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Little Big Planet 2

Sackboy ist zurück! Der kleine Stoffheld aus Little Big Planet kommt im zweiten Teil des erfolgreichen Hüpfabenteuers wieder auf die Mattscheibe und möchte erneut begeistern. Mit einer neuen Geschichte und  mit einem noch mächtigeren Baukasten, der die kreativen Spieler unter euch zu völlig neuen Levelkreationen einladen möchte, die sich nun nicht mehr auf das  Jump'n Run-Genre beschränken. Little Big Planet 2 ist eine Kampfansage gegen die  Ideenlosigkeit!


Wer bereits Little Big Planet gespielt hat, wird sich im zweiten Teil direkt wie zuhause fühlen, das Spiel beginnt nämlich mit der Möglichkeit seinen alten Sackboy zu importieren. Auch die bereits bekannte Kommandozentrale ist wieder genau so eingerichtet, wie man sie nach dem ersten Teil zurück gelassen hat. So fühlt sich der Spieler direkt heimisch und kann sich zuallererst in den Storymodus begeben.
Hierbei fällt direkt auf, dass sich gerade im Bereich der Präsentation einiges zum positiven Verändert hat. Die lose Aneinanderreihung von Jump'n Run Levels hat ein Ende. Media Molecule spendiert Litte Big Planet 2 eine einfache und kindgerechte Hintergrundgeschichte. Tiefgründige Erzählungen dürfen hier allerdings nicht erwartet werden. Die Geschichte passt trotzdem gut zum Thema. Ein böse Fiesling namens „Negativitron“ möchte die Welt ins Chaos stürzen und jede Kreativität vernichten. Dies können wir natürlich nicht zulassen und so beginnt der, mit leider nur etwa 4-5 Spielstunden sehr kurze, Weg von Sackboy zur Rettung der Welt. Die Geschichte wird dabei durch kleine, wirklich sehr gut gemachte, Zwischensequenzen voran gebracht. Dabei lernt der Spiele einige sehr liebevoll knuddelig gestaltete Charaktere kennen, die ihn auf dem Weg begleiten. Auch wenn einige Dialoge, welche übrigens mit einer erstklassigen Sprachausgabe gesprochen werden, dem Einen oder Anderen etwas kindisch vorkommen mögen, sind sie doch mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden, so dass man sich an einigen Stellen ein Grinsen einfach nicht verkneifen kann. Leider werden die Zwischensequenzen nicht bildschirmfüllend dargestellt, sondern immer mit einem störenden breiten Balken am oberen und unteren Bildschirmrand.

Videos


Videosequenzen werden mit breiten schwarzen Balken dargestellt
 
Den Ideenreichtum der Entwickler sieht man dem Spiel an allen Ecken und Enden an. Mal trifft der Spieler einen depressiven Fabrikbesitzer, der als Notizblock mit Füßen durch die Gegen schlurft. Ein anderes mal sieht man eine typische Bäckersfrau, die von einem weiteren Charakter wie ein „Sahne-Baiser“ umgarnt wird. 
Neben den Charakteren sind weiterhin auch die einzelnen Level des Storymodus mehr als abwechslungsreich. Die Reise des Spielers führt durch Kuchenlandschaften, düstere Höhlen oder auch mal einen überwucherten Dschungel. In jeder Szene gibt es so viel zu sehen, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Überall gibt es detaillierte Hintergrundelemente, bewegliche Teile oder konfus anmutende Levelelemente, die man in dieser Form noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Die Entwickler liefern auf jeden Fall schon einmal einen guten Vorgeschmack zu was die, leicht überarbeitete, Engine des ersten Teils alles fähig ist.
 
