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Combat Command: The Matrix Edition

Publisher Matrix Games nimmt sich gerne älterer, meist längst vergriffener Strategieklassiker an, um sie in aufgepeppter Form wieder unter das Volk zu bringen. Wir wollen nun das jüngste Beispiel für dieses Vorgehen begutachten, nämlich die Neuauflage der von Boku Strategy Games entwickelten „Combat Command“-Reihe.

 

„Combat Command: The Matrix Edition“ (CC) kombiniert die vor rund zehn Jahren erstmals erschienenen Titel „Combat Command: Danger Forward“ und „Combat Command: Desert Rats“. Schlicht gesagt haben wir es hier mit klassischer rundenbasierter Hexfeld-Strategie zu tun, die sich thematisch – auch dies ganz konventionell – mit Gefechten zwischen Achsenmächten und Alliierten während des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Der Spielumfang läßt allerdings aufhorchen, denn es werden immerhin 42 Szenarien unterschiedlicher Größe geliefert. Auch kann man sich nicht über einen Mangel an Abwechslung beklagen: Von Nordafrika über Italien, Frankreich und die Ardennen bis hin zur Pazifikinsel Guadalcanal befinden sich alle erdenklichen historischen Schauplätze im Angebot.

Zu den Neuerungen der Matrix-Edition gehören zwei in den Originalen nicht enthaltene Ostfront-Szenarien, so daß der Spieler sich nun auch an der Eroberung oder Verteidigung Moskaus und Stalingrads versuchen kann. Des weiteren hat man die im Spiel vorhandene beziehungsweise im sehr einfach zu bedienenden Editor verfügbare Anzahl an Armeen auf fünfzehn aufgestockt. So darf man nun unter anderem auch mit den Truppen des Freien Frankreich oder des Britischen Commonwealth zu Felde ziehen.

 

Bild 1


Szenarioauswahl

Als sei die stattliche Palette an Missionen noch nicht genug, kann die Varianz durch diverse Spieloptionen sogar noch weiter angehoben werden. So stehen zum Beispiel vor Spielbeginn drei taktische Verhaltensmodelle zur Auswahl, mit deren Hilfe sich das Agieren der computergesteuerten Partei beeinflussen läßt. Daneben sind auch die allgemeine Aggressivität des Gegners, die Intensität des Kriegsnebels, die Berücksichtigung von Wettereffekten und andere Parameter den eigenen Vorlieben entsprechend konfigurierbar.

Selbstredend ist es möglich, alle Gefechte nicht nur gegen die KI, sondern auch gegen einen menschlichen Kontrahenten zu bestreiten. Was die zweite Variante betrifft, so offeriert CC einerseits den Hot Seat-Modus an einem Computer, andererseits das beliebte PBEM-Verfahren. Da ein Spielzug in mehrere Phasen zerfällt, ist die Frequenz der E-Mail-Nachrichten allerdings recht hoch. Zum Glück gibt es jedoch eine Option zur weitgehenden Automatisierung der Phasen, so daß bei entsprechenden Einstellungen der Spielstand nur einmal pro Runde versendet werden muß.

 

Der Maßstab von CC ist als taktisch zu bezeichnen: Jedes Hexfeld repräsentiert eine Strecke von fünfhundert Metern, jede Runde stellt zwei Stunden bei Tag und vier Stunden bei Nacht dar. Dieser hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung entspricht es, daß in den Szenarien keine großangelegten Operationen behandelt werden, sondern eher Gefechte und Schlachten, die sich maximal über einige Tage erstrecken. Die Einheiten sind in der Regel Kompanien von ungefähr 150 Mann beziehungsweise durchschnittlich zwölf Fahrzeugen.

Bleiben wir noch kurz bei der Darstellung der militärischen Einheiten, bevor wir uns mit dem eigentlichen Gameplay beschäftigen. Jede Einheit in CC besitzt statistische Werte für die folgenden allgemeinen Eigenschaften: Qualität, Angriff, Verteidigung, Beweglichkeit, Nachschubniveau, Zerrüttungs- und Verschanzungsgrad. Neben dieses Standards gilt es jedoch die Besonderheiten der einzelnen Waffengattungen zu beachten. So verfügen nur Panzer, Panzerjäger und Aufklärungsfahrzeuge über einen Panzerungswert. Des weiteren sind sie – ebenso wie Panzerabwehrkanonen – unterschiedlich effektiv bei der Bekämpfung harter Ziele. Gezogene Artillerie und Selbstfahrlafetten hingegen weisen einen speziellen Bombardierungswert auf und sind in der Lage, indirektes Feuer über größere Distanz abzugeben. In einigen Szenarien ist es darüber hinaus möglich, Luftunterstützung anzufordern.


 

Geschrieben von: Mortimer am 20.04.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Durchdachtes Regelwerk
  • Große Auswahl an Szenarien
  • Unterschiedliche Schauplätze
  • Einfacher Editor

Negativ

  • Dröge Präsentation
  • Altmodisches Interface
  • Wenig innovativ

Systemvoraussetzungen

  • Windows 2000, XP, Vista, 7
  • 500 MHz-CPU
  • 512 MB RAM
  • 100 MB freier Festplattenspeicher
  • DirectX-kompatible Sound- und Grafikkarte
Fazit:

Aufgrund der altväterlichen Präsentation kann CC sicher nicht mit multimedialen Qualitäten überzeugen. Dafür erhält man auf der anderen Seite ein zwar nicht unbedingt innovatives, aber doch sehr durchdachtes Spielsystem, das dem PC-Strategen durchaus die ein oder andere vergnügliche Stunde bereiten kann. Weitere Pluspunkte sind für mich die große und abwechslungsreiche Szenarienauswahl sowie der benutzerfreundliche Editor, der das relativ unkomplizierte Erstellen handgestrickter Gefechte erlaubt. Mein Resümee: CC ist ein solides Kriegsspiel alter Schule mit Nostalgiebonus, das jedoch letzten Endes dem Vergleich mit komplexeren und aufwendiger gestalteten Referenztiteln des Genres nicht standhalten kann.
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