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Armada 2526: Supernova

Vor rund einem Jahr lag uns das von Matrix Games vertriebene Weltraum-Strategiespiel „Armada 2526“ zum Test vor. Offensichtlich war Entwickler Ntronium Games seither nicht untätig, denn nun ist unter dem Titel „Armada 2526: Supernova“ die erste Erweiterung des Hauptprogramms verfügbar.

 

Armada 2526 gehört in die Kategorie der beliebten 4X-Strategiespiele und zeichnet sich gegenüber der Konkurrenz vor allem durch schnelle Erlernbarkeit und eingängiges Gameplay aus. Näheres hierzu findet sich in unserem Review. An der erprobten Philosophie der Einfachheit hält auch Supernova fest, fügt dem Ganzen aber eine Handvoll neuer Features hinzu, die das Spielerlebnis spürbar bereichern. Das Add-On setzt übrigens die vorhandene Installation der Vollversion voraus. Davon abgesehen wird es jedoch wie ein eigenständiges Programm gehandhabt, das die Szenarien, den frei konfigurierbaren Sandbox-Modus sowie alle Updates des alten Armada beinhaltet und daher letzteres im Prinzip überflüssig macht.

Hinsichtlich des Umfangs ist sogleich die erste Änderung zu vermelden: Im Gegensatz zu Armada, das in dieser Beziehung nur die Hot Seat-Option kannte, besitzt Supernova eine ordentliche Mehrspielerfunktion, die Partien über LAN oder PBEM erlaubt. Für die letztgenannte Variante ist die (kostenfreie) Einrichtung eines Kontos beim webbasierten E-Mail-Service „Gmail“ erforderlich. Supernova ist für die Zusammenarbeit mit diesem Anbieter ausgerichtet, so daß sich das Senden und Empfangen von Nachrichten automatisieren und direkt über die Benutzeroberfläche des Spiels vornehmen läßt. Im Multiplayer werden allerdings alle Schlachten automatisch berechnet. Die taktische 3D-Ansicht für das manuelle Ausführen von Gefechten steht also nicht zur Verfügung.

 

Bild 1


Erkundung eines Planeten

Die für mich auffälligste Neuerung von Supernova betrifft die Erkundung des Universums: Die auf der Weltraumkarte verstreuten Sterne und Planeten haben nun sehr viel mehr Eigenschaften, die natürlich über Bewohnbarkeit und wirtschaftliche Attraktivität bestimmen. So weisen einige Sonnensysteme physikalische Anomalien auf, die das Navigieren von Raumschiffen erschweren oder, wie im Falle vermehrter Sonnenstürme, auf Planeten befindliche technische Anlagen beschädigen können. Auf manchen Welten herrscht extremes Wetter, andere wiederum verfügen über eine große Artenvielfalt an Flora und Fauna, was dem Spieler einen Forschungsbonus einbringt, sofern er dort ein Bio-Labor einrichtet. – Ich kann hier nur einige der Möglichkeiten ansprechen, denn in Supernova gibt es über dreißig solcher speziellen Charakteristika, wodurch sich der Erkundungspart des Spiels nun deutlich abwechslungsreicher gestaltet.

Um Näheres über einen Himmelskörper in Erfahrung zu bringen, muß man ihn mit einem Aufklärungs- beziehungsweise Forschungsschiff besuchen. Interessanterweise treten manche Eigenschaften eines Planeten jedoch erst zu Tage, wenn man sich dort auch häuslich niederläßt. Das sorgt für ein gewisses Überraschungsmoment. Im Test beispielsweise siedelte ich meine Spezies auf einer erdähnlichen Welt an, von der ich zumindest wußte, daß dort eine primitive Kultur ansässig war. Wie ich dann aber feststellte, besaß sie zudem das Merkmal „serenity“ (Heiterkeit, Ruhe). Konkret heißt dies: Die beschaulich und inspirierend wirkende Landschaft dort sorgte nicht nur für Wohlbehagen unter den Kolonisten, sondern ließ sich auch für den intergalaktischen Fremdenverkehr nutzbar machen.

 

 

Geschrieben von: Mortimer am 11.05.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • Vielfältigeres Universum
  • Jetzt mit Multiplayer
  • Handel und Spionage
  • Neue Einheiten/Forschungsprojekte

Negativ

  • Völker weiterhin sehr ähnlich
  • Unverändert simples Kampfsystem
  • Kaum verbesserte Präsentation

Systemvoraussetzungen

  • Windows XP, Vista, 7
  • 1 GHz-Prozessor
  • 1 GB RAM
  • 128 MB DirectX 9-Grafikkarte
  • Vollversion Armada 2526
Fazit:

Soviel ist sicher: Auch mit Supernova wird aus Armada 2526 kein Strategie-Schwergewicht. Vielmehr bleibt der Entwickler seinem Konzept der eleganten Simplizität treu, bereichert dies aber um einige sinnvolle Ideen. Erkundung und Besiedelung des Weltalls gestalten sich nun spürbar interessanter, Innovationen wie Handel und Spionage sorgen ebenfalls für gesteigerten Spielspaß. Abgerundet wird das Ganze schließlich durch einen Mehrspielerpart sowie etliche neue Einheiten und Forschungsprojekte. Daher verdient Supernova eine klare Aufwertung gegenüber dem Hauptprogramm. Anhänger von Armada dürfen meines Erachtens getrost zuschlagen, zumal der Anschaffungspreis relativ moderat ist. Wer hingegen hohe Komplexität, eine ausgefeilte militärische Komponente und handgreifliche Unterschiede bei den verfügbaren Völkern für unverzichtbar hält, sollte weiterhin auf Abstand bleiben.
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