verbündeten Slowakei, Rumänien, Ungarn und Bulgarien werden auf der Karte abgebildet. Letztere bietet fünf Zoomstufen und ist für meine Begriffe recht hübsch gestaltet, wobei sich aufgrund der dezenten Farbgebung landschaftliche Details und Ortschaften leicht erkennen lassen.

 

Geschrieben von: Mortimer am 21.01.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Sehr detailliert
  • Umfangreiche Szenarien
  • Gute Präsentation
  • Enorme Spieltiefe
  • Hoher Suchtfaktor

Negativ

  • Teils umständliche Steuerung

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP/Vista/7
  • 1,5 GHz-Prozessor
  • 1 GB RAM
  • 1,5 GB freier Festplattenspeicher
  • 128 MB-Grafikkarte
Fazit:

Gary Grigsby und sein Team trumpfen einmal mehr groß auf und liefern uns nicht nur die ultimative Ostfront-Simulation, sondern einen der besten Hexfeld-Strategietitel überhaupt. WitE verbindet die klassischen Tugenden des Genres mit zeitgemäßem Design, innovativen Features und packendem Gameplay. Anlaß zur Kritik geben allenfalls einige Umständlichkeiten der Steuerung. Wer sich auf dieses Spiel und seinen unerhörten Detailreichtum einläßt, wird an sich selbst sehr bald typisches Suchtverhalten feststellen. Passionierte PC-Feldherren sollten trotz des relativ hohen Preises unbedingt zuschlagen!
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