Nicht nur die Hintergrundkulissen sind abwechslungsreich, auch das Gameplay könnte nicht weniger linear aufgebaut sein. Das rührt zum einen daher, dass Litte Big Planet 2 sich nicht mehr ausschließlich auf das Jump'n Run-Genre beschränkt. Neben den klassischen Hüpfpassagen muss der Spieler z.B. auch mal in guter alter R-Type Manier wie im Vertikal/Horizontal-Shooter auf einer Biene reitend gegen verschiedene Gegner vorgehen und dabei Hinternissen ausweichen. 
Doch nicht nur die verschiedenen Genres sorgen für Abwechslung. Sackboy ist in Little Big Planet 2 zeitweise mit neuen Gadgets ausgerüstet. Zum einen bieten eine Art Enterhaken die Möglichkeit sich an bestimmten Stellen festzukrallen und in bester Tarzan-Manier durch die Levels zu schwingen. Neu hinzugekommen ist der sogenannte „Creatinator“ in Form eines Helms, der als eine Art Kanone funktioniert. Im Story-Modus kann man mit Hilfe des Creatinator z.B. kleine Kuchen verschießen um unüberwindlich scheinende Hindernisse zu umgehen. Eine geöffnete Zugbrücke wird mit einem Kuchenstück beschossen, welches mit einem dicken schmatzen an der Brücke kleben bleibt. Durch das Gewicht des Kuchens wird die Brücke heruntergezogen und es kann weitergehen. Ein anderes mal fungiert der Creatinator als virtuelle Wasserkanone, mit der sich Feuer- bzw. Lava löschen lässt oder auch mal brennende Gegner abgewehrt werden müssen. Die neuen Gadgets sind dabei nicht einfach wahllos ins Leveldesign eingestreut sondern fügen sich wunderbar ins Gesamtkonzept ein.

Enterhaken


Der Enterhaken ist eines der neu hinzugekommenen Gadgets


 

 

Geschrieben von: Chrisss am 22.02.2011





  

Positiv

  • sehr abwechslungsreicher Storymodus
  • sehr mächtiger Editor
  • viele Tutorialvideos
  • unglaublich viele Level durch die Community
  • wunderschöner Grafikstil
  • neue Gadgets bieten viel Abwechslung
  • keine kreativen Grenzen
  • sehr angenehmer Märchenonkel-Sprecher

Negativ

  • Storymodus sehr kurz
  • Editor erfordert einiges an Einarbeitungszeit
  • Physik bei Sprüngen anfangs gewöhnungsbedürftig

Systemvoraussetzungen

  • PlayStation 3
Fazit:

Unglaublich wie mächtig der Baukasten ist, der dem Spieler von Media Molecule zur Verfügung gestellt wird. Es lässt sich tatsächlich fast alles umsetzen, was einem so im Kopf herumgeistert. Allerdings muss man auch zugegeben, dass der Editor einiges an Einarbeitungszeit erfordert um komplexere Level zu entwickeln. Zudem braucht der Spieler auch einiges an Zeit. Wer sich diese aber nimmt, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Und solche Leuten gibt es zuhauf in der Litte Big Planet Community, wenn man sich die Vielfalt der vorhandenen Levels anguckt. Wer nach dem Story-Modus das Spiel in den Schrank stellt ist selber Schuld. Es gibt so vieles, wirklich gutes Levelmaterial! Es macht einfach Spaß sich durch die Online-Welten zu klicken und das eine oder andere Level zu spielen. Einmal bin ich ein Jedi, ein anderes mal bin ich in einem Vertikal-Shooter, dann wiederum spiele ich nochmal das original Super Mario vom NES nach oder oder oder. Man ertappt sich immer wieder dabei wie man sich sagt: „Komm, einen Level guck ich mir noch an“. Und schon sind wieder 2 Stunden vergangen. Da finde ich es auch nicht so schlimm, dass der Story-Modus sehr schnell durchgespielt ist. Die Community entschädigt mich mehr als gut für dieses Manko! Ich werde dieses Spiel jedenfalls die nächste Zeit immer wieder einmal starten um zu gucken was es denn alles Neues zu entdecken gibt. Und ich werde sicherlich nicht der Einzige sein!
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